Konamis Mikrotransaktionen sind dreister als Battlefront 2

Alexander Gehlsdorf

Mit seinen Pay-to-Win-Lootboxen und populären Charakteren, die von den Spielern gekauft werden mussten, hatte Star Wars Battlefront 2 letztes Jahr in Sachen Mikrotransaktionen den Vogel abgeschossen. Was sich jedoch derzeit Metal Gear Survive leistet, ist nicht weniger skandalös. Und das obwohl das Spiel in den offiziellen Trailern gar nicht so katastrophal aussieht.

Metal Gear Survive: Launch Trailer.

Im November 2017 hat Star Wars Battlefront 2 weltweit für Diskussionen gesorgt. Politiker und Jugendschutzbehörden begannen Lootboxen und Mikrotransaktionen kritisch zu hinterfragen, die Spieler straften den Titel auf Metacritic mit einer katastrophalen User-Wertung ab und inzwischen wird sogar darüber spekuliert, ob Disney dem Publisher die Lizenz für Star-Wars-Spiele wieder entziehen will.

Es scheint, als haben die übrigen Publisher aus EAs Fehlern gelernt und gehen Mikrotransaktionen in Zukunft deutlich vorsichtiger an. Nicht so jedoch Metal Gear Survive. Besonders die Nachricht, dass das Spiel zusätzliche Speicherplätze hinter einer Paywall versteckt, sorgte bei den Spieler für Empörung. Wenn du dein Spiel mehr als einmal speichern willst, sind ganze zehn Euro dafür fällig.

Allerdings ist das eingeschränkte Speichersystem nur die Spitze des Eisbergs. Bereits in Metal Gear Solid 5 setzte Konami auf fragwürdige Mikrotransaktionen. Eines der zentralen Features sind die FOBs, die Forward Operating Bases. Auch in diesem Fall war lediglich die erste Basis kostenlos, alle weiteren kosten jeweils zehn Euro. In einem Vollpreisspiel wohlgemerkt.

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Auch Veteranen müssen für ein eigentlich traditionelles Feature tief in die Tasche greifen. So konntest du in früheren Metal-Gear-Teilen stets einen Tuxedo freischalten, vorausgesetzt du hast bereits den Vorgänger gespielt. Zwar ist das edle Kleidungsstück auch in Metal Gear Solid 5 enthalten, muss aber ebenfalls für Echtgeld freigekauft werden, statt alteingesessene Spieler für ihre Treue zu belohnen.

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