Pokémon GO: Hausbesitzer klagen gegen Niantic – wegen Pokémon im Garten

Marco Schabel 5

In den USA ist jüngst eine Sammelklage gegen Niantic, The Pokémon Company und Nintendo eingereicht worden, in denen Hausbesitzer sich über Pokémon GO beschweren und 5 Millionen US-Dollar fordern.

Pokémon Go – Steh auf und Go – Announcement Trailer.

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind sicher die erste Nation, an die ihr denkt, wenn es um skurrile Gerichtsprozesse und Gesetze geht. Im Prinzip kann dort jeder jeden verklagen und selbst für die eigene Dummheit (sich zum Beispiel an einem Kaffee zu verbrennen) Millionenbeträge kassieren. Dies wiederum führt zu bizarren Warnungen, dass ihr zum Beispiel keine Tiere in die Mikrowelle stecken und während der Fahrt mit einem Wohnwagen nicht in den Wohnbereich gehen dürft. Manchmal geht es aber auch nur um Menschen, die offenbar einen sehr kurzen Geduldsfaden haben. Genau so einer wohnt in New Jersey und hat jetzt die Macher der Erfolgs-App Pokémon GO auf 5 Millionen US-Dollar (etwa 4,5 Millionen Euro) verklagt, weil Pokémon in seinem Garten spawnen.

  So fangt ihr Pokémon auch noch nach Level 20

Wie sich der Anklageschrift entnehmen lässt, geht es tatsächlich um ein paar Spieler, die Pokémon in seinem Garten fangen wollten. „Mindestens fünf Individuen haben an die Tür des Klägers geklopft und darum gebeten, Zugang zum Garten des Klägers zu erhalten“, so das Dokument. „Sie taten dies, um Pokémon zu fangen, die Pokémon GO auf dem Grundstück des Klägers platziert hat - ohne dessen Erlaubnis.“ Es habe ein „fahrlässiges Desinteresse“ für die Konsequenzen gegeben, die entstehen, wenn sich Niantic nicht die Erlaubnis der Grundbesitzer einholt, aber Pokémon in deren Gärten platziert. Der Sammelklage kann jeder Eigentümer in den USA beitreten, der auch genervt ist, wenn Menschen an seine Tür klopfen und fragen, statt einfach das Grundstück zu betreten. Davon rät Pokémon GO nämlich durchaus nachweisbar ab. Die Summe soll im Erfolgsfall anteilig an alle Kläger ausgeschüttet werden.

Bislang ist nicht bekannt, was die Pokémon GO-Macher zu der Klage sagen, allerdings haben sie gute Chancen, einen etwaigen Prozess zu gewinnen. Es ist ja nicht so, dass sie tatsächlich Pokémon neben die Gartenzwerge der Grundstücksbesitzer platziert haben. Wenn auch ihr ein Problem mit Pokémon GO habt, empfehlen wir euch den Webfilter Pokémon GO Away.

Pokémon GO
Entwickler:
DeNA Co., Ltd.
Preis: Kostenlos

Pokémon GO
Entwickler: Niantic, Inc.
Preis: Kostenlos

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