Deshalb spiele ich schon wieder jeden Tag Monster Hunter World [Kolumne]

Alexander Gehlsdorf

Ein ganzes Jahr hat Monster Hunter World inzwischen auf dem Buckel und dennoch fesselt mich das Spiel in letzter Zeit wieder täglich. Ob da Magie im Spiel ist?

In meinem Beruf ist es nicht unüblich, die meisten Spiele bereits nach ein oder zwei Wochen wieder beiseite zu legen. Schließlich wartet in der Regel immer schon der nächste Test, die nächste Vorschau, die nächste Themenwoche oder sogar dieses ominöse Privatleben auf meine Aufmerksamkeit.

Theoretisch hätte es auch Monster Hunter World so ergehen können, schließlich ist die Reihe vor ihrem PlayStation 4-Debüt praktisch komplett an mir vorbei gegangen. Zwar hat das Spiel in meinem Test trotz der katastrophalen Menüs einen großartigen Eindruck hinterlassen, wirklich geklickt hatte es damals allerdings bei mir noch nicht. Es sah ganz danach aus, als würde sich Monster Hunter World zu den übrigen Test-Mustern gesellen, für die ich angesichts der nächsten Artikel und Veröffentlichungen keine Zeit mehr haben werde. Und so war es anfangs auch.

Im August 2018 erschien Monster Hunter World auch auf dem PC:

Monster Hunter World: PC-Trailer zeigt schöne Grafik und Funktionen.

Und dann kam Aloy! Direkt zum Release des Spiels veröffentlichte Capcom ein Crossover-Event mit Horizon: Zero Dawn, in dem ich mir nicht nur eine niedliche Roboter-Rüstung für meinen Palico verdienen konnte, sondern auch den Bogen sowie das Aussehen von Rotschopf Aloy. Der Clou daran: Das Event war zeitlich begrenzt, wenn ich mir den Skin sichern wollte, dann also jetzt.

Lange konnte das ja nicht dauern, oder? Ein paar Quests, ein bisschen grinden und schwupps - schon hat die berüchtigte Loot-Spirale doch noch bei mir geklickt und auf einmal war ich Monster Hunter World-Fan.

Die niedlichen Palicos sind nur einer der vielen Gründe, Monster Hunter World zu lieben:

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Meow, Nyan und Miauz: 20 Katzen in Videospielen.

Der intensive Gelegenheitsspieler

Das ganze ist jetzt ein Jahr her und natürlich hatte ich auch seitdem immer wieder große Pausen und Abschnitte, in denen ich gar kein Monster Hunter gespielt habe. Seit einigen Wochen rotiert die Disc aber wieder täglich in meiner PlayStation 4.

Warum gerade jetzt, nach einem Jahr? Weil Capcom sich mit dem Fest der Dankbarkeit für ein Jahr Treue bei den Fans bedankt. Im Rahmen des Festes sind praktisch alle zeitlich begrenzten Events, die das Jahr über angeboten wurden, wieder aktiv. So auch die Quest, mit dem schicken Aloy-Skin.

Der perfekte Anlass also für mich, den intensiven Gelegenheitsspieler, der sich mehrere Monate gar nicht blicken lässt, nur um dann drei Wochen lang nichts anderes zu spielen. Dementsprechend hatte ich viele der besonderen Events verpasst und hatte jetzt die einmalige Gelegenheit, all das nachzuholen. Könnte es einen besseren Anlass geben, wieder mit Monster Hunter World anzufangen?

Einen besseren vielleicht nicht, aber einen zusätzlichen: Anfang des Monats startete das Witcher-Crossover, in dem Geralt von Riva die Welt von Monster Hunter World besucht. Ein tolles Event inklusive Nebenquests und einem brandneuen Boss – dem Waldschrat – der nicht nur einen Geralt-Skin sondern auch eine Reihe anderer, lohnenswerter Belohnungen verspricht.

Ein Blick auf das Witcher-Crossover-Event:

Monster Hunter World: The Witcher Crossover Event.

Grinden im Monster Hunter World: Wie verhext

Den wohl größten Einfluss auf mein Spielverhalten hatte aber wohl die zweite Teil des Witcher-Crossovers: Der Kampf gegen einen Uralten Waldschrat. Als Belohnung winkt diesmal eine komplette Ciri-Rüstung. Anfangs war mir das gar nicht so wichtig, ich bin auch heute noch mit meinem Aloy-Skin glücklich – bis ich die Stats des Sets gesehen habe, denn das Set ist perfekt für Doppelklingen und jetzt darf jeder dreimal raten, welche Waffe ich in Monster Hunter World spiele. Ich muss das Set also haben, schließlich verschwindet die Quest am 1. März 2019 bereits wieder.

Aber es gibt ein Problem: Um die Quest zu starten, muss ich mindestens Jägerrang 50 sein. Obwohl ich bereits im Endgame angekommen bin und mich tapfer den gehärteten Varianten diverser Monster in den Weg stelle, ist Jägerrang 50 noch einige Level-Ups entfernt. Noch. Schließlich grinde ich mich nicht umsonst jeden Abend durch Monster Hunter World und jeden Tag rückt Jägerrang 50 und damit das Doppelklingen-Set meiner Träume ein Stückchen näher. Knapp zwei Wochen habe ich ja noch. Drückt mir die Daumen!

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