No Man’s Sky: Selbst Sony übt Kritik an Entwickler Hello Games

Marco Schabel 2

Das Weltraumspiel No Man’s Sky hat bei Spielern und Kritikern für viel Frust gesorgt, nicht zuletzt aufgrund falscher Versprechungen. Selbst Sonys Shuhei Yoshida ist mit Hello Games Werbestrategie nicht glücklich.

No Man's Sky – Launch Trailer PS4.

Das Indie-Entwicklerstudio Hello Games hat im August das zuvor lange erwartete und extrem gehypte No Man’s Sky veröffentlicht und damit den Grundstein für viel Frust gelegt. Abgesehen von diversen Fehlern fehlten vor allem zuvor versprochene Multiplayer und andere Funktionen. Dabei handelte es sich nicht einmal um falsch verstandene Aussagen, sondern tatsächliche Ankündigungen. Sean Murray, seines Zeichens Chef von Hello Games, wurde zum Beispiel mehrfach explizit danach gefragt, ob No Man’s Sky einen Online-Multiplayer bieten wird und Du anderen Spielern begegnen kannst, was dieser stets mit einem Ja beantwortete. Das Ergebnis waren frustrierte Spieler, die ihr Geld zurück verlangten und voll des Tadels für die Entwickler waren. Partner in der Entwicklung war Konsolenhersteller Sony. Wie deren Worldwide Studios Präsident Shuhei Yoshida in einem aktuellen Interview zu verstehen gibt, kann auch er die Kritik der Spieler gut nachvollziehen.

No Man's Sky ist langweilig – und das, was die Science-Fiction braucht

Der leitende Sony-Mann gibt dabei zu verstehen, dass vor allem die Werbearbeit von Hello Games fragwürdig war. Sean Murray habe Features versprochen und dabei den Eindruck erweckt, dass diese vom ersten Tag an zur Verfügung stehen werden – es seien unrealistische Erwartungen geschürt worden. Dies sei keine großartige PR-Strategie gewesen, sei aber auch dem Fakt geschuldet, dass bei Hello Games keine PR-Berater geholfen hätten. Yoshida betonte aber auch, dass er selbst großen Spaß mit No Man’s Sky hatte und die versprochenen neuen Spielinhalte kaum abwarten könne. Das gelte natürlich nicht für alle Spieler, denn viele hätten bei Sony ihr Geld zurückgefordert, was insbesondere in Australien mit dem Argument abgelehnt wurde, dass alle versprochenen Day One-Inhalte auch geliefert wurden. Sonys Image habe dies aber Yoshidas Meinung nach nicht geschadet. Er selbst sei jedenfalls mit dem Spiel und dessen Verkaufszahlen zufrieden.

No Man’s Sky erschien erstmals am 10. August für die PlayStation 4 und den PC. Zu den Funktionen, die angekündigt, bislang aber nicht geliefert wurden, gehören die Planeten-Physik, ein tiefer gehendes Handelssystem, tatsächlicher End-Game-Content, große Weltraumschlachten und der bereits erwähnte Online-Multiplayer.

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Quelle: Eurogamer

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