Pokémon GO: Unsere Hoffnungen und Ängste für das Real-World-Pokémon

Jonas Wekenborg 8

Mit der Ankündigung von Niantics und GameFreaks Pokémon GO dürfte ein Traum für alle Fans der Taschenmonster wahr werden. Das Augmented-Reality-Spiel könnte die Mobile-Gaming-Welt komplett auf den Kopf stellen, sofern sich die beiden Studios vernünftig dabei anstellen. Wir haben uns bereits den Kopf über Pokémon GO zerbrochen und formulieren unsere Ängste und Wünsche für 2016 und warum ihr euch nicht schämen müsst, in aller Öffentlichkeit unsichtbare Minimonster anzuschreien.

Pokémon GO.

Die Idee, Ingress mit Pokémon zu verknüpfen, klingt grundsolide und gut durchdacht. Tausende Menschen könnten dann durch die Straßen flitzen, Verkehrschaos verursachen, weil sie auf der Jagd nach einem Taubsi gedankenlos auf ihr Handy starrend Kreuzungen passieren, und auch Schule und Arbeit wären nicht mehr sicher vor ambitionierten Mitarbeitern und Schülern, die ihr gesamtes Engagement auf ihr Ziel, der allerbeste Trainer der Welt zu werden, lenken.

Aber genug der düsteren Dystopien. Wir haben uns mit einigen Hoffnungen, Wünschen, Befürchtungen und Ängsten im Zusammenhang mit dem Release von Pokémon GO in 2016 auseinandergesetzt und wollen euch an unseren Gedanken teilhaben lassen.

Unsere Hoffnungen in Pokémon GO

Pokémon GO Battle

Pokémon muss Pokémon bleiben

Pokémon dreht sich um das Fangen, Sammeln und Trainieren von Pokémon. In der Hoffnung, dass der Fokus auch in Pokémon GO erhalten bleiben wird, freuen wir uns natürlich darauf, was Niantic mit seinen von Ingress mitgebrachten Erfahrungen in das Augmented-Reality-Spiel einfließen lassen will. Wir hoffen darauf, dass der wichtige Sammel-Aspekt, das Weiterentwickeln von Pokémon und das Bilden eines Teams weiterhin im Vordergrund stehen wird. Allein dem Vorbild Ingress‘ folgend, durch die Stadt zu hetzen und dauernd neue Pokémon zu fangen, wäre uns nämlich zu wenig.

720 Pokémon vor unserer Haustür

720 Pokémon! Vielleicht kommen noch einige hinzu, vielleicht werden auch nur nach und nach alle aktuellen Generationen freigeschaltet. Dennoch sind wir sehr euphorisch, welche unsere ersten Pokémon sein werden, die wir mit Pokémon GO fangen werden.

Mal wieder vor die Tür gehen

Die Core-Mechaniken von Pokémon mit Ingress zu verknüpfen sollte sich so auswirken, dass nicht einfach random an jedem beliebigen Ort legendäre oder seltene Pokémon erscheinen können, sondern bestimmte Locations besucht werden müssen, um diese seltenen Biester ausfindig zu machen. Im Falle von Ingress musste man zum Beispiel bestimmte Clubs besuchen, um Standorte fürs eigene Team freizuschalten. Dabei hat man dann mitunter auch neue Örtlichkeiten und Leute kennengelernt.

Region-spezifische Pokémon

Ein Besuch auf dem Lande, am Strand oder eine sonst langweilige Wandertour durchs Gebirge birgt völlig neue Perspektiven. Zwar starrt ihr weiterhin nur noch aufs Display eures Smartphones, seid aber immerhin viel mehr als früher an der frischen Luft und entdeckt… nun ja, vielleicht nicht gerade neue fantastische Orte, dafür aber vielleicht extrem seltene Pokémon. Die Fragen, die sich uns dabei stellen: Müssen wir uns fortan in aktive Vulkane abseilen, um Camaubs und Schneckmags zu fangen? Werden Stadtbewohner lediglich Rattfrazen und Unratütox fangen, weil sie so selten in andere Gefilde gelangen werden? Muss man, um Geist-Pokémon zu fangen, nachts auf Friedhöfe einbrechen? Und muss man auf den Mond reisen, um ein Piepi zu erhalten?

Leaderboards und Arenaleiter

Nicht nur werden 10-Jährige nun wirklich in die Lage versetzt, gestandene Männer und Frauen in hitzigen Kämpfen zu schlagen, sie haben auch die Chance, zu Real-World-Arenaleitern zu werden. Denn war Ingress schon extrem Community-gestützt, sollte in GO ein Leaderboard-System mit Auszeichnung besonders eifriger oder guter Trainer nicht fehlen. Solche Pro-Trainer könnten einem bestimmten Gebiet vorstehen und bei einer Challenge, die gewonnen wird, Badges ausgeben oder aber den Posten abtreten müssen.

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7 Fälle, bei denen echte Liebe im Spiel ist.

Unsere Befürchtungen für Pokémon GO

Pokémon GO Flashmob

Kostenlos? Eher nicht

Ohne zu wissen, wie teuer das GO-Device oder die App im Endeffekt sein wird, fürchten wir bereits jetzt, dass Pokémon GO nicht wirklich ohne exzessive Mikrotransaktionen auskommen wird. Pokébälle sind alle? Entweder wir müssen 24 Stunden warten, ehe wir einen neuen erhalten oder wir bezahlen 2,99€ für einen der rot-weißen Fieberglasbälle, um das seltene Pokémon zu fangen, dass dort vorn hinter der Ecke lauert. Auch die Items werden wohl schnell ausgehen, wenn wir von jedem Trainer auf der Straße attackiert werden können und PokéCenter sind noch nicht in der Mache.

Der Anfang der Prokrastination

Nie wieder Langeweile. Holt euer Handy raus und schnappt einfach das nächste Pokémon, vielleicht das Pantimos, das unter eurem Bett lebt. Warten auf den Bus? Macht nichts, hinter der nächsten Ecke ist noch ein Pokémon.  Date nimmt die nächste Bahn? Ihr nehmt das nächste Pokémon oder kämpft gegen das Mädchen auf der anderen Straßenseite, wenn sich eure Augen treffen.

Unter eurem Bett lebt ein Pantimos? Ihr habt den letzten Bus für ein lausiges Waumpel verpasst? Euer Date hat in der Bahn einen deutlich besseren Trainer kennengelernt als ihr es je sein werdet und das Mädchen an der Straßenecke hat euch die Hosen im Kampf ausgezogen und sucht nun nach der nächsten Herausforderung? Pokémon GO!

Die Zukunft von Pokémon

Der Schritt, den GameFreak geht, ist ein großer… und aller Voraussicht nach auch ein guter. Nichtsdestotrotz hoffen wir, dass Pokémon GO nicht einen Wendepunkt im Weg des Franchises darstellen will. Wir wünschen uns weiterhin die gute alte Singleplayer-Erfahrung, die es in Pokémon alle Jahre wieder mit neuen Sprites und Pokémon zu erfahren gilt und haben Angst, dass wir niemals alle zig Pokémon sammeln können, weil wir dafür zu den entlegensten Orten, wie zum Beispiel den Pokémon-Weltmeisterschaften in Japan reisen müssten.

 

An dieser Stelle  ein weiterer Grund, warum wir uns ein wenig vor Pokémon GO fürchten (und auch freuen):

Pokémon GO: Noch nie gezeigte Szenen aus dem Real-Life-Trailer!

Wie gut kennst du Pokémon? (Quiz)

Ihr habt schon einmal fast alle Pokémon gefangen? Aber kennt ihr euch auch in Johto, Hoenn, Sinnoh, Einall und den anderen Regionen aus? Wir haben 15 Fragen formuliert, um euer Wissen über Pokémon auf die Probe stellen. Beantwortet sie alle!

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