6 Gründe, warum Ni No Kuni 2 die perfekte Fortsetzung werden könnte

Lisa Fleischer

Anstatt das alte Spiel zu kopieren und lediglich zu ergänzen, erzählt Ni No Kuni 2 die Geschichte von König Evan mit Hilfe ganz neuer Gameplay-Mechaniken. Eine der besten Fortsetzungen aller Zeiten?

Der Gameplay-Trailer gewährt dir einen kleinen Einblick in Ni No Kuni 2. Und dabei bietet das Spiel noch so viel mehr!

Ni No Kuni 2 - Revenant Kingdom - Evan's Choice Gameplay Reveal.

Während Ni No Kuni: Der Fluch der weißen Königin die Geschichte des Menschenjungen Oliver erzählte, der mit Feen-Großfürst Tröpfchen in die fantastische Welt Ni No Kuni reist, begleitest du in der Fortsetzung Ni No Kuni 2: Schicksal eines Königreichs ganz andere Charaktere. Sie leben zwar am selben Ort, die Geschichte setzt wie im ersten Teil im Königreich Katzbuckel ein; allerdings spielt sie in einer ganz anderen Zeit.

Ni No Kuni 2 erzählt deshalb auch nicht mehr von Oliver und seinen Freunden, sondern von Evan, der ganz eigene Probleme bewältigen muss. Als eigentlicher Thronerbe verliert er sein Königreich an einen bösen Mäuse-General. Im Verlauf des Spiels will er deshalb ein neues Königreich aufbauen, in dem alle für immer in Frieden leben sollen. Auch Tröpfchen wird ersetzt, begleitet wird Evan vielmehr von Mensch Robert, der kleinen Gestalt Lofty, der Luft-Piratin Tani und einigen weiteren Charakteren, die dir im Verlauf der Geschichte begegnen.

Ni No Kuni 2 bietet dir aber nicht nur eine ganz neue Geschichte. Um sie passend zu erzählen, haben sich die Entwickler ganz neue Mechaniken einfallen lassen. Welche das sind, davon konnten wir uns jetzt schon ein Bild machen. Sechs Veränderungen sind dabei hervor gestochen, die in besonderem Kontrast zum ersten Teil stehen.

1. Dein Ziel

Nach wie vor stellst du dich in Ni No Kuni dem Bösen entgegen und versuchst, wieder Frieden in die Welt einkehren zu lassen. Allerdings geschieht das dieses Mal nicht dadurch, dass du die gebrochenen Herzen der Menschen heilst. Wodurch genau diese Mechanik ersetzt wird, ist bislang noch nicht ganz klar, allem Anschein nach ist dein Hauptziel jetzt aber, Verbündete und Bewohner für dein neues Königreich zu finden.

Außerdem sind die schweren Gegner keine manifestierten Albträume mehr, sondern riesige Kingmaker, die alle über eigene Fähigkeiten verfügen. Und auch Magie spielt nicht mehr eine solch große Rolle wie im ersten Teil. Zwar gibt es auch in Ni No Kuni 2 Zaubersprüche, sie dienen aber vielmehr als Lösung von kleineren Rätseln.

2. Die Kämpfe

Wie der Vorgänger sieht Ni No Kuni 2 auf den ersten Blick wie ein klassisches JRPG aus. Läufst du auf der großen Karte in Gegner, wirst du in einen extra Kampf-Bereich gezogen. Anders als bei vielen sonstigen Vertretern des Genres laufen die Kämpfe aber nicht in Runden ab. So hast du in Ni No Kuni deine Charaktere per Befehl in Echtzeit gesteuert, der zweite Teil lässt dich alle Bewegungen direkt per Knopfdruck steuern, Spezialattacken aktivierst du über ein Menü, das du mit den Schultertasten anwählst.

Begegnest du Gegnern nicht in Top-Down-Sicht auf der großen Karte, sondern in einem abgeschlossenen Areal in Third-Person-Perspektive, ist der Übergang zum Kampf sogar fließend, du kannst also offensiv auf deine Gegner zugehen und den ersten Schlag machen oder aber du schleichst dich mit etwas Abstand an ihnen vorbei.

Fans von taktisch überlegten Zügen in Kämpfen gehen aber nicht leer aus. So gibt es neben dem klassischen Kampfsystem auch noch den Skirmish-Modus. In ihm legst du dir zuerst eine Taktik zurecht, erst dann geht es aufs Schlachtfeld. Während sich Evan und seine Freunde in den klassischen Kämpfen selbst die Hände schmutzig machen, kommandiert der König hier seine Soldaten.

So spielen sich die Skirmish-Kämpfe im Detail

Deine Aufgabe ist es, deine Einheiten so auszurichten, dass sie effektiv gegen die feindlichen Soldaten agieren können. Die Skirmish-Kämpfe sind, wie viele der anderen Kämpfe, zwar optional, um gegen spätere Angriffe zu bestehen, ist es aber sinnvoll, sie zum Leveln zu nutzen.

3. Dein Königreich

Ebenfalls neu ist der Kingdom Management-Modus. In ihm baust du dir, wie der Name schon verrät, dein eigenes Königreich auf. Während der Rest des Spiels eher JRPG ist, erinnern Skirmish- und Kingdom Management-Modus eher an Strategie-Spiele. So baust du in letzterem neue Gebäude, forschst an neuen Fähigkeiten und stellst Bewohner als Hilfskräfte ein. Umso mehr Gegenden du erforschst und Leute du kennenlernst, desto größer wird dein Königreich.

Der Modus ist zwar mehr oder weniger optional, allerdings beeinflusst jedes neue Gebäude, jede neue Hilfskraft den Rest des Spiels. Forschst du also an Rüstungen, hast du bald wesentlich höhere Verteidigungswerte, lässt du Magie erforschen, stehen dir neue Zaubersprüche zu Verfügung. Und so wertest du mit jedem neuen Gebäude nicht nur dein Königreich auf, sondern auch deine eigenen Fähigkeiten und deinen Beutel.

4. Deine Gehilfen

Standen dir in Ni No Kuni noch die Milites im Kampf zur Seite, die sich wie Pokémon entwickeln konnten, gibt es in der Fortsetzung stattdessen die Higgeldies. Diese kleinen Gestalten treten nur im Team auf und unterstützen dich mit unterschiedlichen Fähigkeiten passiv im Kampf. Um sie zu aktivieren, musst du in ihre Mitte treten und ihre Fähigkeit per Knopfdruck auslösen. Ansonsten agieren sie aber selbstständig, du kannst dich also hauptsächlich auf deinen eigenen Kampfstil fokussieren.

5. Die Map

An der Map haben sich nur kleine Details geändert, die erleichtern jedoch die Navigation ungemein. So werden nicht mehr nur friedliche NPCs, mit denen du dich unterhalten kannst, auf der Mini-Map angezeigt, auch Gegner sind dort verzeichnet. Außerdem ist die Schnellreise leichter zu finden. War sie in Ni No Kuni: Der Fluch der weißen Königin noch im Magie-Menü versteckt, kannst du sie in Ni No Kuni 2 direkt über die Karte anwählen.

Nicht nur zu anderen Königreichen kannst du so in wenigen Sekunden reisen, auch innerhalb dieser hast du die Möglichkeit, zwischen verschiedenen zentralen Plätzen zu wählen, hast du diese schon entdeckt. Das könnte im Umkehrschluss bedeutet, dass Ni No Kuni 2 wesentlich größer ist als der erste Teil – der dir schon knapp 100 Stunden Spielzeit bietet, verfolgst du alle Quests. Das deutete auch schon Level-5-Gründer Akihiro Hino in einem Interview 2016 hin.

6. Der Stil

Im selben Interview versprach Hino, dass Ni No Kuni 2 eine klarere Linie aufweisen soll als der erste Teil, der aussah, als wäre er für Kinder gemacht, allerdings Themen behandelte, die vor allem für Erwachsene bestimmt waren. Das zeigt die Fortsetzung schon im Menü. Während dieses im ersten Teil durchspickt von Mini-Spielen war, erinnert das neue Menü an Final Fantasy, wirkt also deutlich erwachsener.

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Der Stil ist jedoch nicht nur in dieser Hinsicht klarer. So wird im Spiel nicht mehr zwischen Studio Ghibli-ähnlichen Cutscenes in 2D und einem Gameplay in 3D gewechselt, vielmehr ist das ganze Spiel in realistischer Grafik gehalten. Alleine die Charaktere wirken wie aus einem Anime, allerdings wirken sie keineswegs fehl am Platz, sondern fügen sich passend in die sonstige Umgebung ein.

Unser Vorschau-Fazit zu Ni No Kuni 2: Schicksal eines Königreichs

Heraus kommt dabei ein Spiel, das zwar weniger wie ein Studio Ghibli-Film aussieht, dafür aber denselben Charme versprüht. Durch die unterschiedlichen Kampf- und Strategie-Modi kommt zu keiner Zeit Langeweile auf, auch nach fünf Spielstunden lerne ich immer noch Neues dazu. Das macht Hoffnung, dass auch das fertige Spiel über zahlreiche Stunden hinweg motiviert.

Die phänomenale Arbeit von Studio Ghibli wird auch von anderen Spielen gefeiert:

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Studio Ghibli: So ehren Videospiele und Fans die Anime-Schmiede.

Dazu kommen die sympathischen Charaktere, die trotz ihrer fantastischen Art durch und durch menschlich wirken, Königreiche, die so verschieden sind, dass du sie alle erkunden willst und eine Geschichte, von der bislang noch nicht allzu viel bekannt ist und die trotzdem Neugierig auf mehr macht. Wenn Ni No Kuni 2 diese hohe Qualität auch in der finalen Version halten kann, dann hat es eine realistische Chance darauf, eines der besten Spiele des Jahres 2018 zu werden.

Wie gefällt dir Ni No Kuni 2: Schicksal eines Königreichs bislang? Auf welche der neuen Gameplay-Mechaniken freust du dich schon am meisten?

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