PUBG: Profi-Team wird von Turnier ausgeschlossen, weil die Hälfte ihrer Spieler cheatet

André Linken 5

Wenn in einem Spiel aufgrund von Cheats zahlreiche Accounts gebannt werden, bleiben auch Profis nicht davon verschont. Das zeigt ein aktuelles Beispiel in Playerunknown’s Battlegrounds. Inzwischen wurde sogar ein komplettes Team von Turnieren ausgeschlossen.

Die Entwickler von PUBG Corp. haben nämlich vor kurzem eine neue Anti-Cheat-Software für den Battle-Royale-Shooter veröffentlicht, die umgehend für eine große Welle von Account-Sperren gesorgt hat. Dabei stand vor allem das Aufspüren des sogenannten Radar-Hacks im Fokus, der den Entwicklern schon seit einiger Zeit ein Dorn im Auge ist. Bisher galt er als nicht zu entdecken, was sich jedoch mittlerweile wohl geändert hat.

Wir haben den PUBG-Erfinder Brendan Greene interviewt.

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Kurz nach der Veröffentlichung schlug die neue Software umgehend Alarm und sperrte zahlreiche Accounts, bei denen der besagte Hack im Einsatz war. Das betraf jedoch nicht nur die „normalen“ Spieler, sondern auch einige Profispieler. Derzeit ist von mindestens 16 professionellen PUBG-Spielern die Rede, bei denen der Radar-Hack entdeckt wurde.

Das hat weitgehende Konsequenzen: Nicht nur, dass deren Accounts mittlerweile ebenfalls gesperrt sind. Die meisten derjenigen eSport-Teams, bei denen die betroffenen Profis unter Vertrag stehen, haben bereits mit einem Rauswurf reagiert. Die Mannschaft von Pittsburgh Knights hat zudem weitergehende Untersuchungen angekündigt, um der Angelegenheit noch genauer auf den Grund zu gehen. Somit haben die entlarvten Hacker letztendlich ihre Karriere aufs Spiel gesetzt.

Dabei ist es jedoch nicht geblieben: Wie Kotaku inzwischen mitteilt, wurde das europäische PUBG-Profi-Team „sans domicile fixe“ von dem Turnier PUBG European Contenders League ausgeschlossen, obwohl sie sich dafür qualifiziert hatten. Grund dafür: Die Spieler Houlow und Kevin „Sezk0“ Guerra hatten sich dem oben erklärten Cheat bedient, die beiden Spieler Vincent „StepH“ Fayon und Nicolas „THZ“ Debytere hatten davon gewusst und nichts dagegen unternommen. Alle vier wurden daraufhin für kompetitive Spiele gesperrt, das Team hat inzwischen also schlicht keine Spieler mehr.

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Übrigens: Zumindest auf der PlayStation 4 spielt PUBG ganz oben mit. Den PS Store-Charts im Dezember 2018 nach zu urteilen hat sich das Battle Royale-Spiel gegenüber der Shooter-Konkurrenz in Form von Battlefield 5 und Call of Duty: Black Ops 4 durchgesetzt, sogar das relativ neue Red Dead Redemption 2 wurde überboten. Nur an FIFA 19 hat es PUBG nicht vorbei geschafft: Während die aktuelle Fußball-Simulation auf dem ersten Platz landete, muss sich PUBG mit dem zweiten Platz zu frieden geben.

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Ursprüngliche Meldung: Vier Profis und deren Team gesperrt

Mittlerweile hat das PUBG eSports Team die genaueren Untersuchungen bei insgesamt vier Profispielern abgeschlossen. Dabei hat es konkrete Beweise gefunden, dass die Spieler Christian „Cuhris“ Narvaez, Liam „Liammm“ Tran, Tyler „DevowR“ Sti und Mark „Tefl0n“ Formaro sowohl bei öffentlichen Partien als auch während den NPL Online Qualifiers nicht autorisierte Software von Drittherstellern verwendet haben – also Cheats.

Aus diesem Grund werden die besagten Spieler mitsamt ihren jeweiligen Teams beginnend mit dem 31. Dezember 2018 für drei Jahre von allen offiziellen eSports-Wettbewerben ausgeschlossen. Auch in Zukunft wird das PUBG eSports Team solche Vergehen hart bestrafen, wobei eine dreijährige Sperre nur das Mindestmaß darstellt.

Übrigens: Seit der Veröffentlichung des besagten Updates der eingangs erwähnten Software werden entlarvte Cheater im Killfeed von PUBG angezeigt. Auf diese Weise bist du sofort informiert, sollte sich ein solcher Spielverderber in deiner Partie rumtreiben.

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