Mortal Kombat 11: Die Gewaltorgie geht weiter

Manuel Karner

Warner Bros. hat uns nach London zum Reveal-Event von Mortal Kombat 11 eingeladen, wo wir die Gelegenheit hatten das wohl brutalste Beat’em Up der Welt anzuspielen. Wir verraten euch jetzt, mit welchen Features Mortal Kombat 11 aufwartet!

Wer den Namen Mortal Kombat hört, der verbindet damit oftmals (und nicht zu Unrecht) literweise Blut, herausgerissene Organe und zertrümmerte Knochen. Mortal Kombat 11 ist da keine Ausnahme, versucht dabei aber auch erst gar nicht realistisch zu wirken, sondern stellt Gewalt gewollt sarkastisch und äußerst überspitzt dar. Also genau das, was die Fans des Prügelspiels erwarten – und noch mehr.

Zurück in die Vergangenheit

Wenn du schon den Story-Modus von Mortal Kombat X gemocht hast, dann darfst du dich freuen: In Mortal Kombat 11 knüpft die Geschichte direkt nach den Ereignissen seines Vorgängers an. Shinnok, seines Zeichens Elder God, ist Gefangener Raidens und wird nach einigen Foltermaßnahmen prompt vom Donnergott enthauptet. Dass kann den Bösewicht zwar nicht umbringen, allzu gesund wirkt er nach dieser Tortur aber auch nicht mehr.

Das kannst du von der Handlung in Mortal Kombat 11 erwarten.

Mortal Kombat 11 - Story-Prolog Trailer.

Dann steht die Zeit plötzlich still. Kronika, ein neuer Charakter im Mortal Kombat-Universum, erscheint auf der Bildfläche und stellt schnell klar, dass sie ihre Finger im Spiel hat. Was das alles zu bedeuten hat? Die Geschichte wird wohl nicht chronologisch fortlaufend erzählt, sondern spielt sich zeitweise auch in der Vergangenheit ab. Wie in Mortal Kombat X wirst du dabei die Kontrolle über unterschiedliche Charaktere übernehmen und einige Kämpfe mit ihnen auszutragen haben. Wie lange dich die Handlung genau fesseln wird, bleibt aber vorerst noch abzuwarten.

Abwechslung ist das A und O

Fest steht jedenfalls, dass der Story-Modus nicht die einzige Singleplayer-Alternative zum lokalen Einzelspielermodus darstellt, bei dem du übrigens Kämpfe gegen die Künstliche Intelligenz oder gegen einen Freund austragen kannst. Die berühmtberüchtigten Türme sind wieder mit von der Partie und versprechen vor allem eines: Abwechslung. Während du bei den klassischen Türmen eine unterschiedliche Anzahl von Gegnern zu bekämpfen hast, locken die Türme der Zeit durch zufällige Modifikationen mit unterschiedlichen Aufgaben.

Nach jedem abgeschlossenen Kampf erhältst du Belohnungen in Form von Koins. Manchmal winken aber auch andere Gegenstände, mit denen du einen der spielbaren Charaktere anpassen kannst – dazu gleich mehr. Willst du die Kombos und Spezialangriffe eines Kämpfers meistern, eignet sich dazu das Training, im Spiel „Lernen“ genannt, perfekt. Auf weitere Modi, wie das Turnier und den Online-Modus hatten wir im Laufe unserer Rund 30-minütigen Anspielzeit leider keinen Zugriff. Mindestens zwei weitere Spielvarianten hat Entwicklerstudio Netherrealm aber noch geplant. Ob sich darunter auch die von Fans heißersehnte Krypta verbirgt, in welcher sich üblicherweise allerlei Freischaltbares versteckt, wird sich allerspätestens zum voraussichtlichen Release am 23. April 2019 zeigen.

Kleider machen Leute

Völlig neu in Mortal Kombat 11 ist die Charakteranpassung, bei der du kosmetischen aber auch spielerischen Einfluss auf den Kämpfer deiner Wahl nehmen kannst. Bestimme Ausrüstungsgegenstände wie die Waffen und die Maske eines Charakters oder verpasse ihm ein völlig anderes Kostüm. Die Möglichkeiten sind hier nicht grenzenlos, bieten dir jedoch die Gelegenheit den Figuren mehr Einzigartigkeit zu verleihen. Außerdem halten die besagten Ausrüstungsgegenstände jeweils drei freie Slots bereit, die mit Verstärkungen belegt werden können und damit deine Chancen auf einen Sieg im Kampf erhöhen.

Zudem sind Kämpfer nicht länger auf drei verschiedene Kampfstile begrenzt, wie es noch beim Vorgänger Mortal Kombat X der Fall war. Stattdessen darfst du die freigespielten Special Moves und Fatalities jetzt selbst festlegen. Um die Figur nicht mit Spezialattacken zu überladen, bist du aber auf drei Platzkosten beschränkt.

Es geht ans Eingemachte!

Sieben der voraussichtlich 25 Recken konnten wir im Rahmen der Anspiel-Demo in London ausprobieren. Scorpion, Sub-Zero, Sonja Blade und Raiden durften bisher in keinem Mortal Kombat fehlen und sind daher auch in Mortal Kombat 11 vertreten. Skarlet und Baraka waren zuletzt in Mortal Kombat 9 spielbar und sind ebenfalls mit von der Partie. Ein Neuzugang wurde auch offenbart: Geras, der Herrscher über den Sand der Zeit. Nicht gerade flink wie eine Gazelle, dafür aber kräftig wie ein Bär greift er auf eine ganz eigene Palette von Spezialmanövern zurück. So donnert er seine Feinde gegen Sandwände, lässt sie im Boden versinken oder haut ihnen einen Sandhammer um die Ohren. Hier haben die kreativen Köpfe hinter Netherrealm Studios wieder ganze Arbeit geleistet.

Auch die Arenen gestalten sich wieder herrlich interaktiv. Mal kannst du einen herumliegenden Speer in der Brust deines Gegners versenken, mal die Rübe deines Widersachers an einem Kaktus reiben. Das sorgt nicht nur visuell für Erstaunen, sondern regt zeitweise auch zum Schmunzeln an. Der aus Mortal Kombat X bekannte „X-Ray“-Angriff ist ebenfalls wieder vertreten, nur dass er sich im neuen Ableger „Fatal Blow“ nennt und erst dann seinen Einsatz finden kann, wenn sich die Gesundheit eines Kämpfers dem Ende zuneigt. Wird die „Fatal Blow“-Attacke nicht geblockt, kannst du eine Folge von üblen Angriffen erwarten, die durch eine Röntgenperspektive Einsicht auf verursachte Verletzungen gewähren und schon durchs bloße Zusehen Schmerzen.

Vier spielinterne Balken am unteren Bildschirmrand sorgen zudem für zusätzliche Spieltiefe. Sind sie gefüllt, könnt ihr einen einzelnen Angriff verstärken oder einen Konter ausführen, um einen gegnerischen Kombo zu unterbrechen. Nach ihrem Gebrauch leert sich die entsprechende Leiste, füllt sich aber im Laufe des Kampfes wieder langsam auf.

In Punkto Kreativität lassen auch die berühmtberüchtigten Fatalities keinen Wunsch offen. Baraka gibt sich zum Beispiel nicht damit zufrieden das Gesicht seines Opfers im Zuge eines gewonnenen Kampfes einfach abzureißen. Stattdessen spießt er das Gehirn noch mit seiner Armklinge auf und knabbert daran – na dann, Mahlzeit! Sub-Zero friert seinen Gegner hingegen in einem Eisblock ein, schlägt ihm den Kopf mit einer Axt ab und lässt diesen dann in seinen Händen gefrieren.

Hier findest du alle bislang angekündigten Mortal Kombat 11-Kämpfer.

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Mortal Kombat 11: Alle Charaktere und wie ihr Frost freischalten könnt

Ein abschließender Faustschlag lässt das abgetrennte Haupt in dutzende kleine Eiswürfel zersplittern. Diese und viele weitere überspitzte Brutalitäten bekommst du in Mortal Kombat 11 am laufenden Band zu Gesicht. Ein Fest für jeden Gore-Fan! Mortal Kombat 11 erscheint voraussichtlich am 23. April 2019 für PC, PS4, Xbox One und Nintendo Switch. Wir sind gespannt!

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