Nippon Nation: Darker Than Black Review - Powered by Pizza Hut

Annika Schumann 6

Ihr habt gewählt und deshalb habe ich mir Darker Than Black angesehen - einen Anime, der mich bislang in keiner Weise interessiert hat. Ob er mir dennoch gefallen hat, erfahrt ihr in dieser Ausgabe von Nippon Nation.

Darker Than Black - Interessantes Grundkonzept

Die Grundpremisse von Darker Than Black klingt zunächst sehr interessant und neu. Durch zwei seltsame Zwischenfälle ist in der Welt der Serie, die unserer nachempfunden ist, zum einen das sogenannte Heaven’s Gate in Südamerika und das Hell’s Gate in Japan erschienen. Durch diese ist der echte Sternenhimmel und der Mond nicht mehr sichtbar, dafür aber ein neuer Himmel, bei dem jeder Stern einen Contractor repräsentiert. Wenn ein Contractor stirbt, fällt auch sein Stern. Doch was sind Contractor? Contractor sind Personen, die nach dem Auftauchen der Gates bestimmte Fähigkeiten erhalten haben. Dies kann die Manipulation von Elektrizität, Gravitation oder Klangwellen sein. Es gibt unterschiedliche Kräfte, aber jeder Contractor muss sich an eine, für alle geltende Regel halten. Nachdem die Kräfte eingesetzt wurden, muss das sogenannte Contract Payment vollrichtet werden, da sie ansonsten sterben. Auch diese Bezahlung ist von Contractor zu Contractor unterschiedlich. Einige müssen unbedingt eine rauchen, andere sofort einen Mann küssen.

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Neben den Contractor gibt es die Dolls und Moratorien. Dolls sind nicht mehr in der Lage, Gefühle zu empfinden oder auf eigene Faust zu handeln und führen schlicht Befehle aus, die ihnen gegeben werden. Moratorien sind Contractor, die allerdings nichts davon wissen und ihre Kräfte unbewusst einsetzen. Aus Moratorien wird häufig eine Doll. Dadurch, dass ein Großteil der Menschheit in eine der Kategorien verwandelt wurde, ist das Gleichgewicht der Welt aus den Fugen geraten und jedes Land verdächtigt eine andere Nation, zu spionieren oder Anschläge zu planen. Daher spielen vor allem Geheimdienste wie der MI6, die CIA oder einzelne Gruppen wie das Syndikat, dem Protagonist Hei angehört, eine wichtige Rolle.
Hei ist ebenfalls ein Contractor und erledigt für das Syndikat Auftragsmorde, gemeinsam mit einer Doll namens Yin und weiteren Verbündeten.

Darker than black opening.

Fehlende Atmosphäre, dafür aber reichlich Product Placement

Wie bereits gesagt. Die Grundidee der Serie ist wirklich sehr interessant und gut - nur der Rest leider nicht. Das, was mir bei Darker Than Black am meisten aufgefallen ist, ist nicht etwa die Story, die Atmosphäre oder die Charaktere. Nein, das, was am prominentesten war, war definitiv die Pizza Hut-Werbung, die gefühlt in jeder zweiten Szene irgendwo an einem Gebäude oder in der U-Bahn zu sehen war. Das wäre nicht weiter schlimm gewesen - wenn Darker Than Black mit den anderen, genannten Dingen hätte überzeugen können. Doch ich habe selten einen Anime erlebt, der mir so wenig Atmosphäre vermittelt hat, wie Darker Than Black. Dem Titel nach zu urteilen, hatte ich einen wirklich sehr düsteren Anime erwartet. Die Grundsituation mag auch so sein - doch die Darstellung und die Farben sind alles andere als das. Sie sind nicht düster, aber auch nicht zu hell; oder überhaupt irgendetwas. Sie sind einfach nur trist und langweilig. Kampfszenen sind zwar immer wieder vertreten, aber meistens dauern diese nicht sehr lange und keine davon ist mir besonders im Gedächtnis geblieben.

Auch die Charaktere konnten mich kein bisschen in ihren Bann ziehen. Nur über die Auftritte des schrulligen Detektivs Gai Kurasawa habe ich mich gefreut, da er nicht so gewollt melancholisch daherkam und etwas Abwechslung in die triste Geschichte gebracht hat. Alle anderen Figuren waren mir viel zu blass. Zwar war die Hintergrundgeschichte von Yin recht emotional, aber dennoch waren sie und Protagonist Hei keine besonders spannenden Träger der Serie. Vielleicht sollte sie eine mysteriöse, geheimnisvolle Aura umfangen. Davon habe ich jedoch nichts mitbekommen und sie waren mir alle nicht einmal unsympathisch, sondern schlicht und ergreifend komplett egal.

Fazit:

So etwas, bezüglich der Charaktere, habe ich wirklich selten bei einer Serie erlebt und es tut mir für diejenigen leid, die hier eine positive Review erwartet haben - aber ich bin ehrlich und möchte euch meine wahren Gedanken zum Anime mitteilen. Sorry, aber Darker Than Black hat mir einfach so gar nichts gegeben. Die Ausgangssituation ist sehr interessant - der Rest jedoch hat bei mir keinerlei Spannung oder gar irgendein Interesse wecken können. Die 26 Folgen zogen sich allesamt extrem in die Länge, nur zwei bis drei Folgen haben es wirklich geschafft, dass ich dem Geschehen aufrichtig interessiert gefolgt bin. Meine Empfehlung ist, dass ihr euch ein paar Folgen anseht und wenn ihr dann bereits merkt, dass es nicht ganz eurem Geschmack entspricht, braucht ihr euch die anderen Folgen gar nicht erst anzutun - weil sich nicht viel ändern wird.

Darker Than Black besitzt 26 Folgen á 24 Minuten. Die Serie kann momentan kostenfrei unter diesem Link bei Myvideo angesehen werden.

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Unter dem Titel “Nippon Nation“ werde ich euch von nun an Artikel und Specials rund um das Thema Anime, Manga und Japan präsentieren. 

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