Ob man nun selbst Pokémon-Fan ist oder nicht, die neue Augmented-Reality-App Pokémon GO erobert die Welt im Sturm. Abgesehen davon, dass man neuerdings viel mehr blasse und schmächtige Jugendliche mit erhobenem Smartphone durch die Straßen rennen sieht, nimmt der Hype um das Spiel jüngst auch einige sehr bizarre Ausmaße an. In Amerika ist es nun zu einigen Verbrechen gekommen, bei dem das Game eine zentrale Rolle spielte.

 

Pokémon GO

Facts 

Es klingt fast schon danach, als ob sich nicht nur diejenigen, die schon immer Pokémon-Trainer wie Ash, Misty und Co. werden wollten, mit Pokémon GO endlich ihre Träume verwirklichen können. Auch wer eher ein Faible für die dunkle Seite der Macht hat, bekommt mit der neuen Augmented-Reality-App offenbar Gelegenheit dazu, dem verbrecherischen Team Rocket aus der Serie nachzueifern. In den USA ist es jetzt, wie die Washington Post unter Berufung auf Berichte des O‘ Fallon Missouri Police Departement berichtet, zu mehreren bewaffneten Raubüberfällen gekommen, die – man mag es kaum glauben – mit Pokémon GO geplant worden sind.

Räuber nutzten Pokémon GO, um Opfer aufzuspüren

Wer bislang noch nicht auf den Hype aufgesprungen ist: Bei Pokémon GO läuft man mit seinem Smartphone durch die reale Welt und kann an verschiedensten Anlaufstellen virtuelle Monster einfangen. Das führt etwa dazu, dass sich plötzlich zahlreiche eifrige Spieler vor Polizeistationen oder anderen ungewöhnlichen – und mitunter eben auch recht abgelegenen – Orten vorfinden lassen. Eine Räuberbande machte sich genau diesen Umstand zunutze und lauerte arglosen Spielern an entlegenen Stellen auf, an denen aufgrund spezieller Events oder seltener Pokémon mit dem Auftauchen von Pokémon-Trainern zu rechnen war. Außerdem hielten sie vermutlich gezielt nach Spielern Ausschau, die sich an „geeigneten“  Stellen wie zum Beispiel auf Parkplätzen aufhielten.

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Vier Verdächtige festgenommen

In der Nacht von Samstag auf Sonntag kam es um 2 Uhr morgens zu einem Raubüberfall, wie die Polizei berichtet. Nachdem die Behörden informiert wurden, konnten vier Verdächtige in einem schwarzen BMW festgenommen werden, eine Handfeuerwaffe wurde ebenfalls sichergestellt. Zum Glück wurde niemand bei den Überfällen verletzt – die Polizei rät Eltern aber dazu, ihre Kinder zu ermahnen, sich nicht alleine zu ungünstigen Uhrzeiten auf die Jagd nach Pokémon zu begeben (nein, nicht einmal für legendäre Pokémon).

Quelle: O'Fallon Missouri Police Department @Facebook via Washington Post 

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