Minecraft: Darum gibt es (noch) keinen zweiten Teil

Marco Schabel 3

Ein Vermögen ließ Microsoft im vergangenen Jahr für Mojang und das Klötzchenspiel Minecraft springen. Trotz der großen Summe gibt es aber keine Anstalten einen zweiten Teil zu entwickeln. Der Vizepräsident der Microsoft Studios erklärt warum.

Minecraft: Darum gibt es (noch) keinen zweiten Teil

Jeder LEGO-Spieler hat vielleicht schon einmal daran gedacht, das Klötzchenspiel Minecraft auszuprobieren. Ebenso wie die realen Plastiksteinchen verspricht das schwedische Spiel viel Raum für Kreativität in einer Welt, die komplett aus Würfeln besteht. Nicht umsonst ist es mit mehr als 70 Millionen Verkäufen das dritterfolgreichste Spiel aller Zeiten. Das weiß auch Microsoft und machte im vergangenen Jahr satte 2,5 Milliarden Dollar locker, um Minecraft und das dazugehörige Studio Mojang aus Stockholm zu kaufen.

Schon damals fragten sich alle, was das Softwareunternehmen mit Mojang vorhat und warum sie so viel Geld ausgegeben haben. Spekulationen sprachen schnell davon, dass es einen Nachfolger zu Minecraft geben könnte, einen zweiten Teil. Stattdessen aber scheint es derzeit absolut keine Hinweise darauf zu geben, Minecraft 2.0 zu entwickeln. Vielmehr erwarten uns demnächst ein von Telltale entwickelter Story-Modus, eine HoloLens-Version und jüngst erschienen eine Windows 10-Version. Vielleicht werden sogar noch Ableger für Wii U und Nintendo 3DS folgen. Und genau das ist auch der Grund, warum es noch keinen Nachfolger gibt.

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Das ließ zumindest der Microsoft Studios Corporate Vice President Matt Booty wissen. In einem Interview äußerte er sich zu den aktuellen Plänen rund um Minecraft und betonte, dass die Kollegen aus Stockholm und Redmond derzeit darauf konzentriert seien, Das Spiel weiterhin Schritt für Schritt zu entwickeln. Das bedeutet, dass erst die Updates und Erweiterungen anstehen, bevor überhaupt an Minecraft 2.0 gedacht wird. Das primäre Ziel sei dabei, Minecraft als ein Spiel auf alle bisherigen Plattformen zu bringen und diese möglicherweise noch zu erweitern, wie es von Mojangs CEO Jonas Mårtensson ergänzend heißt. Ein erster Ansatz hiervon sei die aktuelle Windows 10-Beta, die es erstmals den Spielern zweier Plattformen (Windows 10 und Mobile) ermöglicht, zusammenzuspielen.

Weiterhin gebe es noch eine MinecraftEdu-Version, die speziell für Lehrer und Schulen gedacht ist. Bereits in der Vergangenheit wurde das Spiel an Schulen genutzt, um den Lehrstoff zugänglicher zu gestalten. Derzeit nutzen mehr als 5.500 Lehrer in 40 Ländern MinecraftEdu. Diese Begeisterung sei auch der Grund, warum Minecraft trotz Konkurrenz durch zum Beispiel LEGO Worlds noch immer unangefochten an der Spitze steht und sein Wachstum fortsetzen wird.

Ob und wann vielleicht doch noch ein Minecraft 2.0 entsteht, bleibt also abzuwarten. Derzeit gibt es aber auch im ersten Teil genug zu tun, um Jahre damit zu füllen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer kleinen Wandertour durch die Welt?

Minecraft - Story Mode - Minecon 2015 Trailer.

 

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