No Man's Sky: Entwicklern könnte erneuter Rechtsstreit drohen

Lisa Fleischer 7

Eine niederländische Firma beklagt, für No Man’s Sky sei unerlaubt eines ihrer Produkte verwendet worden. Sollte das Unternehmen recht behalten, könnte sich um das Weltraum-Abenteuer erneut ein Rechtsstreit entwickeln – und sich so der Release-Termin nochmals verzögern.

No Man's Sky – Fight Trailer PS4.

Es ist doch wirklich der Wurm drin bei No Man’s Sky: Im Juni erst hatten die Entwickler von Hello Games bekannt gegeben, einen geheimen Rechtsstreit gegen Sky gewonnen zu haben. Der Pay-TV-Anbieter hatte die Entwickler aufgrund des Wortes „Sky“ in dem Titel ihres umfangreichen Weltraum-Abenteuers verklagt. Nun droht schon wieder ein Rechtsstreit, der den Release-Termin von No Man’s Sky beeinflussen könnte.

Die niederländische Seite De Telegraaf Online berichtete über die Firma Genicap, die ein Patent auf die „Superformula“ hat, die in No Man’s Sky verwendet wurde, um die Planeten im Spiel trotz prozeduraler Generierung durchwegs individuell aussehen zu lassen. Man habe weder jemals etwas von Hello Games gehört, noch ihnen erlaubt, die Formel zu verwenden. „Wir wollen den Launch nicht stoppen, aber wenn die Formel benutzt wurde, müssen wir miteinander sprechen“, so Jeroen Sparrow von Genicap gegenüber De Telegraaf.

No_Mans_Sky_ResourceLab

Die Information, dass No Man’s Sky die „Superformula“ von Genicap benutzt, stammt übrigens aus einem Artikel auf Business Insider UK, der im Juni erschienen ist. Darin wird beschrieben, wie die „Superformula“ die Landschaften in No Man’s Sky beeinflusst hat: „Die Dinge, die keine natürliche Variation hatten, nahmen auf einmal variierende, aber nicht unmögliche Formen an. Es war, was sie (die Entwickler) brauchten, oder zumindest ein wesentlicher Teil davon.“

Warum wir uns über Verschiebungen nicht aufregen sollten

Aber selbst wenn das Studio Hello Games die „Superformula“ tatsächlich unerlaubt benutzt hat, ist noch nicht klar, ob Genicap die Entwickler auch wirklich verklagen werden, geschweige denn sie mit ihrem Anliegen Erfolg haben. Sparrow selbst äußerte nur, dass es für das Unternehmen toll wäre, wenn ein Austausch mit Hello Games zu Stande kommen würde. Man sei momentan selbst an der Entwicklung eines Spiels auf Basis der „Superformula“. „Wir haben sie schon kontaktiert, aber bislang keine Antwort erhalten“, so Sparrow. Weder Sony noch Hello Games haben sich bisher zu den Vorwürfen geäußert.

Geplant ist der Release von No Man’s Sky für den 10. August. Das Weltraum-Abenteuer soll für die PlayStation 4 und den PC erscheinen.

Was sagt ihr zu den Vorwürfen von Genicap? Würdet ihr eine weitere Verschiebung von No Man’s Sky verkraften?

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Quelle: VG 24/7

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