Minecraft Modding: Vom Anfang bis heute – So wird gemoddet

Jonas Wekenborg 1

Am 27. April 2011¹ gab der schwedische Entwickler Mojang bekannt, dass künftig ambitionierte User mit Hilfe eines Entwickler-Accounts in die Welt von Minecraft eingreifen und die Klötzchen-Welt nach eigenem Gusto anpassen dürften. Heute fällt es schwer, in der Masse von Minecraft Mods den Überblick zu behalten. Wir verschaffen Euch einen Überblick über das Thema Minecraft Modding und geben Euch hilfreiche Links zum Selbermodden.

Minecraft Modding: Vom Anfang bis heute – So wird gemoddet

Wir haben bereits viel über das Thema Minecraft Modding geschrieben, aber was wir bislang noch nicht getan haben, ist uns im Detail damit auseinanderzusetzen, wie das Thema so groß wurde. An dieser Stelle nehmen wir uns der Entwicklung an, die das Minecraft Modding innerhalb der letzten Jahre gemacht hat, in der wir es begleitet haben.

Minecraft Classic: Ein Spiel entsteht

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Am 10. Mai 2009² erstellte Markus „Notch“ Persson, der kurz zuvor seinen alten Job bei King.com an den Nagel gehangen hatte, die erste Version von „The Cave Game“, wie der erste Projektname Minecraft lautete. Es handelte sich dabei um den Classic Modus, den es auch heute noch kostenlos als Download gibt.

Schritt für Schritt fügte der Entwickler damals einzelne Objekte wie Erde, Bretter, Menschen, Wasser, Lava, Bäume und so weiter hinzu und startete schließlich ab August den ersten Survival Test, in dem erstmals auch feindliche Mobs in das Spiel kamen.

Auf dieser Grundlage entstand Schritt für Schritt das Spiel, wie wir es heute kennen. Das Entwicklerstudio wuchs vom Ein-Mann-Studio zum Großunternehmen und die Spielegesellschaft wurde zunehmend auf das Indiespiel aufmerksam. Nach und nach kamen immer mehr Anfragen nach Erweiterungen, bis man sich bei Mojang dazu entschied, die Entwickler-Accounts freizugeben. Mit deren Hilfe konnten begeisterte Modder Erweiterungen für das Spiel erstellen, die dann von Mojang bei Updates ins Spiel eingebaut wurden oder eben nicht.

Dabei war Art und Umfang der Erweiterungen komplett unterschiedlich. Von einzelnen Blöcken bis zu ganzen Spielelementen gab es alles an Erweiterungen, was man sich vorstellen konnte. Das Minecraft, wie wir es heute spielen können, basiert also zu einem großen Teil auf den pfiffigen Mods der Community. Was vermutlich auch der Grund ist, warum es so beliebt ist.

Aber natürlich gibt es auch noch jede Menge anderer Mods für Minecraft, die zwar weit verbreitet, aber dennoch nicht ins Spiel integriert sind. Bei diesen Mods handelt es sich um optionale Spielerweiterungen, die sich nicht unbedingt für die breite Masse eignen.

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Minecraft Modding selbst betreiben

Heute ist es nicht mehr nötig, sich bei Mojang einen Entwickler-Account zu besorgen. Wenn Ihr den nötigen Sachverstand mitbringt und einige Entwickler-Kenntnisse samt Programmiersprache mitbringt, könnt Ihr schon recht einfach selbst Mods gestalten.

In unserem Guide Minecraft Mods erstellen: So einfach macht Ihr eigene Mods könnt Ihr nachlesen, was für Handwerkszeug Ihr benötigt, wo Ihr die nötigen Ressourcen herbekommt und wie Ihr die fertige Minecraft Mod ins Spiel bekommt. Die nötige Kreativität müsst Ihr allerdings selbst mitbringen ;)

Minecraft Mods finden und spielen

Was es nicht als Update ins Spiel geschafft hat, muss nicht unbedingt schlecht sein. Vielmehr handelt es sich bei diesen Minecraft Mods mehr um spezielle Erweiterungen, die nicht für Jedermann sind. Neben Texture Packs, ästhetischen Erweiterungen, Spielerleichterungen und Craftingtools fallen auch vorgenerierte Adventure Maps in den weiteren Rahmen der Minecraft Mods.

Auf GIGA Games findet Ihr einige Top-Listen der besten (nach Meinung unserer Redaktion) Mods für Minecraft, Adventure Maps und Texture Packs. Wir sind aber natürlich auch immer offen für neue Vorschläge. Postet sie einfach in die Kommentare.

Minecraft: Die 10 besten Mods im Video

¹ Quelle: MineCraft – Na also: Informationen zum Modding

² Quelle: Classic - Minecraft Wiki

Erkennst du diese Spiele anhand ihrer Code-Bilder?

Spiele sind auch nur eine Zusammensetzung aus vielen Pixeln und Codes. Doch auf diesen Bildern hier sind die Games kaum noch wiederzuerkennen. Oder etwa doch?

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