Monster Hunter World: Bekenntnisse einer Spielejungfrau

Lisa Fleischer

Mit Monster Hunter World wird die Monsterhatz endlich einsteigerfreundlich. Ich als absolute Monster Hunter-Jungfrau habe mich an dem Spiel versucht – und Protokoll geführt.

Wie wir uns in Monster Hunter World geschlagen haben:

Monster Hunter World: Wir lernen Fallen kennen und fangen unser erstes Monster!

Monster Hunter steht für all das, womit ich in Spielen eigentlich nicht zurecht komme: Ein komplexes Level- und Skill-System, zahlreiche Spezifizierungsmöglichkeiten, ein schwer zu meisterndes Kampfsystem mit den unterschiedlichsten Waffentypen und tödliche Monster. Mit Monster Hunter World wird das Spielprinzip zwar nicht einfacher, dafür aber zugänglicher.

Und du kannst deinen eigenen Palico haben – ein Katzen-ähnlicher Begleiter, der dir nicht nur auf Schritt und Tritt folgt, sondern vor allem im Kampf eine echte Hilfe ist. Der niedliche Palico war für mich einer der Hauptgründe, Monster Hunter World anzufangen. Wie sich herausstellte, macht er das Spiel tatsächlich leichter. Doch von Anfang an.

So gut ist Monster Hunter World wirklich

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Die Charakter-Erstellung beginnt und ich weiß jetzt schon, dass dies für mich einen Großteil des Spiels ausmachen wird. Schon werde ich mit der ersten Frage konfrontiert. Will ich männlich oder weiblich sein? Hm … Hat beides seine Vor- und Nachteile …

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Es wird ein weiblicher Charakter, aber ich nehme mir vor, sie ein bisschen männlich aussehen zu lassen. Dann hätte ich quasi ein Zwischending. Mal sehen, ob das der Charakter-Editor hergibt.

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Mit dem Gesicht bin ich soweit zufrieden. Das macht wirklich Spaß! Ich will noch mehr Charaktere designen! Warum gibt es noch kein Spiel, das mich zahlreiche Charaktere designen lässt, nicht mehr und nicht weniger? Das wäre doch mal was, liebe Entwickler; macht das mal! Ich bin aber noch nicht fertig, jetzt folgen noch Make-Up und Charakter meiner Heldin. Mal sehen …

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Ich habe meinen Charakter! Und ich muss sagen, sie sieht mir kein bisschen ähnlich, aber sie gefällt mir. Ich fühle mich ein bisschen stolz.

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Weiter geht es im Charakter-Editor. Charakter-Editor: Das Spiel quasi. Ich designe jetzt meinen Palico. Und für den habe ich ganz besondere Vorstellungen: Er soll der süßeste Palico überhaupt werden – und optisch zu meinem Charakter passen. Na dann, lege ich mal los.

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Es ist gar nicht so leicht, einen Palico zu designen. An Menschen, Elfen und Trolle habe ich mich inzwischen gewöhnt, aber die Haare der Palicos verhalten sich ganz anders als menschliche Haare. Hm …

Sichere dir noch schnell die Horizon-Rüstung für deinen Palico

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Ich habe die perfekte Farbe für meinen Palico gefunden. Sie ist wirklich – verdammt, nicht bestätigt! Also alles noch einmal von vorne.

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So, Farbe steht wieder. Ich habe wirklich den süßesten Palico aller Zeiten!

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Mist, ich brauche auch noch einen Namen für meinen Palico. Für mich habe ich meinen Standard-Namen, aber für meinen Palico? Keine Ahnung …

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Es steht fest: Ich nenne ihn Gizmo!

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Nach etwas mehr als zwei Stunden fange ich also mit Monster Hunter World an. Ging doch recht flott, oder?

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Okay, mein Schiff ist gekentert, mein Palico konnte sich nicht mehr festhalten und ist über die Reling gefallen. Armer Gizmo. Und dabei habe ich doch so lange an ihm gebastelt. Wofür, Monster Hunter World, wofür nur?! Ich bin am Boden zerstört.

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Dafür habe ich eine neue Partnerin, die Wildexpertin. Sie ist ganz nett, kann meinen geliebten Gizmo aber nicht ersetzen. Trotzdem: Frauen-Power!

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Ich bemerke, dass ich seit einigen Minuten auf einem überdimensionalen Feuerdrachen herumgeklettert bin. Holy moly, ist der riesig! Zum Glück muss ich (noch) nicht gegen ihn kämpfen, ich habe ja noch nicht einmal eine Waffe!

Diesen Bestien begegnest du in Monster Hunter World:

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Monster Hunter World: Monster-Liste mit Schwächen und Taktiken für alle Feinde.

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Ich betrete zum ersten Mal die Neue Welt und begegne den ersten Monstern. Obwohl ich immer noch nicht kämpfen kann, verspüre ich jetzt schon Respekt vor ihnen. Das wird interessant.

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Ich komme im Lager an, das ganz schön viel zu bieten hat. Schon jetzt werde ich mit Tutorials bombardiert. Als ob ich mir das alles merken könnte!

Mir wird gesagt, dass mein Palico schon auf mich wartet. Gizmo lebt? Schlagartig wird Monster Hunter World für mich noch interessanter als es sowieso schon ist.

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Ich finde Gizmo in der Kantine. Ganz die Mama! Endlich kann ich den kleinen Kerl wieder in die Arme schließen. Habe ich schon erwähnt, dass er der süßeste Palico aller Zeiten ist?

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Endlich bekomme ich meine Waffe. Beziehungsweise soll ich sie mir aussuchen. Ich habe noch nicht einmal gekämpft, als wüsste ich, was gut für mich wäre! Ich entscheide mich für ein Langschwert. Erstens sieht es einfach cool aus, zweitens hat es drei Sterne bei Einsteigerfreundlichkeit. Im Kampf-Tutorial merke ich: Kämpfen ist einfach, Zielen nicht wirklich. Egal, das wird schon.

Finde heraus, welche Waffe am besten zu deinem Spielstil passt:

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Ich darf auf meine erste Quest! Aber zuerst schaue ich noch mal bei der Kantine vorbei und gönne Gizmo und mir ein stärkendes Mal. Darauf freue ich mich schon den ganzen Tag!

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Ich kämpfe gegen Jagras. Meine Klinge bewegt sich wendig, ich kann es sogar mit mehreren Jagras gleichzeitig aufnehmen. Im nu ist die Quest gemeistert. Ich bin unbesiegbar!

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Nachdem ich meine Waffe aufgewertet habe (ich habe keine Ahnung, was ich da gemacht habe, aber sie ist nun auf jeden Fall stärker!) und noch ein Mahl zu mir genommen habe, geht es auf zur nächsten Quest. Kann schon nicht so schwer sein!

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Kestodone sind wirklich Mistviecher! Immer wieder erwischt mich eines der männlichen Monster, meine Trank-Vorrat schrumpft im Minuten-Takt. Nach einiger Zeit finde ich dann eine Taktik, die mich fortan im Spiel begleiten soll: Das Wegrollen! Das macht zwar kein Schaden, aber wenigstens muss ich dadurch nicht allzu viel Schaden einstecken. Meine anfängliche Euphorie stellt sich schlagartig ein. Ich werde das Gefühl nicht los, dass mich diese widrige Welt eigentlich gar nicht haben will.

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Okay, die Kestodone sind besiegt. Durchatmen kann ich aber noch lange nicht. Ich begegne zum ersten Mal in meinem Leben einem Groß-Jagras. Was zur Hölle?! Ich habe gerade mal ein paar kleine Gegner besiegt und schon kommt so ein riesiges Vieh? Hätte ich mich doch nur länger im Übungsareal versucht.

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Das Groß-Jagras will und will einfach nicht draufgehen. Und noch viel schlimmer: Ich weiß absolut nicht, wie viel Schaden ich anrichte. Das 50-Minuten-Limit ist bald erreicht und zu allem Übel rennt mir das Monster ständig vor der Nase weg.

Zum Glück habe ich Gizmo. Der ist nicht nur super im Monster ablenken, sondern findet auch Kräuter, die mich sofort heilen. Ohne dich wäre ich verloren, Gizmo!

3:46

Ich habe gelernt, dass ich kleinere, giftige Monster als Fallen benutzen kann. Indem ich selbst in eines hinein gelaufen. Nun, und jetzt hänge ich hier. Zum Glück kommt Gizmo und stößt mich beherzt aus der Falle. Ich will nie wieder Spiele ohne Palicos spielen, wer die erfunden hat, gehört ausgezeichnet!

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3:51

Verdammte Axt, es ist vollbracht. Ich habe einen Groß-Jagras besiegt. Ich kann es kaum glauben. Ich bin euphorisch. Ich will mehr. Aber erst einmal brauche ich eine Pause. Ich speichere und mache die Konsole aus. Es ist richtig anstrengend, ein Monsterjäger zu sein. Aber dafür lohnt es sich auch. Monster Hunter World hat mich überzeugt: Komplex ist gar nicht so schlecht, lässt man sich erst einmal darauf ein.

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