Zum Spaß, nicht zum Lachen: Warum sind so wenig Spiele lustig?

Sebastian Moitzheim 8

Videospiele machen Spaß, aber sind selten lustig. Der Frage, warum das eigentlich so ist, will ich in diesem Artikel nachgehen – und nebenbei einen kleinen Überblick über die Geschichte von witzigen Videospielen  – von Adventures über Parodien bis Portal – geben.

Videospiele machen viele Dinge mit uns: Sie machen Spaß. Sie geben uns das triumphale Gefühl, eine Herausforderung bewältigt zu haben. Immer mehr berühren sie uns auch, rühren uns manchmal gar zu Tränen. Und hin und wieder bringen sie uns sogar zum Lachen.

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Letzteres passiert, auf die gesamte Spielegeschichte gerechnet, allerdings gar nicht so häufig. Klar, bei einem Abend mit Freunden und ein paar guten Couch-Multiplayer-Games wird viel gelacht. Aber im alltäglichen Singleplayer-Spielerlebnis? Da sind lustige Spiele eher die Ausnahme. Ich persönlich bin der Meinung, dass kaum ein Kunstwerk komplett ist ohne ein paar gute Gags, und habe mich deshalb auf einen Streifzug durch die Spielegeschichte begeben und einige der witzigsten Spiele zusammengetragen (natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit).

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Dabei will ich nicht nur darüber nachdenken, warum es eigentlich so verhältnismäßig wenige lustige Spiele gibt, sondern auch versuchen, eine etwas komplexere Frage beantworten: Wie sieht eigentlich ein Videospiel-eigener Humor aus – welche Möglichkeiten, lustig zu sein, haben nur Videospiele?

Wenn es diese Möglichkeiten denn gibt. Immer mehr Spiele experimentieren mit neuen Erzählformen, die originär für Videospiele sind. Spiele wie Gone Home, Journey, Braid oder aktuell Her Story und In Between erzählen ihre Geschichten (auch) über das Gameplay selbst, oft non-linear und mit einer – gedanklichen und spielerischen – Eigenleistung des Spielers.

Aber diese Spiele (so gut sie oft sind) sind nicht nur fast alle nicht lustig, sondern haben in weiten Teilen eine sehr ähnliche Grundstimmung: Melancholisch, in sich ruhend, vielleicht mit dem leisen Gefühl, dass hier etwas nicht stimmt. Geht es nicht auch anders? Muss sich ein Spiel, das die Erzählkonventionen von Videospielen aufbricht, immer gleich so ernst nehmen? Oder suche ich an einer ganz falschen Stelle nach der Zukunft von Humor in Videospielen?

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