Overwatch im ersten Eindruck: Für Noob & Profi - jetzt auch mit Video!

Kristin Knillmann 3

Der Hype war groß, die Beta irrsinnig beliebt – jetzt ist Blizzards neuer Helden-Shooter Overwatch endlich offiziell für PC und Konsole veröffentlicht worden. Wir haben uns das Spiel für euch aus zwei Perspektiven angeschaut: Wie ist der erste Eindruck eines gestandenen Online-Shooter-Spielers und wie wirkt der Titel auf interessierte Genre-Einsteiger?

Overwatch im Ersteindruck: Noob vs. Profi.

Was ist Overwatch?

Mit Overwatch hat Blizzard einen Helden-Shooter für PC, PS4 und Xbox One auf den Markt geworfen, der sich auch an diejenigen wenden soll, die bislang wenig Berührungspunkte mit PvP-Matches hatten.

Helden-Shooter heißt das Ding deshalb, weil euch 21 sehr unterschiedliche Helden für den Kampf zur Verfügung stehen: Egal ob Offensiv, Defensiv, Tank oder Unterstützer – im Zentrum des Gameplays steht eure Heldenwahl sowie deren jeweilige Fähigkeiten, die strategisch eingesetzt werden, um ein Match zu entscheiden.

Die Matches werden auf zwölf Karten ausgetragen, die an diverse bekannte Städte und Orte unserer echten Welt angelehnt sind. Im Kampf gegen die KI oder ein gegnerisches Team mit echten Spielern seid ihr meist gefordert, einen Punkt auf der Karte zu verteidigen oder anzugreifen, um die Runde zu gewinnen.

 

Das sagt der Online-Shooter-Neuling:

Ich gebe es gern offen zu: Ich bin von Online-Shootern meist recht schnell frustriert, weil einfach alle Spieler besser sind als ich. Der Einstieg in den PvP-Modus von Overwatch war für mich entsprechend anstrengend und hat mich einige Nerven gekostet, Rage-Quit inklusive. Dass die Beta von über 9 Millionen Leuten ausprobiert wurde, die sämtliche Ecken jeglicher Maps bereits verinnerlicht hatten, macht es natürlich nicht einfacher für Neulinge wie mich. Denn die möglichst perfekte Kenntnis der zwölf Karten und bestenfalls auch aller Helden-Fähigkeiten ist der wichtigste Bestandteil des Spiels: Nur, wer sich im Modus gut auskennt und darauf aufpasst, wann die Gegner ihre ultimativen Fähigkeiten auswählen, weiß auch, wie man das gegnerische Team perfekt flankt, überrennt und gewinnt.

Tipps und Tricks für Overwatch-Einsteiger

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie froh ich über den KI-Modus und das benutzerdefinierte Spiel von Overwatch bin: Sämtliche Helden und Karten vorab für einige Stunden Probe zu spielen, hilft wirklich ungemein, um ein Gefühl für das Teil zu bekommen. Wenn das erstmal halbwegs sitzt, kann man sich auch in den PvP wagen. Denn dort wird zur Zeit, auch dank des relativ schnellen Gameplays, bei dem man eh keine Zeit zum Tippen hat, noch erfrischend wenig rumgeflamed. Selbst dann nicht, wenn man wie ich noch vergleichsweise beschissen spielt.

Schön ist, dass das Gameplay auch dann Spaß macht, wenn man es noch nicht perfekt beherrscht. Das liegt ganz allein daran, dass Blizzard beim Helden- und Karten-Design sowohl visuell als auch im Hinblick auf Skill Geschick beweist: Jede Figur wirkt in ihrem Design hochwertig und jede Fertigkeit ist grundlegend anders, um genug Bandbreite für schnelles, langsames und eigenartiges Gameplay zu bieten.

Taugt mir ein Held nicht, darf ich ihn sogar mitten im Match austauschen. Zugegeben, das hilft zu Beginn, kann für Einsteiger aber auch überfordernd werden, wenn man in einem eh schon recht kurzen 10-Minuten-Match ständig gefordert wird, strategisch umzudenken, um die eventuell wechselnden Helden des Gegner-Teams möglichst effektiv zu countern.

Aber das ist dann auch alles wieder vergessen, wenn die Runde vorbei ist und Overwatch die Möglichkeit bekommt, mich ständig mit positiven Reizen zu fluten: Auch als mittelmäßige Shooter-Spielerin habe ich die Chance, aus einer guten Situation ein „Highlight des Spiels“ nach Abschluss eines Matches herauszuholen. Oder von den anderen Spielern eine Ehrung zu erhalten, weil ich immerhin genug Heilung ausgeteilt habe, um sie durch den Kampf zu begleiten. Und wenn es selbst dafür nicht reicht, treibt mich Overwatch an, noch und noch und noch eine Runde zu zocken, um ein Level aufzusteigen und so die attraktiven Lootboxen voller freischaltbarer Goodies und Skins zu erhalten.

Ja, mein Overwatch-Einstieg war schwer und hat mich Zeit und Nerven gekostet. Aber nach einem halben Tag mit dem Spiel habe ich meinen Spaß mit den Helden und Modi gefunden. Wenn auch mit einer kleinen Einschränkung: Denn im Solo-Spiel wäre ich vermutlich nach wenigen Tagen gelangweilt ausgestiegen; während Overwatch für mich vor allem im kurzweiligen Team-Spiel mit meinen liebsten Freunden überzeugen kann. Und genau das ist es, was ich als Online-Shooter-Neuling gebrauchen kann.

Auf der folgenden Seite lest ihr, was der gestandene Shooter-Spieler zu Overwatch zu sagen hat.

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