No Man's Sky-Spieler suchen monatelang schwarze Löcher

Marina Hänsel 4

NASA hat bis jetzt ein schwarzes Loch fotografiert. Die No Man’s Sky-Community zählt hingegen bereits über 3000 schwarze Löcher, steigend. Um jedes einzelne schwarze Loch im Universum zu kartographieren, haben sich etliche Spieler zusammengetan – mit dem Ziel, einen Highway durch das All für jeden zugänglich zu machen.

Was passiert, wenn du deine kleine Raumschiff-Buchte in ein schwarzes Loch steuerst? Während Interstellar die Zeit krümmt und zulässt, dass du über ein schwarzes Loch in deine eigene Vergangenheit linst, ist No Man’s Sky einfacher gestrickt: Hier funktioniert ein schwarzes Loch ähnlich wie ein Wurmloch und katapultiert dich durch das Universum an einen weit, weit entfernten Ort.

Was gar nicht so schlecht ist.

Denn Reisen in No Man’s Sky ist mühselig, allein, da du stets den erforderlichen Treibstoff aufstocken musst und so keineswegs nach Gutdünken in entfernte Galaxien springen kannst. Deswegen wäre ein schneller Highway durch den Weltraum fabelhaft – und deswegen kartographieren gerade etliche Spieler schwarze Löcher im No Man’s Sky-Universum, sammeln die Daten und erstellen damit eine Karte.

Eine Karte, mit deren Hilfe du sehr sehr viel schneller durch das riesige Spiel reisen können sollst, als bisher.

Redditor Huskerbsg erklärt in einem Beitrag, was der genaue Plan ist:

Während wir diese Daten gesammelt haben, sind wir darauf gekommen, dass wir mehrere Eingänge und Ausgänge von schwarzen Löchern aneinanderketten können – so, dass wir so wenig unseren Warp benutzen müssen, wie möglich. Und je mehr Daten wir sammeln, desto effizienten wird die Kette aus schwarzen Löchern.

Ein Highway durch das Universum – und das mit schwarzen Löchern, zusätzlich zu jenen Stargate-ähnlichen Toren, die es bereits in No Man’s Sky gibt. Schwarze Löcher brauchen immerhin keine Glyphen, wie es die Portale benötigen. Du musst die Naturphänomene nur finden und durchspringen – was mit einer zuverlässigen Karte sehr viel mehr Sinn ergeben wird, als bisher. Und Teile der Karte existieren bereits, sowie eine Anleitung zum Springen durch jene schwarzen Löcher.

Was die NMS-Community hier versucht, ist eine mühselige, komplexe Aufgabe, die etliche Spieler gemeinsam auf sich nehmen: Unter dem Banner des „Black Hole Suns Projects“ erforschen sie seit Monaten den beinahe unendlichen Weltraum des zufallsgenerierten Spiels, einzig auf der Suche nach den begehrten Sprungmarken. Über 3000 haben sie bisher gefunden und erfolgreich kartographiert, etwas mehr als 1200 auf PC und Xbox (hier stimmen die Maps im Spiel überein) und knapp 2000 auf der PS4 (hier führen die schwarzen Löcher unglücklicherweise an andere Orte, als auf dem PC – was eine doppelte Kartographierung nötig macht).

EXTERMINATE:

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No Man's Sky: Die beeindruckendsten Basen und Architekturen – mit und ohne Mods.

Das Projekt ist derart ambitioniert, dass sich die Spieler bereits ein eigenes Reddit zum Thema schwarze Löcher in NMS gebastelt haben. Eine interaktive Karte soll folgen, auf der du einzig deinen Start- und deinen Endpunkt festlegst, ehe dir im Google Maps-Prinzip die Verbindungen und Zwischenstationen angezeigt werden. Per Raumschiff mal eben so 25 000 Lichtjahre zurücklegen? Klar, steig einfach im Uuguyn-, Lijini- und Yujiali-Quadranten um (wer hat sich diese Namen ausgedacht?!), dann brauchst du kaum mehr als 20 Minuten. Nett.

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