No Man's Sky Online kommt, und es sollte besser (!) diese Wünsche erfüllen

Marina Hänsel

No Man’s Sky Online kommt! Was das ist? Keine Ahnung, aber es soll „radikal neu“ sein und – offensichtlich – einen wie auch immer gearteten Online-Modus bieten. Allzu bald werden wir sicherlich mehr wissen, aber bis dahin bleibt ein wenig Zeit, um zu träumen. Von Menschen-Kugeln und Weltraumwalen.

Das nächste No Man’s Sky-Update schwebt bewegungslos über unserem Planeten, bereit zur Landung. Im Sommer soll No Man’s Sky Beyond online gehen, wie Entwickler Hello Games vor einigen Tagen in einer typisch mystischen und wagen Ankündigung erklärte. Beyond verbindet drei große Updates, die zunächst einzeln geplant waren – und eines davon wird No Man’s Sky Online sein. Das flüstern uns die Entwickler dazu:

No Man’s Sky Online beinhaltet eine radikal neue Sozial- und Multiplayer-Erfahrung, die Spieler von überall dazu bemächtigt, sich im Universum zu treffen und zusammen zu spielen. Während das Spieler auf völlig neue Art zusammenbringt, und einige erkennbare Online-Elemente mit sich bringt, ist und bleibt No Man’s Sky für uns kein MMO – es wird keine Subscriptions geben, keine Mikrotransaktionen und es wird kostenlos für alle Spieler sein.

Das ist natürlich alles schön und gut, aber was genau ist No Man’s Sky Online? Wir sollten vielleicht nicht zu tief in den Hype hineinspähen, da er ansonsten auch in uns hineinklettert und uns von innen vergiften könnte. Aber! Schon mit den vergangen Updates schaffte Hello Games es, No Man’s Sky Schritt für Schritt in ein besseres Spiel zu wandeln. Und ich glaube daran, dass Beyond weiterhin den selben Weg beschreitet.

Erinnerst du dich an NEXT? Es war eines der letzten größeren Updates, und es veränderte No Man’s Sky auf wundervolle Weise:

No Man’s Sky - NEXT Trailer | PS4.

Was also kann eine radikal neue Sozial- und Multiplayer-Erfahrung sein? (Kojima schaut über meine Schulter und flüstert lächelnd, „Death Stranding“, ehe er wieder im Schatten verschwindet.) Welche weiteren Inhalte verbergen sich in Beyond? Einige der folgenden Wünsche hat die Community von No Man’s Sky schon länger geäußert, andere wären eben einfach wundervoll.

Alle Spieler in einem Universum

Es ist nicht unmöglich, wie Dual Universe zeigt. Dennoch glaube ich nicht, dass No Man’s Sky Beyond jeden einzelnen Spieler auf einen Server unterbringen kann. Sie würden sicher gern, also, Hello Games. Es wäre immerhin perfekt, nicht? Bislang schaffte es Hello Games aber gerade einmal, ein paar Spieler (sechzehn) in Kugel-Form in ein Universum zu stecken. Die Chance, zufällig auf eine Spieler-Kugel zu treffen, war … man könnte sagen: sehr gering. Im Grunde gab es keine Chance. Seit dem NEXT-Update nun darfst du dich zwar mit bis zu 4 Freunden in intergalaktische Abenteuer stürzen, und sie dabei auch sehen – als Körper, nicht als Kugeln – aber das war’s auch schon. Maximal 4 Spieler, die Körper haben und 12 weitere als fliegende Kugeln, irgendwo im riesigen No Man’s-Universum verloren, allein, einsam. Wie viele kleine traurige Staubkörner, die niemals in ihren langen Leben auf eines der ihren treffen werden.

Das ist traurig.

Und nicht nur deswegen sollte No Man’s Sky irgendwann, wenn vielleicht auch nicht in diesem Update, alle Spiele in einen Weltraum stecken. Schon vor Jahren haben sich verschiedene Förderationen und Gruppierungen innerhalb der Community gebildet; Spieler bauten etwa Rohstoff-Farmen auf Planeten für Neuankömmling, es entstand sogar eine Space-Polizei. Es gibt das alles also, aber im Wesentlichen ist es sinnfrei, da du momentan nicht auf andere Spieler treffen kannst. Was eigentlich noch trauriger ist, als das Schicksal der Staubkörner.

Schon jetzt bauen Spieler grandiose Architekturen. Wie es wohl wäre, wenn sich mehr als 4 Spieler zusammentun könnten?

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No Man's Sky: Die beeindruckendsten Basen und Architekturen – mit und ohne Mods.

Natürlich ist die Chance sehr hoch, dass No Man’s Sky Online mehr Spieler als 16 auf einen Server bugsiert; aber selbst 100, 200? – das würde keinen Unterschied machen. Zumindest glaube ich das nicht, denn der Weltraum im Spiel wäre dennoch zu groß. Erst, wenn wirklich alle Spieler in einem Universum existieren, besteht die Chance auf ein Online-Erlebnis. Und verstehe mich bitte nicht falsch: Ich bin kein Fan von Online-Spielen, aber No Man’s Sky braucht mehr als jedes andere Spiel Leben.

Keine Menschen-Kugeln mehr

Hello Games, bitte hört auf, Spieler mit bösem Zauber in fliegende Kugeln zu verwandeln. Das ist einfach nicht nett. Jeder hat ein Recht auf einen sichtbaren Körper, gemäß der intergalaktischen Verordnung der Alien- und Menschenrechte.

Selbstgebaute Städte, mit Spielern und NPCs

Nicht wenige Spieler wünschen sich selbstgebaute Städte. Aber Bauen im No Man’s Sky-Universum ist kompliziert – nicht der Akt selbst; der ist schnell verstanden, aber die Multiplayer- und Gameplay-Komponenten, die dafür benötigt würden. Zunächst einmal kann jeder Spieler so viele Basen bauen, wie er möchte; oder wie es Planeten in NMS gibt, also: Nahezu unendlich. Auch mehrere Basen auf einem Planeten sind möglich, die jedoch können nicht in nächster Nähe stehen.

Jede einzelne Basis wiederum hat ein Baulimit; wird sie zu groß oder benutzt du zu viele Materialien, ist Schluss. Ergo ist es weder möglich, eine riesige Basis zu bauen und sie „Stadt“ zu nennen, noch mehrere Basen nebeneinander zu setzen, und das dann „Stadt“ zu nennen. Du kannst sie natürlich „Stadt“ nennen, aber es wird nie eine Stadt sein. Und noch ein kleiner Exkurs: No Man’s Sky funktioniert Cloud-ähnlich, wenn es um jene Dinge geht, die du hochlädst. Benennst du ein neues Alien-Tier auf einem Planeten, kannst du den Namen in das Universum-für-alle hochladen – jeder andere Spieler, der in seinem Durchlauf diesen Planeten findet, wird auch den Namen des Aliens lesen können (und daneben, wer es benannt hat – Fame).

Das geht auch mit Basen. Aber du kannst nur eine Basis für alle sichtbar werden lassen, also, selbst wenn du monatelang an etlichen Basen auf einem Planeten tüftelst und ihn besiedelst, können andere maximal eine diese etlichen Basen sehen. Traurig.

Seltsame Planeten. Hübsche Planeten. Gruselige Planeten. Und WTF ist das da für ein Planet?

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No Man's Sky: Die unglaublichsten Planeten, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat (bis jetzt).

Was müsste sich ändern? Zuallererst das Baulimit für Basen, was wiederum eine immense Rechenleistung von No Man’s Sky verlangen könnte. Gebe es kein Baulimit, dann … nun … du kennst ja die No Man’s Sky-Spieler. Es würde riesige Städte geben, zumindest – und das ist mein nächster Punkt – wenn wirklich sehr viel mehr Raumfahrer in einem Universum nebeneinander existieren dürften.

Spieler würden zusammenarbeiten, zusammen bauen und ganze Planeten im Namen ihrer Fraktion besiedeln. Wäre es dann auch noch möglich, mehrere Gebäude hochladen zu können, würden alle diese Städte besuchen können. Was für ein Aufruhr! Was für eine Sensation! Es wäre grandios. Was wir dann nur noch bräuchten, wäre eines – und du weißt ganz genau, was.

PvP: Weltraum-Polizei, Weltraum-Piraten und spielereigene Fraktionen

Das Gute hier ist, dass es bereits eine Weltraum-Polizei in No Man’s Sky gibt – also eine, die nichts zutun hat, um genau zu sein. Bevor das letzte größere Update NEXT mit Warp ins Science-Fiction-Spiel rauschte, hatten alteingesessen Spieler Angst, die Multiplayer-Komponente könnte endlosen Massen an Neuankömmlingen zu ihnen locken. Um nicht von feindlichen Truppen überrannt zu werden, haben sie sich formiert und eine Polizei gegründet.

Eine, die nie zum Einsatz kam – denn 16 Spieler auf einem Server, die Staubkörner-gleich durch die Weiten des Alls flogenwaren kaum eine Gefahr.

Dennoch zeigt dieses Engagement, wie inbrünstig sich viele langjähriger No Man’s Skyer in das Spiel vertiefen oder vertiefen wollen. Mit PvP oder zumindest angemessenen PvE-Gegnern könnte Hello Games der Spieler-Polizei eine Aufgabe geben. Und dazu noch unterschiedlichste Fraktionen fördern, ganz ähnlich zu derart immersiven Sci-Fi-Epen wie EVE Online. Spieler müssen etwas in No Man’s Sky zutun bekommen; und zwar mehr, als reine Erkundungs- und Sammel-Quests.

All die Sci-Fi-Serien, die wir uns irgendwann noch einmal ansehen müssen:

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19 Science-Fiction-Serien, die ihr fast vergessen hättet.

Kein Online-Zwang

Das alles, worüber ich gerade geredet habe? Ja, das wäre schon ziemlich super, aber niemand dürfte dazu gezwungen werden. No Man’s Sky Online sollte trotz allem ein Modus bleiben – und keine Always-on-Konstante für das Spiel.

Und schließlich: WELTRAUMWALE, HÖRT IHR – WELTRAUMWALE

Auch kleinere Bosse, wie fliegende Weltraumwürmer, wären okay.

Wir werden sicher nicht heute und überhaupt niemals über Battle Royale in No Man’s Sky sprechen. In Folge der Chaostheorie könnte allein die Erwähnung dazu führen, die Entwickler zu einem Battle Royale-Modus zu ermutigen, und ich denke, niemand wäre darüber glücklich. Tatsächlich wäre dann wahrscheinlich niemand mehr nie wieder glücklich. Warte, was habe ich gerade gesagt? Und viel wichtiger: Was wünschst du dir denn für No Man’s Sky Online?

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