Lootboxen in Star Wars Battlefront 2 und Overwatch: Belgische Glücksspielkommission ermittelt

Luis Kümmeler 1

Die belgische Glücksspielkommission hat angekündigt, die kontroversen Lootbox-Mechaniken in den Spielen Star Wars Battlefront 2 und Overwatch untersuchen zu wollen. Sollte sie diese als eine Form des Glücksspiels klassifizieren, drohen den Publishern Electronic Arts und Blizzard Geldstrafen und möglicherweise sogar Verkaufsverbote.

Ein neuer Tag, eine neue Entwicklung in der Lootbox-Kontroverse in Spielen: Während das Bezahlmodell des am morgigen Freitag erscheinenden Star Wars Battlefront 2 stark in der Kritik steht, hat eine belgische Behörde Ermittlungen gegen Battlefront 2 und den Heldenshooter Overwatch angekündigt. Für Glücksspiel ist in Belgien nämlich eine klare Genehmigung nötig – und ob es sich bei den Lootbox-Mechaniken in besagten Spielen um eine Form des Glücksspiels handelt, soll laut Kotaku nun überprüft werden.

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In einer Stellungnahme hat der Publisher Electronic Arts bereits auf diese Entwicklung reagiert und gegenüber Gamespot auch weiterhin den Standpunkt vertreten: Die Lootbox-Mechaniken in Star Wars Battlefront 2 sind kein Glücksspiel. Der Erfolg des Spielers hängt nicht von dem Kauf von Kisten ab. Diese können außerdem auch erspielt werden, ohne dass Geld dafür ausgegeben werden muss. Sobald gekauft, garantieren sie stets Inhalte, die im Spiel genutzt werden können.“

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Schon vor Wochen forderte ein YouTuber die Klassifizierung von Lootboxen als Glücksspiel, doch etwa die deutsche Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) hatte dem schnell eine Absage erteilt. Sollte nun aber die belgische Glücksspielkommission zu der Erkenntnis kommen, dass es sich ihrer Auffassung nach sehr wohl um eine Art des Glücksspiels handelt, könnten die Publisher EA und Blizzard zu Geldstrafen verdonnert werden, die offenbar in die Hunderttausende gehen können. Auch ein Verkaufsverbot besagter Spiele in Belgien ist wohl nicht ausgeschlossen.

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