YouTuber wurden für Reviews von Mittelerde – Mordors Schatten bezahlt

Lisa Fleischer

Schon 2014 kam heraus, das Warner Bros. diverse Journalisten und YouTuber für positive Rezensionen von Mittelerde: Mordors Schatten bezahlte. Nun fällte die US-Kartellbehörde ihr Urteil über das Vergehen. Demnach muss Warner Bros. zwar keine Geldstrafe zahlen, gerügt wird das Unternehmen für das Vergehen aber trotzdem.

Mittelerde Mordors Schatten - Story Trailer.mp4.

Für die Marketing-Kampagne zu Mittelerde: Mordors Schatten beauftragte Warner Bros. ihren Partner Plaid Social Labs. Die engagierten vor allem YouTuber, aber auch Journalisten dazu, durchweg positive Reviews über das Herr-der-Ringe-Spiel zu veröffentlichen. Gegen die Bezahlung von teilweise mehr als zehntausend Dollar sollten diese das genaue Briefing von Plaid Social befolgen und Bugs sowie Glitches mit Absicht nicht erwähnen. Wie bei dem bekannten YouTuber PewDiePie erfolgte dies meist ohne sichtbare Kennzeichnung als Anzeige. Oftmals fand das Sponsoring erst unterhalb des More-Tags auf YouTube eine Erwähnung.

Mittelerde – Mordors Schatten: So gut und eigen ist das Herr-der-Ringe-Spiel*

Obwohl Warner Bros. selbst zwar nicht für die Marketing-Kampagne verantwortlich ist, nahm die US-Kartellbehörde Federal Trade Commission 2014 Ermittlungen gegen das Unternehmen auf. Bekannt wurde die fragwürdige Werbekampagne übrigens durch den Journalisten Jim Sterling. Auch ihm wurde das Angebot für ein bezahltes Review gemacht. Allerdings nahm er das nicht an, sondern wandte sich mit seinen Informationen an die Öffentlichkeit.

Bilderstrecke starten(32 Bilder)
Die 30 härtesten Trophäen und Erfolge in der Geschichte der Videospiele

Mittelerde-Mordors-Schatten-Monolith-03

Nach eineinhalb Jahren kam es nun endlich zu einer Schlichtung zwischen der Federal Trade Commission und Warner Bros. Demnach muss das Unternehmen zwar keine Geldstrafe zahlen. In Zukunft muss der Publisher jedoch seine Medien-Partner explizit dazu anweisen, solche Werbevideos wie das von PewDiePie deutlich als Anzeige zu kennzeichnen. Dies betrifft auch Gameplay-Videos aus der Vergangenheit, die von den betreffenden YouTubern fälschlicherweise als eigene Meinung dargestellt wurden. Sollte sich Warner Bros. an diese Auflagen nicht halten, droht dem Unternehmen ein zivilrechtliches Verfahren, das, sollte es denn Erfolg haben, eine deftige Geldstrafe für Warner Bros. mit sich ziehen könnte.

Mittelerde: Mordors Schatten erschien am 2. Oktober 2014 für PC, PlayStation 4 und Xbox One und erreichte einen Metacritic-Score von 84 bis 87 von 100 Punkten. Ab dem 20. November des selben Jahres wurde das Spiel zudem für die PlayStation 3 und Xbox 360 veröffentlicht. Zuletzt gab es erste Hinweise darauf, dass an einer Fortsetzung von Mordors Schatten gearbeitet werde.

Mittelerde: Mordors Schatten bei Amazon bestellen*

Quelle: Inverse

Die ganze Schlichtung könnt ihr hier lesen:

Schlichtung_Mittelerde_Mordors_Schatten (Download, pdf)

Hat dir dieser Artikel gefallen? Schreib es uns in die Kommentare oder teile den Artikel. Wir freuen uns auf deine Meinung - und natürlich darfst du uns gerne auf Facebook oder Twitter folgen.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung