Pokémon Go: Eltern und Lehrer fordern Verbot an Schulen

Thomas Lumesberger 9

Die Pokémon-Jagd war und ist nach wie vor eine schöne Beschäftigung an der frischen Luft. Kurz vor dem Schulbeginn machen sich jetzt aber Eltern und Lehrer Sorgen, dass die Schüler der virtuellen Monster-Jagd mehr Beachtung schenken als dem Unterricht. Sogar ein Verbot von Pokémon Go an Schulen wird gefordert.

Pokémon Go: Eltern und Lehrer fordern Verbot an Schulen

Nachdem bereits auf der Gamescom sämtliche Pokéstops entfernt wurden und auch der Konzern Volkswagen ein Pokémon-Go-Verbot auf dem Firmengelände ausgesprochen hat, werden jetzt die Schulen ins Visier genommen. „Ich befürchte, da kommt was auf uns zu. Ich weiß von vielen unserer Schüler, dass sie das Spiel spielen, und dass sie zum Teil in den Sommerferien gar nichts anderes gemacht haben als das“, äußert sich Thorsten Bremer, Oberstufen-Koordinator an einem Gymnasium in Köln. Brenner zeigt sich besorgt zu dem Pokémon-Hype und dem bevorstehenden Schulstart. Im Kollegium werde derzeit hitzig über das Thema diskutiert und man überlege, wie man die Schüler Anfang des Schuljahres sensibel an das Thema heranführen kann.

Eine offizielle Regelung gibt es nicht, denn die verantwortliche Bezirksregierung Düsseldorf lässt den Schulen die alleinige Entscheidung bei der Handhabung des Themas. Jeder Schule steht es frei den Umgang mit Smartphones selbst zu regeln.

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Schulen in NRW mit Pokémon-Go-Verbot

In sämtlichen Schulen in Nordrhein-Westfalen könnte ein Pokémon-GO-Verbot oder ein komplettes Smartphone-Verbot ausgesprochen werden. Der Vorsitzende des Philologenverbandes, Peter Silbernagel, fordert dazu konkrete Richtlinien. Er möchte in Pausen sowie vor Unterrichtsbeginn die Smartphones verbieten – zumindest solange, bis der große Hype vorbei ist. Sogar die Vorsitzenden einiger Elternvereine haben sich bereits für ein temporäres Verbot von Smartphones ausgesprochen. Die Landesvorsitzende des Elternvereins NRW, Regine Schwarzhoff, appelliert aber auch an die Eltern. Diese müssten den Kindern klarmachen, dass Smartphones in der Schule nichts verloren haben, fordert Schwarzhoff. Ebenso wird ein Gesetz gefordert, dass den Umgang mit Smartphones in Schulen eindeutig und verpflichtend regelt.

Derzeit gibt es noch keine konkreten Entwürfe für ein Pokémon-Go-Verbot in den Schulen NRWs – es könnte sich aber in den nächsten Wochen etwas in diese Richtung entwickeln. In Bayern ist man schon einen Schritt weiter gegangen und hat an die Gymnasien Warnhinweise mit dem Titel „Lebensgefahr! Pokémon Go“ verschickt. Damit sollen Eltern und Kinder über die Risiken von Pokémon GO aufgeklärt werden.

Quelle: RP-Online

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