Metro: Exodus in der Vorschau – Oh du süßer, tödlicher Realismus

Lisa Fleischer

Das neue Metro: Exodus zeichnet sich durch seinen enormen Realismus aus. Munition ist rar, kann aber selbst gecraftet werden. Deine Sprint-Ausdauer ist begrenzt. Und viel Schaden hältst du auch nicht aus. Das fordert – und kann sehr schnell tödlich enden.

Metro Exodus - gamescom 2018 Trailer.

Unter Wasser. Wir bekommen keine Luft mehr. Immer mehr dämmern wir weg, bekommen nur am Rande mit, dass eine Gestalt mit Totenkopf auf uns zuschwimmt. Panik. Sie greift nach uns, zerrt uns weg – und bringt uns an die rettende Oberfläche. Nachdem sie uns mit geschickten Schlägen das Wasser aus der Lunge hämmert, kommen wir wieder zu uns. Bedanken können wir uns aber nicht – zu schnell ist die Frau wieder weg.

Metro Exodus in der Vorschau: Story und Crafting*

So beginnt unsere Erfahrung mit Metro: Exodus auf der gamescom 2018. Schon im Juni haben wir im Rahmen eines Preview-Events einige Stunden im Universum von Metro: Exodus verbracht. Während wir damals Bahnschinen und alte Fabrikgebäude erkundeten, verschlägt es uns jetzt in Wasser- und Wald-Gebiete. Dabei begegnen wir nicht nur offensichtlich feindlich gesinnten Menschen, sondern auch den durchaus interessanten „Kindern des Waldes“.

Neugier wird belohnt

Wie schon in unserer ersten Vorschau zu Metro: Exodus ausführlich beschrieben, bietet dir das neue Spiel vielleicht keine offene Welt, dafür aber weitläufigere und verschlungenere Areale als noch in den Vorgängern. Aufmerksame Spieler werden mit versteckten Nebenquests belohnt, die vielleicht sogar auf den Verlauf des Spiels einen leichten Einfluss haben. So finden wir auf einem Pfad abseits des eigentlichen Weges einen gefesselten Mann, der von einem mutierten Hund angegriffen wird. Nachdem wir ihn retten, schließt er sich und zwar nicht an, ist aber dankbar – möglich wäre, dass er uns später noch einmal begegnet und behilflich ist.

Auch solltest du nicht müde werden, leerstehende Gebäude zu erkunden. Dort wartet wertvolles Loot auf dich – nicht nur Waffen und Munition, sondern auch Rohstoffen, mit denen du überlebenswichtige Med-Kits und Gasmasken herstellen kannst. So finden wir auch eine Armbrust und später eine Zielvorrichtung für selbige, die uns später noch treue Dienste erweisen werden.

Nicht alles will dich töten – aber fast alles

Nachdem wir mit unserem Waffenarsenal zufrieden sind, kommen wir in ein weitläufiges Waldgebiet, das von Hochsitzen durchzogen ist. Hier lernen wir, dass uns viele, aber nicht alle Tierarten feindlich gesonnen sind. Wir begegnen mutierten Kaninchen, die eigentlich ganz niedlich aussehen und in ihren Bau hoppeln, als wir ihnen näher kommen. Genau solche Momente hauchen der Welt von Metro: Exodus Leben ein.

Trotzdem lauert an jeder Ecke der Tod. Nur wenige Schritte nach unserer Begegnung mit den Kaninchen treten wir in eine Falle und baumeln plötzlich gefangen in einem Netz von einem Baum herab. Banditen kommen aus ihrem Versteck und verhandeln darüber, was sie mit uns anstellen. Ihren Plan in die Tat umsetzen können sie aber nicht, schon nimmt es ein riesiger, mutierter Bär mit ihnen auf. Obwohl sie wesentlich besser ausgerüstet sind als wir, haben sie keine Chance. Sicherlich handelt es sich bei dem Bär um einen Endgegner, dem wir später erneut begegnen, denken wir uns.

Jetzt starten
Game-o-Mat 2018: Dieses Spiel passt in diesem Jahr perfekt zu dir.

Nur wer ruhig bleibt, hat eine Chance

Im selben Waldstück treffen wir auch auf die eingangs erwähnten Kinder des Waldes. Sie tragen Totenkopf-Masken – genau wie die Frau, die uns Anfangs das Leben rettet. Leider sehen sie uns zumindest Anfangs als Eindringlinge und versuchen, uns von den Hochsitzen aus zu stoppen. Hier gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren. Ballerst du mit deinen Schusswaffen einfach drauf los, ist deine Munition nicht nur schon nach wenigen Minuten ersatzlos aufgebraucht, ohne Deckung läufst du auch Gefahr, getroffen zu werden – nach ein bis zwei gezielten Schüssen bist du tot und musst noch einmal von vorne anfangen.

Mit etwas Planung hast du aber gute Chancen, die Passage zu meistern, endet ein gut gezielter Schuss doch nicht nur bei, sondern auch bei deinen Gegner tödlich. Gerade unsere Armbrust erweist hier gute Dienste, kann die Munition für sie doch wesentlich einfacher gecraftet werden als Patronen. Schaffst du es dann auch noch, gleichzeitig geheime Wege auszukundschaften, ist es dir ein leichtes, die Kinder des Waldes zu überlisten und in ihr abgeriegeltes Lager abseits der Hochsitze zu gelangen.

So realistisch, dass es manchmal irritiert

So lobenswert der hohe Realismus in Metro: Exodus auch ist, so gewöhnungsbedürftig ist er zumindest Anfangs auch. Artjom bewegt sich sehr schwerfällig, die Bewegungen sind längst nicht so flüssig, wie wir es aus anderen Shootern gewohnt sind – sogar in den anderen Metro-Teilen hat sich Artjom gefühlt agiler bewegt. Das stört vor allem dann, willst du Gegnern in letzter Sekunde ausweichen. Insgesamt macht es das Spiel aber auch fordernder: Du darfst es erst gar nicht darauf ankommen lassen, sondern musst Gegner von Anfang an auf Abstand halten. Das zeigt: Planung, Taktik und Kalkül ist eben auch in Metro: Exodus das A und O.

Noch mehr tolle Spiele, die in einer endzeitlichen Welt spielen, findest du in folgendem Artikel.

Bilderstrecke starten(10 Bilder)
Die besten Postapokalypse-Spiele, die du vor der Apokalypse spielen solltest

Bestelle Metro: Exodus bei Amazon*

Metro Exodus erscheint am 22. Februar 2019 für den PC, die PlayStation 4 und Xbox One. Freust du dich schon auf Metro: Exodus? Bevorzugst du Spiele mit realistischen Darstellungen oder müssen Games für dich vor allem Spaß machen? Schreibe uns deine Meinung in die Kommentare.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu diesem Artikel

* Werbung