„Metal Gear Solid“-Regisseur: Warum so viele Videospielverfilmungen schlecht sind

Luis Kümmeler 3

In einem Interview hat der Filmemacher Jordan Vogt-Roberts zu erklären versucht, woran die meisten Videospielverfilmungen gescheitert sind. Dabei ging der Regisseur der kommenden „Metal Gear Solid“-Verfilmung auch darauf ein, worauf es seiner Meinung nach ankommt, wenn man Videospielstoffe erfolgreich auf die Leinwand bringen will.

Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain.

Videospielverfilmungen haftet auch heute noch ein durchweg negativer Ruf an – zu viele unbeliebte Filme sind durch Regisseure wie Uwe Boll dafür in den letzten Jahrzehnten auf die große Leinwand bugsiert worden. Ein Filmemacher hofft jedoch, dies bald zu ändern: Jordan Vogt-Roberts ist schon seit einiger Zeit als Regisseur der kommenden „Metal Gear Solid“-Verfilmung an Bord, deren Dreharbeiten noch immer nicht begonnen haben. Der Kreativkopf glaubt jedoch verstanden zu haben, warum Videospieladaptionen in der Vergangenheit fast durchweg scheiterten.

Thief: Videospiel zur Verfilmung angeblich in Entwicklung

„Ich denke, (Filmemacher) haben sich Videospielverfilmungen angesehen und gesagt ‚Oh, das ist (…) cool!‘ … und es gibt nur wenig Verlangen danach, wirklich den Ton und die Atmosphäre zu verstehen“, so Vogt-Roberts im Interview mit der Webseite Gamespot. „(…) Ich glaube einfach nicht, dass die richtigen Filmemacher bislang mit Videospieladaptionen gepaart wurden – Leute, die Spiele in ihrer DNA und ihren Köpfen haben. Wenn du mit Videospielen aufgewachsen bist, gibt es da eine Sprache, die schon in einem sehr jungen Alter in deinen Kopf sickert.“

Bilderstrecke starten
6 Bilder
Die schrecklichsten Verfilmungen: Wie kann man Videospiele nur so beleidigen?

Im vollen Interview zieht Vogt-Roberts einen Vergleich zur heute äußerst erfolgreichen Sparte der Superheldenfilme, die sich mit Filmen wie Sam Raimis Spider-Man Anfang der 2000er auch erst mausern musste. „Für mich geht es ganz einfach darum: Was lässt dich ein Spiel fühlen?“, so Vogt-Roberts weiter. „Egal, ob du nun Halo oder Gears of War oder Call of Duty oder Destiny oder Zelda oder Metroid spielst – all diese Spiele lassen dich etwas bestimmtes fühlen. Sie unterscheiden sich klar in dem, was und wie sie dich fühlen lassen. Was mich fasziniert, ist die Frage: ‚Wie rekreierst du dieses Gefühl intelligent in einer filmischen Sprache?’“

 

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung