Monster Hunter Generations Ultimate: Braucht sich nicht hinter Monster Hunter World zu verstecken

Daniel Kirschey 1

Monster Hunter hat nicht erst mit Monster Hunter World angefangen. Konsolen-Zocker schauen schon auf eine längere Tradition an Spielen mit viel zu großen Waffen und Monstern zurück. Jetzt ist Monster Hunter mit dem Ableger Generations Ultimate auch auf der Nintendo Switch angekommen. Wie spielt es sich?

Monster Hunter Generations Ultimate - Launch Trailer - Nintendo Switch.

Irgendwie hat sich Monster Hunter eine kleine Portable-Nische auf dem 3DS erschlossen. Monster Hunter World ließ dann jedoch diese Nische hinter sich und krachte auf allen aktuellen Konsolen und sogar auf dem PC ein. Kritiker und Spieler überschlugen sich mit Lobpreisungen. Einige fragten sich trotzdem, warum in Japan Monster Hunter XX Ultimate herauskommt, es den Sprung aber nicht in den Westen schafft. Nachdem die Aufregung verklungen ist, kündigte Capcom dann auch das Spiel unter dem Namen Monster Hunter Generations Ultimate für die Nintendo Switch an. Und so setzt das Spiel als aufgefrischte Version der 3DS-Fassung die Existenz mobiler Monster Hunter-Spiele fort. Lohnt sich das nach Monster Hunter World aber eigentlich noch?

Monster Hunter ist Monster Hunter

Eigentlich ist es wie immer – gerade wenn du schon die 3DS-Fassung gespielt hast – wenn nicht, schau mal in den Test dazu rein. Du kommst als unerfahrener Jäger in einem Dorf an, kriegst eine Hütte oder ein Zelt zugewiesen, Waffen bereitgestellt und ein Taschengeld ausbezahlt. Danach löst sich die Leitung des Spiels fast ins Nichts auf. Du willst ein Tutorial? Dann musst du dich schon selbst drum kümmern und es gezielt als Quest auswählen. Welche Waffe für dich die richtige ist? Probier sie doch einfach mal alle aus – und dann schau selbst.

Was manche heutzutage als Souls-typisches Vorgehen beschreiben würden, ist durch Monster Hunter schon viel älter und somit eigentlich ein Monster Hunter-typisches Vorgehen. Das Spiel hält die Klappe und lässt dich machen. Darin besteht auch der Reiz. Das verliert sich nicht mit der Switch-Version. Genauso wenig, wie es in Monster Hunter World vergangen wäre. Nach den ersten Schritten im Dorf beginnt der ewige Zyklus: Quest auswählen, Monster jagen, Zutaten sammeln, sich stetig im Kampf verbessern und wieder zurück im Dorf aus der Beute bessere Rüstung und Waffen hämmern. Ach so, zwischendurch wird immer wieder gemampft, damit du mehr Leben und Ausdauer für die jeweilige Quest zur Verfügung hast.

Eigentlich ist das schon alles. Es ist simpel, aber süchtig machend. Gut, natürlich sind die aus der 3DS-Version schon bekannten Hunter Arts wieder dabei. Inzwischen sind es sechs und nicht nur vier, denn der Mut-Stil und der Alchemie-Stil sind dazugekommen. Diese Künste finden sich nur in Generations, sind somit ziemlich neu und lassen dich deinen Spielstil personalisieren. An der eigentlichen Spielmechanik und am Spielfluss ändert sich jedoch nichts und das werden wohl alle Fans begrüßen. Der ewige Sog, das nächste Monster zu plätten, um eine noch bessere Rüstung und noch bessere Waffe zu bekommen ist da.

Schon im Vorgänger waren viele dicke Monster zu sehen:

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Monster Hunter 4 Ultimate: Die dicksten Monster in unserer Bilderstrecke.

Zudem bietet der überarbeitete Switch-Teil nun noch mehr Monster und die berüchtigten G-Ränge. Die sind noch schwieriger als die normalen hohen Ränge. Mehr Inhalt ist nie schlecht. Also, um es kurz zu machen: Ja, es lohnt sich. Denn am grundlegenden Spielprinzip ändert sich nichts, auch nicht im Vergleich zu Monster Hunter World. Doch durch die Switch ist das Spiel mobil und auf großem Fernseher genießbar. Capcom hat zudem Grafik und Texturen sinnvoll überarbeitet und aus der pixeligen und grieseligen 3DS-Grafik eine saubere und scharfe Sache gemacht.

Aufgemotzt und poliert

Schaust du auf Monster Hunter Generations Ultimate (langer Name, aber noch nicht so schlimm wie bei den ganzen Naruto-Spielen), lässt das Spiel nicht vermuten, dass es eigentlich ein 3DS-Spiel war. Zum einen sind die neuen Texturen scharf, bunt und ansehnlich – ohne dabei den Stil der 3DS-Version aus den Augen zu verlieren. Zum anderen lässt einem die schmalere Benutzeroberfläche mehr vom eigentlichen Spiel sehen und gibt trotzdem alle wichtigen Informationen auf einen Blick preis.

Monster Hunter Generations Ultimate Vergleich
Der größere Bildschirm der Switch und die 16:9-Ausrichtung bietet schlicht mehr Platz. Auf dem kleinen 3DS-Bildschirm mussten beispielsweise Lebensbalken  und Item-Kästchen größer ausfallen. Schau dir einfach mal die Vergleichsbilder an.

Fazit

Doch wie schlägt es sich jetzt – gerade im Vergleich zu Monster Hunter World? Es braucht sich nicht zu verstecken. Natürlich gehört Generations Ultimate zum „alten Schlage“ der Monster Hunter-Reihe. Wer mit Monster Hunter World angefangen hat, wird vom Switch-Spiel möglicherweise etwas abgeschreckt sein. Monster Hunter World bietet Komfortfunktionen, es ist polierter, eingängiger und greift dir mehr unter die Arme. Monster Hunter Generations Ultimate ist da um einiges archaischer. Doch wer sich darauf einlässt, bekommt genau dasselbe Spielgefühl präsentiert wie in Monster Hunter World. Im Kern sind sie gleich. Und mit der Switch-Version präsentiert Capcom auch nebenbei die beste portable Monster Hunter-Version, die es im Moment gibt.

Wird dir gefallen, wenn du Monster Hunter auf dem 3DS gezockt hast und auf lange Tutorials pfeifst.

Wird dir nicht gefallen, wenn du viele Tutorials brauchst und an die Hand genommen werden willst.

Monster Hunter Ultimate Generations ist am 28. August 2018 für Nintendo Switch erschienenDas ist exklusiv für Nintendos Konsole erschienen und wird wohl nicht für PS4, Xbox One oder PC herauskommen.

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