Metal Gear Survive: Unser erster Eindruck von der E3

Nastassja Scherling

Auf der E3 gab es seit der Ankündigung endlich wieder ein neues Lebenszeichen von Metal Gear Survive. Wir konnten das Survival-Action-Adventure anzocken und verraten dir, was das Spiel für einen Eindruck bei uns hinterlassen hat.

Metal Gear Survive - Ankündigungstrailer.

Metal Gear Survive bietet sowohl eine Singleplayer-Kampagne als auch einen Multiplayer für bis zu vier Spieler. Zum Singleplayer hält sich Konami vorerst bedeckt - dafür konnten wir aber den Multiplayer anspielen. Dieser zeichnet sich im Grunde durch einen klassischer Horde-Modus mit Crafting-Aspekten aus.

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Wir befinden uns in einem alternativen Metal Gear Universum und können uns zunächst einen Helden zusammenstellen. Es gibt keine Klassen - jeder Spieler bastelt sich seinen Charakter aus vielerlei Attributen zusammen. In der kurzen Anspiel-Session mussten wir mit vorbereiteten Charakteren spielen, deswegen können wir nichts Näheres zu den Attributen sagen.

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Dann geht es direkt los: Wir finden uns in einer kargen Steppenlandschaft mit Ruinen wieder, in deren Mitte sich eine Lagerhalle, eine Ansammlung von Baracken und Mauerstücken und ganz wichtig: der Generator befinden. An diesen müssen wir uns - vorbei an Horden von Zombies - leise anschleichen und die allgegenwärtigen Gegner dabei gelegentlich um die Ecke bringen.

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Das ist dann aber auch das erste und einzige Stealth-Element des Multiplayers. Sobald der Generator aktiviert ist, erinnert das Gameplay eher an ein Tower-Defense-Spiel: Wir müssen unsere „Festung“ gegen eine Welle von Zombies nach der Nächsten verteidigen und immer wieder reparieren, was zerstört wurde. Während der Wellen sieht man die Wege der Zombies auf einem Radar; zwischen den Wellen bleibt zusätzlich Zeit für Nebenmissionen. Dabei kann man z.B. Munitionskisten freispielen, die dann im Lager erscheinen. Eigentlich eine gute Sache, da wir unter konstantem Munitonsmangel leiden. Was sich uns jedoch nicht erschließt ist, warum die Entwickler sich dafür entschiedenen haben, dass außerhalb des Lagers aufgesammelte Munitionskisten IM Lager erscheinen und man sich zum Aufsammeln erst wieder munitionslos zurückquälen muss. Wenn man Pech hat, bedienen sich die Kollegen als erste an dem Nachschub und man selbst geht leer aus.

Video-Bild: Metal Gear Survive - Ankündigungstrailer (2)

Schafft man es, den Generator bis nach der dritten Welle zu halten, lässt er massig Items für alle vom Himmel regnen. Dabei sind unter anderem auch Rezepte für neue Ausrüstungen und Munition. Es scheint generell so, als würde Konami den Multiplayer von Metal Gear Survive darauf auslegen, dass man immer mehr Items, Ausrüstung und Kleidung sammen und/oder craften kann und seinen Charakter in allerlei Attributen hochlevelt.

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Fazit: Metal Gear Survive spielt sich tatsächlich wie eine Mischung aus Gears of War-Horde und Tower-Defense mit dezent umständlicher Steuerung, die in den Grundzügen auch an die Steuerung in Phantom Pain erinnert. Das Spiel könnte durchaus eine ganz spaßige Angelegenheit werden, die aber wenig wirklich Neues mitbringt. Außerdem hat es - zumindest in der Demo - kaum Bezug zur Metal-Gear-Serie, und wenn dann eher in Hinsicht auf die negativen Aspekte, wie die überladene, nicht sehr zugängliche Steuerung und nicht erklärte, sehr aus dem Rahmen fallende Spieleelemente. Warum regnet es da plötzlich Items vom Himmel? Warum erscheint einfach so aus dem Nichts eine Munitionskiste, die ganz wo anders gefunden wurde?

Noch ist es aber wohl zu früh und wir haben noch zu wenig vom Spiel gesehen, um wirklich ein finales Urteil zu fällen.

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