Chinesisches PUBG: Ohne Tote, ohne Blut und trotzdem eine Gelddruckmaschine

Franziska Behner

Die sozialistische, von der Reagierung gestattete Version von PUBG, Game for Peace, kann trotz verharmlosender Optik und winkenden Soldaten große Gewinne einfahren.

Wir haben erst vor wenigen Tagen davon berichtet, dass es in China Probleme mit der Veröffentlichung von PUBG gab. Die Entwickler haben viel an dem Spiel herum geschraubt, um es der Regierung recht zu machen. Letztlich wurde PUBG in seiner typischen Form nicht gestattet. Doch Tencent wusste sich zu helfen und hat Game for Peace auf den Markt gebracht, dass anstatt Toten nun winkende Soldaten zeigt, die dann einfach verschwinden. Das Video kannst du dir weiter unten ansehen. Obwohl es so absurd klingt, ist das Spiel ein absoluter Kassenschlager.

In der South China Morning Post ist Game for Peace ein großes Thema. Sie berichten, dass innerhalb von 72 Stunden ganze 14 Millionen US-Dollar mit dem abgeschwächten PUBG verdient wurden. Letzte Woche Freitag war es das meist heruntergeladene kostenlose Spiel im Apple-Store.

Game for Peace ist ab 16 Jahren zugelassen und alle Spieler unter 18 Jahren dürfen lediglich zwei Stunden pro Tag spielen. Blut und Tote gibt es dabei nicht.

Originalmeldung vom 09. Mai 2019, 09:04 Uhr:

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China ersetzt PUBG: Jetzt winken die Toten zum Abschied, anstatt zu sterben

Das Herausbringen von Videospielen in China ist nicht ganz so so einfach. Wie Futurezone berichtet, hatte auch Tencent einige Änderungen vorzunehmen, um PUBG dort zugänglich machen wollten. Da die chinesische Regierung die Microtransaktionen im Spiel verbietet und sich generelle Änderungen gewünscht hat, wurde an PUBG lange herumgebastelt. Die zu der Zeit aktive Testversion wurde von mehr als 70 Millionen Menschen genutzt - mittlerweile wurde PlayerUnknown’s Battleground aber komplett entfernt und gegen ein anderes Spiel ersetzt, das etwas weniger gewalttätig ist.

Die chinesische Variante von PUBG ist patriotisch und freundlich.

Die Chinesische Regierung hat nämlich stattdessen ein anderes Spiel zugelassen, das nahezu identisch mit PUBG ist. Mit „Game for Peace“ können Interessierte jetzt in ein optisch wirklich sehr ähnliches Videospiel eintauchen und sogar ihren Spielstand aus PUBG darin übernehmen. Optisch wurde Game for Peace ein bisschen angepasst, sodass vor allem die Kleidung deutlich patriotischer aussieht.

Die wohl größte Änderung ist das Sterben der Gegner im Spiel. In PUBG Mobile ist es so, dass ein getroffener und schließlich getöteter Feind tot zu Boden geht, ehe sein Inventar geplündert werden kann. In Game for Peace stirbt niemand, stattdessen stehen die eben erlegten Feinde einfach wieder auf, winken freundlich und verschwinden dann. Ein kleiner Abschiedsgruß, statt Leichen auf dem Boden.

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