Overwatch-Spieler: 1000 Dollar Strafe für Stinkefinger

Till Wäscher

Wegen eines ausgestreckten Mittelfingers bekommt E-Sportler „Profit“ von Blizzard eine Geldstrafe aufgebrummt. Der Chef seines Team-Sponsors verteidigte die Geste zunächst, machte dann jedoch einen Rückzieher.

Overwatch Developer Update über Spielverderber.

Nach der jüngsten Suspendierung von Overwatch-Spieler Félix „xQc“ Lengyel wegen eines homophoben Kommentars, hat die Overwatch League ihren nächsten Skandal: Park „Profit“ Joon-Yeong vom Team London Spitfire zeigte vor einem Match gegen San Francisco Shock den Mittelfinger in die Kamera und muss nun 1000 Dollar Strafe zahlen - wird jedoch im Gegensatz zu „xQc“ wohl nicht suspendiert.

„Profit“ postete inzwischen eine ausführliche Entschuldigung auf Twitter und betonte, die Geste sei nicht an das gegnerische Team gerichtet gewesen. Vielmehr hätte er mit der Aktion auf „witzige Weise“ mit dem Audio-Team in der sog. „Dugout“-Area kommuniziert und sei sich nicht bewusst gewesen, dass die Kamera Live-Aufnahmen machte.

Er ist übrigens nicht der erste E-Sportler, der wegen eines ausgestreckten Mittelfingers zur Kasse gebeten wurde. League of Legends-Spieler Hai Du wurde wegen desselben Vergehens 2015 ebenfalls mit einer 1000-Dollar-Geldstrafe belegt. Ob „Profit“ jedoch gegen geltende Regeln verstoßen hat, ist unklar. Die Overwatch League hat bisher keine offiziellen Verhaltensregeln für seine Athleten veröffentlicht. Anscheinend hat er jedoch den internen „Code of Conduct“ verletzt, mit dem Blizzard das Auftreten von Spielern innerhalb und außerhalb von Matches kontrollieren möchte.

Auch Streamer sorgen immer wieder für Kontroversen.

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Größere Konsequenzen wird „Profit“ von seinem eigenen Team wohl nicht zu spüren bekommen. Jack Etienne, der CEO von London Spitfire-Sponsor Cloud9 postete zunächst auf Twitter ein Foto von sich, auf dem er demonstrativ in Solidarität ein Schild mit einem Foto von „Profits“ Geste hochhält. In einem späteren Tweet akzeptierte Etienne dann aber die Geldstrafe für seinen Spieler.

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