Need for Speed: Darum wird es keine kostenpflichtigen DLC geben

Marco Schabel

DLC sind meist schlechter als ihr Ruf, insbesondere jene, die kostenpflichtig sind. Auch das jüngst erschienene Need for Speed wird einen Haufen an DLC bieten, allerdings ohne euch dafür Geld abzuknöpfen. Die Verantwortlichen haben auch angegeben, warum.

Need for Speed Launch Trailer.

Es hat etwas Schönes, wenn es Spiel nach dem Launch noch mit zusätzlichen Inhalten versorgt werden, und wir vielleicht noch mehr Story erleben können oder eine größere Auswahl an Items erhalten. Ja, DLC sind etwas Gutes. Auch wenn sie kostenpflichtig sind, kann es etwas gutes sein, denn die Entwickler müssen schließlich auch für ihre Arbeit bezahlt werden. Dass DLC dennoch einen denkbar schlechten Ruf genießen, ist vor allem EA, Activision und Capcom zu verdanken. Alle drei sind dafür bekannt, dass DLC ohne großen Mehrwert wie Sand in der Wüste zu horrenden Preisen verschleudert werden, das Inhalte aus dem Spiel herausgehalten wurden, um die als Extra zu verkaufen oder aber zukünftige DLC bereits auf der Disc mitzuliefern. Das jüngst erschienene Rennspiel Need for Speed wird aber auf jegliche bezahlte Extras verzichten. Und dafür gibt es einen guten Grund!

So hat sich das Need for Speed-Studio Ghost Games bereits mehrfach dazu geäußert, dass der Arcade-Racer, obwohl es ein EA-Spiel ist, weder kostenpflichtige DLC noch Mikrotransaktionen enthalten wird. Eine Ankündigung, die für Überraschung und Unglauben sorgte. Doch Creative Director Craig Sullivan steht zu dieser Aussage und liefert nicht nur gute Gründe für die Entscheidung, sondern auch ein Versprechen. Wie es heißt, wird Need for Speed definitiv zahlreichen Extra-Content, wie neue Autos erhalten. Und all dieser Content wird komplett kostenlos sein und es auch bleiben. Als Grund dafür wurde genannt, dass das Studio auf die Fans gehört habe. „Alles, was wir tun ist, uns darauf zu konzentrieren was die Fans wollen“, so Sullivan. „Die sagen nicht: Könnt ihr einen Haufen Zeug kreieren und uns dafür bezahlen lassen? Und weil sie das nicht sagen, tun wir das auch nicht. Ich weiß, dass die Leute uns das nicht glauben und sich sagen werden, dass wir in einer Woche oder ein paar Monaten diese Haltung ändern werden. Aber das wird nicht passieren. Der Plan ist, dass es keine Transaktionen für Need for Speed geben wird.

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Keine Garantie auf 10 Jahre für Need for Speed

Weiter betonte er noch einmal, dass aller zukünftiger Content – und das wird wie gesagt eine ganze Menge – komplett kostenlos sein wird. Die Auslieferung soll zudem schon bald beginnen. Aber warum nur verschenkt dieses EA-Studio die DLC? „Das ist das, was die Spieler verdienen“, heißt es dazu. Es gibt aber auch einen Dämpfer, den Sullivan kann nicht beschwören, dass das Spiel auch in Zukunft zu 100 Prozent kostenfrei bleiben wird. Es kann nicht mit absoluter Sicherheit gesagt werden, dass EA nicht doch irgendwann Mikrotransaktionen fordert. Im Moment gebe es aber absolut keine Pläne. Es wäre auch gar nicht möglich, einfach so ein solches System einzubauen, da Need for Speed gar keinen Store besitzt. Es müsse erst ein umfangreiches Makeover her, um diesen Umstand zu ändern. „Ich kann nicht 10 Jahre in die Zukunft blicken. Alles, was ich sagen kann, ist ganz ehrlich, mit der Hand auf dem Herzen, dass wir absolut keine Pläne haben, euch für zusätzlichen Content in Need for Speed zu belangen. Wir werden euch alles kostenlos geben.

Bleibt also abzuwarten, ob sich an diesem Umstand in den nächsten 10 Jahren etwas ändern wird. Need for Speed ist nicht das einzige aktuelle EA-Spiel, welches zumindest auf Mikrotransaktionen verzichten wird. Auch das kommende Star Wars Battlefront wird ohne auskommen, auch wenn es stattdessen kostenpflichtige DLC geben wird.

Das ist unser Test zu Need for Speed!*

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