Verrückt: Französischer Bürgermeister verbietet Pokémon Go

Philipp Gombert

Die ganze Welt ist im Pokémon-Go-Fieber. Doch mit jedem Hype gibt es auch jene, die gegen den Strom schwimmen. Darunter Fabrice Beauvois — Bürgermeister des kleinen französischen Ortes Bressolles —, der die Pokémon kurzerhand seines Dorfes verweist.

Es soll tatsächlich Menschen geben, die nicht dem Pokémon-Go-Hype verfallen sind. Zu dieser Gruppe gehört unter anderem Fabrice Beauvois, Bürgermeister des französischen Dorfes Bressolles. Doch anstatt das Spiel schlichtweg links liegen zu lassen, geht Beauvois tatkräftig gegen Pokémon Go vor und hat kurzerhand die „anarchische Niederlassung“ von „Pokémon Go“-Charakteren auf dem „Territorium“ seines Dorfes denunziert — der Entwickler des Spiels solle doch bitte die virtuellen Kreaturen aus diesem Gebiet entfernen. Besagte Verordnung wurde per E-Mail an Niantic sowie die Pokémon Company verschickt.

Der Grund für dieses Vorgehen stimmt dabei mit dem Hauptkritikpunkt diverser Pokémon-Go-Gegner überein: Das Game stelle ein Risiko für Fußgänger und Autofahrer dar, Spieler würden nicht auf den Straßenverkehr achten und durchgehend auf das Smartphone starren. Pokémon Go schickt Spieler bekanntlich in der realen Welt auf die Suche nach den virtuellen Monstern.

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Beauvois: Niantic benötigt Genehmigung

Mit der Verordnung zielt Beauvois laut eigener Aussage nicht auf die Spieler, sondern die beiden Unternehmen ab. Niantic habe im Vorfeld nicht um eine Genehmigung zur Niederlassung von Pokémon in dem Dorf mit rund 800 Einwohnern gebeten. Dabei stellt der Bürgermeister einen interessanten Vergleich an: „Wenn der Besitzer eines Cafés oder Restaurants einen Betrieb in einer französischen Stadt eröffnen möchte, besteht die Pflicht zur vorherigen Genehmigung durch den Bürgermeister. Diese Regel betrifft alle Personen, die eine Aktivität starten oder einen öffentlichen Raum verwenden wollen. Damit gilt diese Regel auch für Niantic, selbst wenn es sich um eine virtuelle Niederlassung handelt“, so Beauvois. Insbesondere für junge Leute entwickele sich das Spiel zu einer Gefahr. Es stehe in seiner Pflicht, so Beauvois, Recht und Ordnung zu bewahren.

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Pokémon Go im Iran verboten

Laut Beauvois ist Bressolles das erste französische Dorf mit einer solchen Anordnung. Bisher äußerte sich Niantic nicht zu der Beschwerde des Bürgermeisters. Zuletzt gab der Entwickler jedoch bekannt, dass man alle Anfragen dieser Natur untersuche und entsprechend bearbeite. Seit dem Start des Spiels gab es bereits einige Meldungen über Gebiete, in denen Pokémon Go auf Bitte der Behörden nicht mehr verfügbar ist. Der Iran veranlasste etwa ein vollständiges Verbot von Pokémon Go. In Israel wurden die virtuellen Monster von Militärbasen verbannt, ebenso in Indonesien vom Präsidentenpalast.

Quelle: Big Story

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