Nach einer Abmahnung der Verbraucherzentrale des Bundesverbands wird Niantic jetzt die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Pokémon GO aktualisieren. Darin soll die Weitergabe von Nutzerdaten klar geregelt sein.

 

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So schnell hat noch nie ein Unternehmen eingelenkt: Während Google, Facebook und Co. mit den Datenschutzvorschriften nach deutschem Gesetz spielen und sie zu einem großen Teil umgehen, lenken die Macher von Pokémon GO nach einer einfachen Abmahnung ein.

Die Verbraucherzentrale des Bundesverbands hat eine Mitteilung veröffentlicht, die eine Änderung der AGBs durch Niantic ankündigt. Mitte Juli hat dieser Bundesverband das Unternehmen aufgrund der weitreichenden und schwer verständlichen Datenschutzbedingungen abgemahnt. Beispielsweise durften Daten, die durch die Nutzung von Pokémon GO erhoben wurden, an Dritte weitergegeben werden.

Der Spiele-Hersteller hat zu allen beanstandeten Klauseln eine Unterlassungserklärung abgegeben. Auf jene Klauseln darf sich der Konzern bis zur Nachbesserung nicht mehr berufen.

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Viele Nachteile für Spieler

Unter anderem hat Niantic weitgehende Rechte in den Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen herausgenommen. Spieler der App würden laut der Verbraucherzentrale des Bundesverbands benachteiligt werden. Das Unternehmen könnte den Vertrag jederzeit einseitig verändern oder kündigen. An sich wäre das kein Schaden, da bei der App aber In-App-Käufe möglich sind, ist das in der Tat ein Risiko für die Spieler. Auch die Sperrung des Zugangs war in vielen Fällen dem Entwickler in die Obhut gegeben worden. Zudem gab es keine Möglichkeit einer Rückerstattung von In-App-Käufen. Das wird sich aber ab Anfang 2017 ändern – so die Verbraucherzentrale.

Heiko Dünkel, Rechtsreferent bei der Verbraucherzentrale des Bundesverbands, zeigt sich erleichtert. Es freut ihn, dass sich der Entwickler so einsichtig gezeigt und eine Änderung der Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen in die Wege geleitet hat. Besonders stolz ist man auf die Regelung, dass das kalifornische Recht nicht geltend gemacht werden kann, obwohl Niantic dort den Hauptsitz hat. Demnach müssen sämtliche Vorschriften, Klauseln und Bestimmungen nach deutschem Recht eingehalten und abgehandelt werden.

Quelle: Verbraucherzentrale Bundesverband via heise

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Thomas Lumesberger
Thomas Lumesberger, GIGA-Experte.

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