No Man's Sky: Gerettet oder immer noch für die Tonne? So spielt sich das neue Universum

Daniel Kirschey 1

No Man’s Sky Next ist da. Wie spielt sich das Science Fiction-Abenteuer jetzt? Mit einer Truppe an Redakteuren haben wir das gleich ausprobiert und hier bekommst du das reine Spielgefühl, um die Ohren gesemmelt.

No Man’s Sky - NEXT Trailer | PS4.

„Die haben uns betrogen und belogen! Was soll die Scheiße, das ist nicht das Spiel, was sie uns versprochen haben. Ich will mein Geld zurück!“ So oder so ähnlich – meist weniger artikuliert als in diesem Beispiel – hallte es 2016 nach Veröffentlichung von No Man’s Sky durch die Internet-Landschaft. Ich war damals nicht gehypt, also bin ich damals mit meinem Raumschiff auch nicht so tief gestürzt. Doch nach etwa acht Stunden war mein Ausflug in die Weite des zufällig-generierten Alls vorbei. Eigentlich wenig für so ein Spiel wie No Man’s Sky. Gestern wanderte die Disc wieder in die PlayStation 4.

Die größte Neuerung ist wohl der Multiplayer-Teil, der mit dem Update Next ins Spiel eingefügt wurde. Dabei bleibt es jedoch nicht. Hello Games hat so viel an dem Spiel herumgebastelt, dass man eigentlich von No Man’s Sky 2 sprechen könnte. Einige böse Zungen würden vielleicht sogar behaupten, dass die Content-Updates für No Man’s Sky, das Spiel mehr verändert haben, als der zweite Teil von Destiny am Spielprinzip und Inhalt des ersten. Wer sich im Faktenmeer treiben lassen will, der schaut sich die Patch-Notes an. Kommen wir zum Spielgefühl.

Also, wie es spielt es sich? Die Disc beginnt zu rotieren. No Man’s Sky lädt und statt einfach ein neues Spiel zu starten, trete ich einem anderen Spiel bei. Eine Gruppe aus GIGA GAMES-, Gamona- und spieletipps-Redakteuren hat sich versammelt, um ins neue Universum zu stürmen. Mit dabei sind Erster Offizier, Marina von Gamona und der schweigsame Kapitän, Marco von spieletipps, dessen Befehle Marina und ich nur erraten können. Natürlich treibe ich auch noch als Reinkarnation von Q mein Unwesen mit den beiden. Leider müssen wir zuerst in drei kleinen Enterprises herumdüsen.

Statt direkt neben dem Schiff aufzuwachen, findet sich jeder von und an einem anderen Ort auf dem Planeten wieder. Doch zum Glück sind wir auf dem gleichen. Lange können wir es ohne die Schiffe jedoch nicht aushalten, denn auf Todeskralle – wie Nummer Eins den Planeten getauft hat – herrschen Strahlung und Toxine über die gebrechlichen, fremden Körper. Immer noch in die Welt hineingeworfen, bekommen wir nun aber Anhaltspunkte vom Spiel, was es zu tun gibt. Erstmal zu den Raumschiffen, die in einiger Entfernung auf uns warten. Der Planet, auch wenn wenig belebt, sieht trotzdem lebendiger aus. Auch die Grafik und Weitsicht hat sich verbessert.

Eine weitere Neuerung: Der rote Faden, der transparent schimmernd schon 2016 vorhanden war, zieht sich nun kräftig und deutlich durch die ersten Stunden. Raumschiff reparieren, ins All fliegen, einen anderen Planeten aufsuchen. Eigentlich ist alles grob bekannt. Irgendwann müssen die anderen und ich dann wohl noch Antimaterie herstellen, um zu anderen Sonnensystemen fliegen zu können. Der Weg scheint sich deutlicher, aber sehr ähnlich vor den eigenen Augen abzuzeichnen. „Kenn ich ja noch von früher“, denke ich.

Nö, doch nicht. Etwa eine Stunde später, buddeln wir auf Madouc, dem zweiten Planeten, ein Loch in den Berg, um unsere Basis in einer Höhle sicher vor Zugriffen zu schützen. Sogenannte Obsolete Technik tauschen wir am Blueprint-Analysator gegen neue Pläne für Möbel, Teleportstation und Speicherpunkte. Die Teleportstationen sind kleine Stargates mit waberndem Ereignishorizont. Dem Ersten Offizier entfleucht ein Seufzer. Da scheint ein Traum wahr geworden zu sein. Die Stille des Kapitäns verrät uns jedoch, was als nächstes zu tun ist. Und so werkeln und craften und sammeln und laufen wir auf Madouc herum und irgendwie fühlt es sich ein bisschen wie die ersten Momente in Minecraft oder Terraria an, ohne, dass alles aus Blöcken ist.

No Man's Sky: Basenbau.

Die Basis zu bauen, gehört zum roten Faden, den das Spiel vorgibt. Wir sind also nicht vom Weg abgekommen. Nein, No Man’s Sky schafft es 2018 endlich die Spieler so gekonnt auf einen Weg zu führen und trotzdem das Gefühl zu vermitteln, das Alles möglich ist. Denn noch buddeln wir in der Kruste eines Planeten herum, den zweiten den wir entdeckt haben – aber da ist ja noch so viel mehr. Frachter, Aliens, Raumstationen, der Atlas, der Kern des Weltalls.

Auch wenn wir erst rund drei Stunden mit No Man’s Sky zugebracht haben, ist ersichtlich, wie viel sich getan hat. Ob es sich lohnt, nochmal oder das erste Mal in das Universum von Hello Games hineinzuschnuppern? Ja, auf jeden Fall. Denn mit Next liefert der Entwickler endlich das Spiel ab, dass sie 2016 eigentlich versprochen hatten.

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15 Ideen aus Science-Fiction-Welten, die inzwischen Realität sind.

Hast du das Next-Update von No Man’s Sky schon angespielt? Dann schreib uns doch einfach mal deine Erfahrung mit dem Update und mit No Man’s Sky in die Kommentare und berichte, welche Planeten und Tiere du entdeckt hast. Einige von den Viechern, die so auf den Planeten herumlaufen, sehen ganz schön verrückt aus.

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