5 Dinge, die euch bei Overwatch noch nicht aufgefallen sind

Kristin Knillmann 2

Seit knapp einer Woche ist Blizzards Helden-Shooter Overwatch auf dem Markt und begeistert seine Spielerschaft mit abwechslungsreichen Maps und taktischem Gameplay. Aber egal wie tief ihr euch bislang schon eingearbeitet habt: Die folgenden fünf Dinge sind euch vermutlich entgangen.

Overwatch im Ersteindruck: Noob vs. Profi.

 

1. Die Steuerung lässt sich bis ins kleinste Detail anpassen:

Heutzutage dürfen wir in nahezu allen Videospielen die Steuerung anpassen. Ihr wollt lieber mit Druck auf eine andere Taste des Controllers oder der Tastatur springen? In der Regel wird euch eine solche Option meist zur Verfügung gestellt. Overwatch macht genau das, geht in der Anpassung aber noch einige Schritte weiter:

Da wäre einerseits die Möglichkeit, die Tastenbelegung für jeden einzelnen der 21 verfügbaren Helden unterschiedlich einzustellen. Wenn ihr Mercy am PC lieber mit einem konstanten Druck auf F statt der Shift-Taste fliegen lassen wollt, dann muss diese Umstellung nicht eure anderen Kontroll-Schemata beeinflussen. In diesen Optionen lassen sich noch weitere hilfreiche Kleinigkeiten ändern; zum Beispiel dürft ihr dort spezifisch für bestimmte Helden die Gesundheitsbalken der Team-Mitglieder einschalten. Das ist zum Beispiel für Soldier 76 total sinnvoll, da er über eine Heil-Fähigkeit verfügt, die nicht nur auf ihn, sondern auch sein Team Einfluss nimmt.

Und dann wäre da noch ein ganz anderer Aspekt, der vielen von uns gar nicht auffällt, weil wir selbst nicht betroffen sind: Die Personalisierungsmöglichkeiten, die Blizzard mit Overwatch anbietet, gehen so stark ins Detail, dass sie sogar Spielern mit einer einschränkenden Krankheit erlauben, jegliche Helden für ihre eigenen Ansprüche umzugestalten. So ist es Leuten, die zuvor wegen ihrer Behinderung keine Shooter spielen oder nur gewisse Waffen-Typen nutzen konnten, ab jetzt möglich, eine ganz neue Bandbreite an Helden und Fähigkeiten zu probieren.

Berührend: Der an Zerebralparese erkrankte Overwatch-Spieler zak552 bedankt sich auf reddit bei Blizzard für genau dieses Feature. Dank Overwatchs detaillierten Steuerungsoptionen konnte er den ersten virtuellen Scharfschützen-Kill seines Lebens ergattern.

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2. Die Control-Maps sind aufgebaut wie eine Treppe:

Lijiang Tower, Nepal und Ilios sind die drei Karten, auf denen wir den Kontroll-Modus von Overwatch spielen. Wie für „Best of 3“ üblich, spielen wir zwei bis maximal drei Runden auf einer der Karten. Das Besondere: Die Runden finden nicht wiederholt auf einem Teil der Karte statt, sondern schaffen Abwechslung, indem sie euch in jeder Runde auf einen anderen Teil des Areals setzen. Wer beispielsweise ein Nepal-Match spielt, tritt mal im Dorf, mal im Schrein und mal im Heiligtum gegeneinander an.

Dass die Karten-Areale zusammengehören, lässt sich durch die visuell erkennbare Thematik feststellen. Wie die Karte aber im Gesamten aufgebaut ist, wissen wir als normale Spieler nicht, denn die Runden werden mit einem schwarzen Screen und der Runden-Anzeige übergeblendet.

Mit einem einfachen Trick lässt sich indes herausfinden, wie die Level-Architektur von Lijiang Tower, Nepal und Ilios funktioniert: Begebt euch in ein benutzerdefiniertes Spiel, wählt die Karten an und markiert euch selbst als Beobachter der Runde. So könnt ihr nahezu frei herumfliegen  – wobei ihr hier und da Lücken in der Level-begrenzenden, unsichtbaren Wand ausnutzen müsst – und erkennen, dass alle drei Runden auf den besagten Karten auch physikalisch zusammenhängen.

Die Kontroll-Karten sind aufgebaut wie eine Treppe. Schauen wir von ganz weit draußen auf die Areale, lässt sich erkennen, dass die Bereiche miteinander verbunden sind und in unterschiedlichen Höhen angesiedelt wurden.

Vergleichsbilder der drei Karten seht ihr in diesem imgur-Album von Reddit-Nutzer The_Villager, von dem übrigens auch diese wunderschöne Erkenntnis zum Spiel stammt.

3. Das Spiel verhindert den klassischen Schneeball-Effekt:

Warum ist Overwatch eigentlich kaum frustig? Lassen wir mal alle Mechaniken außen vor, die nach einer Runde Glücksmomente auslösen – also Lootboxen, das „Highlight des Spiels“ oder das Highlight-Voting. Stattdessen möchte ich mich aufs Gameplay konzentrieren. Blizzard hat es nämlich geschafft, ein Spiel zu entwickeln, das nicht in den klassischen Schneeball-Effekt vieler Mehrspieler-Titel entgleisen kann.

Moment, was ist denn überhaupt in diesem Kontext ein Schneeball-Effekt? Der Begriff beschreibt, dass ein Spieler durch ständigen Erfolg konstant stärker, und damit gefühlt (!) unbesiegbar wird – ein bisschen wie ein immer größer werdender Schneeball, der ohne Rücksicht auf Verluste alles kaputt rollt, was ihm in den Weg kommt. Dieser Schneeball-Effekt wird beispielsweise durch Währung im Spiel oder Item-Systeme begünstigt. Wer für Kills nicht nur die Zeit gewinnt, einen wichtigen Punkt einzunehmen, sondern noch zusätzlich belohnt wird, baut den eigenen Helden im Laufe des Spiels weiter aus – was es für das gegnerische Team irgendwann sehr anstrengend macht, das Match überhaupt noch zu gewinnen.

Während wir in einer Runde Overwatch versinken, achten wir oft gar nicht darauf, was überhaupt dazu führt, dass sich das Spiel so gut anfühlt. Und genau durch diesen kompletten Verzicht auf ein Item-System, Währung oder sonstige die Gewinnchancen beeinflussende Faktoren, hat Blizzard ein Spiel geschaffen, das es verhindert, das andere Team komplett über den Haufen zu fahren. Stattdessen entsteht in der Regel vergleichsweise wenig Frust, da eine schlechte Gruppe durch einen gut geplanten Angriff auch ein knappes Spiel noch für sich entscheiden kann.

Kolumne: Kann Blizzard eine hassfreie Multiplayer-Community erschaffen?

Wenn man sich so die ganze Zeit auf einen möglichen Gewinn konzentrieren kann, bleibt eben auch weniger Zeit, im Chat „Deine Mudda“-Sprüche zu bringen.

4. Roadhog kann einen Teil seiner Ult-Animation canceln:

Mit einigen der Overwatch-Helden könnt ihr gewisse Animationen – zum Beispiel das „Aufladen“ der ultimativen Fähigkeit oder das Wechseln einer Waffe – abbrechen. Dank solcher Fähigkeiten-Kombinationen lässt sich zum Beispiel mehr Schaden pro Sekunde austeilen, und damit auch ein Tank „wegbursten“, oder gar ein Held zum „Fliegen“ bringen.

Ein Beispiel wäre der Tank Roadhog, von mir im Spiel auch liebevoll „Schweinchen“ genannt. Wenn Roadhog seinen Haken benutzt, um einen Gegner zu sich heranzuziehen, und ganz kurz darauf seine ultimative Fähigkeit startet, wird die „Ultimate ready“-Animation abgebrochen. Da der Gegner immer noch im Haken von Roadhog hängt, kann die Ult ihn nicht wie sonst von Roadhog wegdrängen und macht auf diese Weise mehr Burst-Schaden.

Mit Roadhog ist es beispielsweise auch möglich, die eigene Heilung zu nutzen, während die Waffe nachlädt. Dazu müsst ihr sie auslösen, sobald die Munition 4/4 anzeigt. Ein wenig Übung vorausgesetzt, können solche gesparten Millisekunden im Kampf einen wesentlichen Unterschied bedeuten.

Natürlich sind diese Kombinationen nicht die einzigen Möglichkeiten, die euch Overwatch bietet. Durch haufenweise Matches werdet ihr mit der Zeit herausfinden, was sich noch bewerkstelligen lässt. Zum Beispiel, eine Tracer durch Springen mit Anlauf und anschließenden Dashes kurz schweben zu lassen.

Mehr Tipps & Tricks für Overwatch-Helden

5. Das Logo spiegelt Buchstaben des Spiel-Namens wider:

Eigentlich ist es tatsächlich furchtbar offensichtlich, was das Logo von Overwatch darstellen soll. Und doch fällt es uns erst dann auf, wenn wir bewusst darüber nachdenken: Der Kreis steht nicht nur für das O in Overwatch; die „Flügel“ innerhalb des O ergeben auch ein W, welches den zweiten Teil des Namens, also „Watch“ einleitet.

Eine weitere Logo-Interpretation besagt, dass die beiden „Flügel“ in der Mitte des Os für zwei Hände stehen, die sich ein High five geben – was durchaus auch zum Teamspiel-Ansatz und der positiven Grundstimmung von Overwatch passen könnte.

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In Overwatch kannst du inzwischen zwischen 21 Helden wählen, die sich alle ganz unterschiedlich spielen. Stimme in unserer Umfrage für deine Favoriten ab und lass uns gemeinsam herausfinden, welche Helden am beliebtesten sind!

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