PUBG: „Battle Royale“-Spiele in China vielleicht bald verboten

Luis Kümmeler

PlayerUnknown’s Battlegrounds und andere Spiele des an Popularität zunehmenden „Battle Royale“-Genres könnten in China verboten werden. Die Behörden sind dort offenbar der Ansicht, dass das auf Gewalt fokussierte Spielprinzip nicht mit den moralischen Grundsätzen Chinas konform geht und eine Gefahr für Heranwachsende darstellt.

Zwar kriselt es aktuell ein wenig von technischer Seite her im Hause PlayerUnknown’s Battlegrounds, doch das ändert nichts an der Tatsache, dass der Online-Shooter aus dem Hause Bluehole als einer der Spielehits im Jahr 2017 gewertet werden darf. Der überraschende „Early Access“-Erfolg hat dabei nicht nur zahlreiche Spielerrekorde gebrochen, sondern auch das „Battle Royale“-Genre weltweit populär gemacht. Auch in China hat das Spiel für Aufsehen gesorgt – doch hier blicken „PUBG“ und andere Vertreter des Trend-Genres möglicherweise einer düsteren Zukunft entgegen.

PlayerUnknown’s Battlegrounds im Trailer von der E3 2017

Playerunknown's Battlegrounds - E3 2017.

Laut der Webseite Bloomberg hat die „China Audio-Video and Digital Publishing Association“ nämlich im Rahmen einer offiziellen Stellungnahme klar gemacht, dass „Battle Royale“-Spiele zu viel Blut und Gewalt beinhalten und so als spielgewordene Gladiatorenkämpfe des alten Roms nicht mit den moralischen Grundsätzen Chinas konform gehen. Deswegen warnt der Verbund chinesische Unternehmen, dass Spiele dieses Genres möglicherweise keine Freigabe zur Veröffentlichung in der Volksrepublik erhalten könnten – auch Livestreams zu dem Thema steht die „State Administration of Press, Publication, Radio, Film and Television“ offenbar kritisch gegenüber.

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Das ist die Behörde, die in China bereits für das Verbot von hierzulande so selbstverständlich veröffentlichten Produktionen wie der Serie The Big Bang Theory und dem Remake von Ghostbusters verantwortlich zeichnete. Welch konkrete Formen das drohende Verbot von PlayerUnknown’s Battlegrounds und Co. noch annehmen wird, bleibt abzuwarten.

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