Monster Hunter World: Wie mich ein Spiel an meine Grenzen brachte [Kolumne]

Kamila Zych 4

Es gibt Spiele, die spielst du, weil sie dich einfach gut fühlen lassen. Es gibt aber auch Spiele, die es lieben, dich leiden zu sehen. Sie treiben dich an deine Grenzen, weil du mit deiner Aufgabe, deinen Gegnern oder der Steuerung einfach nicht klar kommst. Genau so ein Spiel stellt für mich Monster Hunter World dar.

Warum? Dazu muss ich erst ein wenig ausholen: Ich bin ein wahrer Monster Hunter-Frischling, sodass ich mit dem neusten Ableger der Reihe ein komplett neues Terrain betreten habe. Und schon während der kostenlosen Beta war mir klar: Dieses Spiel wird definitiv nicht mein bester Freund. Vor allem mit der Steuerung hatte ich eine ganze Weile zu kämpfen.

Welchen Knopf muss ich drücken um anzugreifen? Wie kann ich einen Trank nehmen? Warum zur Hölle kann mein Charakter nicht springen?

Diese und weitere Fragen schwirrten mir regelmäßig durch den Kopf, während ich wie in einem Beat’em’Up wahllos auf Knöpfe drückte und dabei hoffte, dass das Biest vor mir endlich zu Boden fällt. Dieses Spiel nimmt dich nicht an die Hand, das wurde mir klar. Hier wirst du ins eiskalte Wasser geworfen und musst versuchen selbst an Land zu gelangen, das wiederum aus Lava besteht. Immerhin, eine Quest konnte ich erfolgreich abschließen – nach zahlreichen Fehlversuchen wohlgemerkt.

Auch mein Kollege Alex musste mit Monster Hunter World erst mal warm werden:

"Ich habe lange nicht mehr so geflucht bei einem Spiel!" - Unser Test-Fazit zu Monster Hunter World.

Aller Anfang ist schwer

… doch am Ende wird alles gut, nicht wahr? Ja, das dachte ich mir auch. Nach dem wackeligen Start zur Beta-Zeit, gab ich dem Spiel zum Release noch eine Chance. Und tatsächlich wurde ich nicht enttäuscht. Durch den szenischen Einstieg wurde ich in die fantastische Welt der Monster-Jäger entführt und im Verlauf des Spiels schrittweise an die Steuerung herangeführt – endlich fühlte ich mich halbwegs aufgehoben.

Die Insektenglefe wurde die Waffe meiner Wahl und ich war von mir selbst überrascht, wie leicht es mir fiel, mit ihr umzugehen. Egal ob Groß-Jagras, Barroth oder Tobi-Kadachi – jedes einzelne Monster bekämpfte ich ohne große Mühe und (fast) ohne Ohnmachten, dass es mir fast schon Angst machte und ich mich fragte: „Ist das wirklich alles?“

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Hochmut kommt vor dem Fall

… heißt ein Sprichwort, welches ich mir lieber verinnerlicht hätte, als mich an meinen Erfolgen aufzubauschen. Offenbar kann das Spiel nämlich Gedanken lesen und so bekam ich das, was ich verdient habe: Den Anjanath.

Dass dieses Monster eine größere Herausforderung wird, als die bisherigen, war mir durchaus bewusst. Doch ich dachte, dass mehr als kräftig zubeißen und auf mich drauftrampeln bei dem behaarten T-rex nicht drin ist. Falsch gedacht! Dieses Mistvieh hat Flügel und einen komischen Pilz auf der Nase, durch den es in der Lage ist Feuer zu spucken. Es dauerte es also nicht lange, bis ich drei mal in Folge ohnmächtig wurde und ohne Monsterbeute zurück ins Lager musste.

„Kann ja mal passieren“, dachte ich mir und startete sofort den nächsten Anlauf, bei dem ich erneut elendig versagte.

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