MGS 5 - The Phantom Pain: Stealth- und Schleich-Tipps - so bleibt ihr unentdeckt

Selim Baykara

In Metal Gear Solid 5 - The Phantom Pain ist Stealth das Mittel der Wahl um die gefährlichen Missionen von Big Boss erfolgreich abzuschließen und dabei auch noch gut auszusehen. Mit den folgenden Stealth- und Schleich-Tipps zeigen wir euch, wie ihr vorgehen müsst, um selbst die am besten bewachten Festungen zu knacken.

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Metal Gear Solid 5 - The Phantom Pain: Stealth - Braucht man das überhaupt?

Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain wird zwar als Stealth-Spiel verkauft, prinzipiell ist es aber auch möglich, mit gezogenen Waffen in jedes feindliche Lager zu stürmen und die feindlichen Soldaten einfach niederzuballern. Dank hervorragender Steuerung und großer Waffenauswahl spielt sich der neueste Teil der Stealth-Saga nicht schlechter als ein reinrassiger Third-Person-Shooter. Heimliches Vorgehen und das Operieren im Verborgenen sind dennoch die Mittel der Wahl, da euch der Schleichweg etliche Vorteile bietet, die euch bei einer agressiven Spielweise entgehen.

Auch wenn es manchmal einfach Spaß macht, das Sturmgewehr zu zücken und alles über den Haufen zu schießen, solltet ihr deshalb möglichst versuchen, euch nicht blicken zu lassen und Missionen ohne größere Feuergefechte zu beenden. Wir zeigen euch, wie das geht. Weitere allgemeine Tipps zum Spiel findet ihr in diesem Artikel: MGS 5 – The Phantom Pain: Einsteiger-Guide – Allgemeine Tipps für die ersten Schritte im Stealth-Epos.

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Stealth in Metal Gear Solid 5: Geduld siegt

Der wichtigste Tipp zuerst: Wenn ihr in Metal Gear Solid 5 erfolgreich stealthen wollt, müsst ihr geduldig sein und im Notfall lieber abwarten, als sich vorschnell dem Feind zu nähern. Sind die Wachen nicht alarmiert, drehen sie normalerweise friedlich ihre Runden und ihr habt ausreichend Zeit einen Schlachtplan zu entwerfen.

  • Der erste Schritt in jeder Mission sollte darin bestehen einen erhöhten Punkt aufzusuchen und euer Fernglas zu zücken.
  • Mit dem Fernglas könnt ihr einzelne Wachen markieren. Zoomt dazu auf die Wache und haltet den Cursor einige Sekunden still - die Wache wird daraufhin markiert und sowohl auf eurem iDroid und dem Spielbildschirm hervorgehoben.
  • Auf diese Weise könnt ihr beliebig viele Wachen markieren und behaltet so immer genau den Überblick, wer sich in eurer Nähe befindet.
  • Außerdem sehr ihr so, welche Routen die Gegner einschlagen und könnt eure Strategie entsprechend planen.

Im Verlauf des Spiels könnt ihr euer Fernglas erweitern, so dass ihr beim Zoomen auch die Werte des jeweiligen Soldaten angezeigt bekommt. Das ist besonders praktisch um fähige Kämpfer und Spezialisten herauszupicken, um sie später per Fulton-Ballon auf eure Basis „einzuladen“.

So funktioniert das Schleichen

Die Grundprinzipien des Schleichens in MGS 5 sind schnell erklärt. Bewegt euch leise und vermeidet, in das Sichtfeld eurer Gegner zu geraten. Kompliziert (und interessant) wird es dadurch, dass Big Boss verschiedene Bewegungsarten offenstehen, die Sichtfelder der Gegner nicht genau erkennbar sind und verschiedene andere Variablen euch einen Vorteil (oder Nachteil) verschaffen können.

Zunächst zur Bewegung - Big Boss kann sich in MGS 5 auf vier verschiedene Arten fortbewegen:

  • Rennen
  • Normales Gehen
  • Geduckt kriechen
  • Am Boden kriechen

Die ersten beiden Fortbewegungsarten solltet ihr generell immer vermeiden, wenn Gegner in der Nähe sind. Wenn ihr rennt, bemerken sie euch so gut wie immer und auch beim normalen Laufen steigt die Chance einer Entdeckung, je näher ihr euch am Feind befindet. Wenn ihr euch an einen Gegner heranschleichen wollt, um ihn zu verhören oder auszuschalten, müsst ihr euch deshalb gut überlegen, wie ihr dabei vorgeht.

  • Im nicht alarmieren Zustand bewegen sich eure Gegner im Schritttempo - mit dem langsameren Kriechtempo kommt ihr also nicht an sie heran.
  • Die feindlichen Soldaten machen von Zeit zu Zeit aber immer wieder eine kurze Pause - genau das ist der Zeitpunkt, um sie zu schnappen.
  • Die Laufgeschwindigkeit von Big Boss könnt ihr mit dem Analog-Stick kontrollieren - je mehr ihr euch dem Feind nähert, desto langsamer müsst ihr werden.
  • Deshalb empfiehlt es sich auch, schon im Vorfeld mit dem Fernglas auszukundschaften, um die Laufwege der Gegner kennenzulernen (siehe oben).
  • Ihr könnt euch auch in einer Kiste, eurem Pappkarton oder einem mobilen WC verstecken und warten bis der Gegner vorbeiläuft oder ihn aus dem Versteck heraus erledigen.

MGS 5 – The Phantom Pain: Baupläne – alle Fundorte im Überblick

Sichtfelder der Gegner

Die Sichtfelder der feindlichen Soldaten sind in Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain wesentlich schwerer zu erkennen als in den Vorgängern. Bekam man früher einen Sichtkegel auf dem Radar angezeigt, müsst ihr jetzt selbst abschätzen, wann euch ein Feind sehen kann. Das macht es etwas komplizierter, aber auch wesentlich realistischer und spannender.

  • Generell könnt ihr davon ausgehen, dass euch Gegner auch über große Entfernungen sehen können, wenn ihr euch frontal vor ihnen befindet.
  • Versucht deshalb immer, euch den Gegnern von der Seite oder aus dem Rücken zu nähern.
  • Gras bietet einigen Schutz, vor allem wenn ihr auf dem Boden liegt- sind die Gegner aber einmal alarmiert, hilft euch auch dichtes Gestrüpp nicht.
  •  Noch besser seid ihr getarnt, wenn ihr euch im Liegen ganz eng an den Boden presst. (Y-taste auf dem Xbox-Controller).
  • Wenn euch ein Feind entdeckt, könnt ihr auch versuchen mit einem Hechtsprung (X-Taste auf dem Xbox-Controller) in Sicherheit zu springen.
  • In euerm Pappkarton seid ihr generell sicher, solange ihr euch nicht bewegt - manchmal werden die Gegner aber misstrauisch, wenn sie plötzlich einen Pappkarton direkt vor sich sehen.

Umwelteinflüsse

The Phantom Pain ist ein Open-World-Spiel bietet euch eine große Spielwelt, die das Spielgeschehen direkt beeinflusst. Es macht z.B. einen großen Unterschied ob ihr bei Tag oder Nacht schleicht. Hier einige Tipps:

  • Bei Nacht sehen euch die Feinde schlechter, ihr könnt eure Umgebung allerdings auch nicht so gut erkennen.
  • Bei Tageslicht seid ihr besser sichtbar, allerdings sind die Lager bei Tag wesentlich schlechter bewacht.
  • Nutzt plötzlich aufkommende Staubstürme (Afghanistan) oder Regenschauer (Afrika) zu eurem Vorteil.
  • Bei schlechtem Wetter sehen eure Feinde wesentlich schlechter - vorher gesetzte Markierungen könnt ihr aber noch genauso gut erkennen.

Passt zudem immer darauf auf, ob sich andere Soldaten im Fahrzeug nähern. Einen Truck mit feindlichen Soldaten hört ihr schon von weitem - ändert eure Strategie und zieht euch im Notfall zurück, bis sich die Situation geklärt hat.

Feinde: Umgehen oder ausschalten?

Ob ihr die Gegner ausschaltet oder einfach umgeht ist natürlich euch überlassen. Sicherer ist es aber, die feindlichen Soldaten zu überwältigen - so vermeidet ihr böse Überraschungen und etwaige Gegner die in eurem Rücken auftauchen und das ganze Lager alarmieren. Wichtig: Wenn ihr Gegner per Betäubungspistole oder Würgegriff erledigt, sind sie nicht permanent ausgeschaltet. Sie wachen nach einer gewissen Zeit wieder auf und nehmen ihre vorherige Route wieder auf. Haltet euch dabei an folgende Richtlinien:

  • Gewürgte Gegner schlafen länger, als wenn ihr sie mit der Betäubungspistole ausschaltet.
  • Sieht ein anderer Soldat einen schlafenden Kameraden, wird er ihn aufwecken und in der Nähe befindliche Soldaten alarmieren.
  • Lasst überwältigte Feinde deshalb nicht einfach an Ort und Stelle herumliegen sondern sucht euch ein sicheres Plätzchen im toten Winkel um sie dort zu verstecken.
  • Wenn ihr ganz sicher sein wollt, dass der Gegner nicht mehr aufwacht, könnt ihr ihn auch nach dem Würgen/Betäuben mit einem gezielten Kopfschuss eliminieren - der Missions-Bonus für das heimliche Ausschalten wird dabei nicht beeinträchtigt.  Achtet dabei nur darauf eine Waffe mit Schalldämpfer zu verwenden.
  • Alternativ könnt ihr ausgeschaltete Feinde auch per Fulton-Ballon aus dem Feindgebiet entfernen - diese Taktik eignet sich besonders gut, wenn sich andere Feinde eurer Position nähern und ihr keine Zeit mehr habt, den überwältigten Soldat zu verstecken.
  • Andere Gegenstände, die euch bei eurer Mission helfen zeigen wir euch hier: MGS 5 – The Phantom Pain: Wichtige Gegenstände – Fundorte und Nutzen der speziellen Items.

Missionen abschließen: Langsam aber sicher

In vielen Missionen geht es zunächst darum, sich einem einzelnen Ziel zu nähern, z.B. um einen feindlichen Kommandanten auszuschalten oder Verbündete zu befreien. Die Zielpersonen befinden sich dabei meist im Zentrum des feindlichen Lagers und sind von zahlreichen Gegnern umstellt. Damit ihr beim Anschleichen nicht gesehen werdet helfen euch folgende Strategien:

  • Versucht das Lager/Gebäude/Gelände von den äußeren Rändern her aufzuräumen: Sucht euch einzeln postierte Wachen an den Rändern heraus und schaltet sie still und heimlich aus. Versteckt anschließend die Wachen und arbeitet euch auf diese Weise immer näher ans Zentrum heran.
  • Lockt Gegner aus ihren Stellungen: Wenn ihr mit eurem Arm gegen eine Mauer klopft, wird der Soldat sich zu eurer Position begeben. Außerdem könnt ihr ein leeres Magazin werfen, um den Feind dazu veranlassen, die Ursache des Geräusch zu untersuchen.
  • Isoliert Gegner: Gruppen von Feinden sind eines der größten Hindernisse in The Phantom Pain - deshalb solltet ihr alles daran setzen, Gegner voneinander zu isolieren. Wenn die Gegner in verschiedene Richtungen blicken, hilft die folgende Strategie:
  • Blickt kurz aus eurem Versteck heraus, so dass euch der Feind für einen Augenblick sieht. In den meisten Fällen wird er sich euch anschließend nähern, während seine Kameraden stehen bleiben. Lockt ihn auf diese Weise von der Hauptgruppe weg.
  • Bleibt in Bewegung: Im Normalfall bewegen sich die feindlichen Soldaten auf festen Routen. Sobald sie einmal Verdacht schöpfen, ändert sich aber ihr Verhalten und sie können potentiell an jedem Ort auftauchen. Deshalb solltet ihr nie zulange an einem Ort bleiben oder darauf hoffen, dass die Gegner einfach vorbeilaufen.
  • Um auf Nummer sicher zu gehen, könnt ihr die Kommunikationssysteme von Lagern oder Außenposten zerstören. Ihr erkennt die entsprechenden Einrichtungen an einnem blauen Leuchten - schießt einfach einige Male mit eurer Waffe auf das System bis es explodiert. Werdet ihr jetzt entdeckt, können die Feinde keine Verstärkung anfordern.

Und zum Schluß: Improvisieren ist gefragt

Soviel zu den Grundlagen des Schleichens in Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain. Damit ist natürlich längt nicht alles gesagt: Im weiteren Verlauf des Spiels kommen zahlreiche Gadgets und Items dazu, außerdem findet ihr Buddies, z.B. die Scharfschützin Quite,  die euch bei euren Schleich-Einsätzen helfen. Der Reiz des Spiels besteht zudem vor allem darin, dass es aus vielen verschiedenen, miteinander verzahnten Gameplay-Systemen besteht, die für zahlreiche unvorhergesehene Situationen sorgen und damit zum Experimentieren einladen. Deshalb gilt: Wenn ihr irgendeine Idee habt, probiert sie einfach aus - es kann gut sein, dass ihr auf neue Taktiken stoßt.

Bildquellen: Screenshots, Konami

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