Metal Gear Solid: Verfilmung auf Kurs - Kojima involviert

Richard Benzler 1

Lange Zeit war es still um die geplante Metal-Gear-Solid-Verfilmung. Ursprünglich auf der E3 2006 angekündigt, verlief sich die Spur des Projektes nach und nach im Sande; doch nun gab der angeheuerte Regisseur ein umfangreiches Update zum Status quo.

Metal Gear Solid V - Launch Trailer.

Jordan Vogt-Roberts lautet der Name des Mannes, der 2014 von Sony mit der Verfilmung des Videospiel-Kult-Klassikers betraut wurde. Doch seine Involvierung in der cineastischen Neuinterpretation des King-Kong-Stoffes, zögerte den Auftakt zu Solid Snakes erstem Abenteuer im Lichtspielhaus hinaus. Nun gab Vogt-Roberts dem US-Magazin Collider - im Rahmen eines bewerbenden Interviews zu Kong: Skull Island - ein vielversprechendes Update zum aktuellen Stand der Spiele-Adaption. Mit am interessantesten dürfte eine Randbemerkung zur Einbindung des Metal-Gear-Gründervaters (Hideo Kojima) im Entstehungsprozess sein:

Death Stranding: Kojima will nicht auf Brüste verzichten

„Metal Gear Solid ist vermutlich das für mich wichtigste Franchise überhaupt. Es ist ein derartig geniales, eigenwilliges Produkt und die Tatsache, dass ich unlängst Zeit mit Kojima verbringen durfte. kam mir wie ein Traum vor. Er ist der Beste, genau wie sein Team, und wir arbeiten gemeinsam am Drehbuch.“

Im selben Atemzug beteuerte er, keinen Film ins Kino bringen zu wollen, der die Identität des Franchise verkenne oder verfälsche:

„Das ist ein Gut, für das ich mit allen Mitteln kämpfen werde, um sicherzustellen, dass es anständig umgesetzt wird; es wäre so einfach für ein Studio, das Projekt - beim Versuch, ein G.I. Joe- oder Mission: Impossible-Verschnitt daraus zu machen, oder es anderweitig zu verfälschen - an die Wand zu fahren. Doch Metal Gear Solid muss genau das werden, was es werden muss: Und zwar Metal Gear Solid.“

Auf die Frage hin, welche Altersbeschränkung die Verfilmung anpeile, gab er an, dass es zwei Optionen gäbe: So könnte sich der Streifen an einer Einschränkung ab zwölf Jahren orientieren und im Gegenzug ein großzügiges Budget vom Studio erhalten, oder aber keine Jugendfreigabe ansteuern und dafür ein kleineres Budget als Grundlage kriegen, was jedoch keineswegs ein kreatives Hindernis sein muss, wie Deadpool eindrucksvoll zeigte.

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(Hast Du Interesse an weiteren, in der Mache befindlichen Videospielverfilmungen? Hier findest Du die aktuellsten Meldungen zum Stand von Tomb Raider, BioShock, Uncharted und Splinter Cell)

Bisherige Videospielverfilmungen scheiterten in der Regel an der respektlosen Haltung federführender Personen vor dem Ausgangsmaterial; frei nach dem Motto: „Is ja eh bloß ein Videospiel.“ Nicht selten wurde versucht, den Namen der Marke zu missbrauchen, um eine bereits etablierte Fanbase ins Kino zu locken und so das schnelle Geld zu machen. Aber nach bisherigen Informationen scheint Metal Gear in guten Händen zu sein. Hoffen wir, dass Sony sich zurückhält und nicht ins Handwerk der kreativen Köpfe pfuscht.

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