PlayerUnknown's Battlegrounds: Neues Item taucht im Durchschnitt nur einmal in 80 Jahren auf

Lisa Fleischer

Mit dem neusten Update für die Test-Server von PlayerUnknown’s Battlegrounds wurde das kostenlose wie auch bezahlte Lootboxen-System des Spiels erweitert. Laut Berichten erinnert dieses inzwischen mehr und mehr an Glücksspiel.

So gut sieht PlayerUnknown’s Battlegrounds auf der Xbox One aus:

PlayerUnknown's Battlegrounds auf der Xbox One (4K-Trailer).

Zu den neuen Gegenständen gehören die Biker-Items, die sich ab sofort in kostenlosen Lootboxen verstecken, und die kostenpflichtigen Desperado-Items. Auffällig ist, wie selten manche dieser Items sind. So berichtet die Seite Arstechnica, dass das seltenste kostenlose Item, die schwarze, ärmellose Biker-Jacke, für durchschnittliche Spieler nur einmal in 80 Jahren erscheint.

Das seltenste bezahlte Item hingegen, die Tuchmaske im Leoparden-Design, würde im Durchschnitt Ausgaben von fast 1,600 Dollar und eine Spielzeit von fünf Jahren erfordern, um freigeschalten zu werden. Errechnet haben sie diese Zahlen aus der Drop-Rate, die auf der offiziellen Webseite von PlayerUnknown’s Battlegrounds bekannt gegeben wurde.

Darum sind wir Spieler Schuld an Lootboxen

Natürlich entsprechen die Zahlen kaum der Realität, wie die Seite selbst zugibt. Es kann also sein, dass du enormes Glück hast und sich bei dir die Leoparden-Tuchmaske schon in der ersten gekauften Lootbox befindet. Aber du kannst eben auch Pech haben und sie noch nicht einmal mit 10.000 investierten Dollar erhalten.

Das Lootboxen-System in PUBG hat also mehr und mehr etwas von Glücksspiel. Vermutet wird, dass die Entwickler durch die seltenen Items den Wiederverkaufswert erhöhen wollen. Schließlich können im Spiel nur sechs Lootboxen pro Woche käuflich erworben werden. In einer veralteten Version ihrer FAQ schreiben die Entwickler von PUBG: „ ist wichtig, um sicherzustellen, dass Items selten sind, sodass sie auf dem Marktplatz wertvoll sind.“

Davon profitieren selbstredend nicht nur die Spieler, die eines der seltenen Items auf dem Marktplatz verkaufen, sondern auch Steam und vor allem PlayerUnknown’s Battlegrounds selbst. Schließlich werden zahlreiche Spieler in Lootboxen investieren, weil sie wissen, wie viel Geld sie damit wiederum auf dem Marktplatz machen können, sollten sie eines der seltenen Items ergattern.

Was denkst du: Interessiert dich das Lootboxen-Problem in PUBG nur wenig, weil es nicht das Spiel an sich beeinflusst, oder findest du es ebenso problematisch wie die Lootboxen in Star Wars Battlefront 2?

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