PUBG: Twitch-Streamer wird gebannt, legt sich mit Playerunknown an

David Dieckmann 2

Der bekannte Twitch-Streamer „DrDisRespect“ erhielt kürzlich einen Bann im Shooter Playerunknown’s Battlegrounds. Jetzt geht er auf die Barrikaden - und legt sich mit niemand geringerem an als dem Macher „Playerunknown“ persönlich.

PUBG: Twitch-Streamer wird gebannt, legt sich mit Playerunknown an

DrDisRespect zählt zu den meistgesehenen und beliebtesten Twitch-Streamern, wenn es um das Spiel Playerunknown’s Battlegrounds geht. Ganze 19,5 Millionen Aufrufe verbucht sein Twitch-Kanal bereits. Jetzt hat der respektlose Doktor allerdings einen Bann erhalten. Der Grund: Er hat in einem Live-Stream einen Team-Kameraden absichtlich erschossen. DrDisRespects Bann ist auf Video festgehalten:

Playerunknown, der Mann hinter PUBG, reagiert offenbar auf Twitter auf dieses Ereignis. Zumindest lässt er dort verlauten: „Egal, wer du bist: Wenn du die Regeln in Playerunknown’s Battlegrounds brichst, wirst du eine schlechte Zeit haben“! Diesen vermeintlichen Seitenhieb ließ DrDisRespect nicht auf sich sitzen und antwortete: „Die Regeln breche ich jederzeit und überall wo ich hingehe … und sehe dabei gut aus“. Keine verwunderliche Reaktion, immerhin ist DrDisRespect ein Charakter, der sich durch besonders machomäßiges Gehabe auszeichnet.

Playerunknown, der an dieser Stelle offensichtlich am längeren Hebel sitzt, kontert: „In meinem Haus befolgst du die Regeln oder du haust verdammtnochmal ab <3“. An der Stelle hätte man es gut sein lassen können. Aber nicht mit DrDisRespect. Der kippt weiter Öl ins Feuer: „Wenn ich einen Spagat könnte, würde ich dir einen Roundhouse Kick in den Nacken verpassen. Da ich das aber nicht kann, werde ich dir nur einen frontalen Tritt in den Brustkorb verpassen.“

Diesen Tweet nimmt Playerunknown zum Anreiz für eine Botschaft: Er zitiert den „Doc“ und fügt hinzu: „Gewalt als Mittel, eine Meinungsverschiedenheit zu lösen, ist einfach falsch. Auch, wenn du einen Charakter spielst …“ Der Entwickler muss sich währenddessen übrigens eines ausgewachsenen Shitstorms erwehren. Anhänger von DrDisRespect geben etwa an, er habe dem Streamer den Erfolg seines Spiels zu verdanken und würde gerade einen Großteil der Spielerschaft vergraulen.

In einem Beitrag klärt Playerunknown auf: DrDisRespects Androhung von Gewalt habe ihn an ein ähnliches Erlebnis während seiner College-Zeit erinnert und hätte bei ihm unter Umständen eine Panikattacke auslösen können. Daher habe er kein Verständnis für derartige Drohungen, obwohl er bisher sogar ein Fan des Docs war.

Falls du DrDisRespect nicht kennst, mach dich jetzt auf einen Plot Twist gefasst: Gerade DrDisRespect sollte eigentlich wissen, dass Hass gegenüber einem Entwickler aufgrund eines Banns unangebracht ist. Warum? Weil sich hinter der Maske Guy Beahm versteckt, der selbst bis 2015 Spieleentwickler war. Und zwar bei keiner geringeren Firma als Sledgehammer Games - den Entwicklern von Call of Duty: Advanced Warfare. In jedem Fall dürfte Herr Beahm demnächst wieder wie gewohnt streamen können. Ein Bann für einen Teamkill dauert nämlich nur ein paar Tage lang an.

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