Mittelerde – Schatten des Krieges: Warner Bros. äußert sich zum Spenden-Skandal

Lisa Fleischer

Was als rührende Geste zur Ehrung eines verstorbenes Entwicklers gedacht war, entwickelte sich schnell zu einem übergreifenden Spenden-Skandal. Jetzt äußert sich Publisher Warner Bros. zu Forthog Orcslayer, dem DLC für Mittelerde: Schatten des Krieges. Und machen den Spielern ein versühnendes Angebot.

So effektiv ist der DLC-Charakter Forthog Orcslayer:

Mittelerde: Schatten des Krieges: Offizieller Forthog Orc-Slayer Trailer.

Um den verstorbenen Michel Forgey, Produzent von Mittelerde: Mordors Schatten, zu ehren, entwickelte das Team um Schatten des Krieges den Charakter Forthog Orcslayer und boten ihn als DLC zum Kauf an. 3,50 Dollar sollten pro Kauf an die Familie des Verstorbenen gehen, um sie finanziell zu unterstützen. Die ursprünglich ehrenswerte Idee hatte jedoch einen Haken: Denn wer das Kleingedruckte liest, der erfährt, dass die Spendenaktion nur für bestimmte Teile der USA gilt.

Das wirft natürlich die Frage auf, wo das Geld in den restlichen Staaten und Ländern hinfließt. Vermutet wurden lange Zeit, dass das Geld von dort nicht der Familie, sondern Publisher Warner Bros. zukommt. Und auch ein Tweet von offizieller Seite legte nahe, dass die internationalen Spenden nicht an die Angehörigen von Forgey gehen würden. Dies sorgte für einen Aufschrei in der Community, vor allem Warner Bros. DLC-Poitik wurde stark kritisiert.

Mittelerde: Wird Schatten des Krieges besser als sein Vorgänger?

Jetzt äußert sich Warner Bros. endlich ausführlich in einem Blog-Post auf der eigenen Seite zum Thema. Demnach ist der Tweet, der vom Warner-Bros.-Team damals abgesetzt wurde, sachlich falsch. Im Gegenteil war geplant, alle Gewinne an die Familie von Forgey zu spenden. Zu dem fatalen Missverständnis kam es wohl durch die Gesetzeslage in machen Staaten, durch die Spenden-Aufrufe nicht ohne weiteres möglich sind. Warner Bros. entschied sich deshalb dazu, die Aktion nur in bestimmten US-Staaten als solche zu bewerben. Und weiter: „Hätten wir das konkrete Missverständnis erklärt, hätten wir damit gesetzliche Verpflichtungen triggern können oder gegen das Marketing-Recht in einigen der 241 Gebiete, in denen der Inhalt verfügbar war, verstoßen.“

Warner Bros. gibt in dem Tweet zu, dass der Verkauf des DLCs sicherlich nicht der beste Weg war, um Spenden zu sammeln. Genau deshalb hat sich der Publisher dazu entschlossen, den DLC ab sofort nicht mehr zum Kauf anzubieten. Hast du Forthog Orcslayer schon bestellt, bekommst du den Preis wieder zurückerstattet. Willst du das Geld trotzdem Forgeys Familie zukommen lassen, geht das fortan nur noch über ein eigens dafür eingerichtetes Spendenportal.

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Und keine Sorge: Forthog Orcslayer wird es trotzdem in Mittelerde: Schatten des Krieges geben. Den Charakter kannst du dir kostenlos herunterladen, besitzt du den zweiten Mittelerde-Teil. Mittelerde: Schatten des Krieges erscheint hierzulande am 10. Oktober 2017 für PC, PS4 und Xbox One.

Was sagst du zu der Stellungnahme von Warner Bros.? Meinst du, die Spendenaktion hat trotzdem Erfolg? Und wirst du dir Forthog Orcslayer holen?

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