Pokémon GO: Versicherung zahlt bei Unfällen beim Zocken

Christin Richter 1

Smombies seht ihr dank Pokémon GO jetzt überall. Leidenschaftliche Spieler der App wollen die Pocket Monster fangen und ihre Pokémon schnell leveln und entwickeln. Dabei stürmen sie Polizeistationen und sind auch sonst „ein bisschen“ abgelenkt. Wir verraten euch hier, ob bei kleinen und größeren Unfällen durch Pokémon GO die Versicherung zahlt.

Das Augmented-Reality-Spiel erobert das Smartphone – und die Herzen ihrer Besitzer. Aber nicht nur in Parks sammeln sich die Spieler, sondern überqueren bei ihrer Suche auch Straßen und zücken das mobile Gerät gern auch beim Auto fahren oder in anderen gefährlichen Situationen. Wer trägt die Kosten, wenn ihr beim Laufen dem nächsten Passanten sein Heißgetränk über den neuen Anzug kippt oder den frisch gesähten Rasen zertrampelt?

Video: Profi-Tipps für Pokémon Trainer

Pokémon GO: Profi-Tipps.

Pokémon GO-Versicherung von Knip

Pokémon GO-Unfälle lassen sich kaum vermeiden, wenn permanent aufs Display gestarrt wird. Auf Knip.de gibt es nach Aussagen des Anbieters die erste Pokémon Versicherung Deutschlands für passionierte Trainer. Laut Angaben der Webseite ist sie für Neukunden von Knip kostenlos und läuft nach 12 Monaten ab. Ihr erhaltet also eine kostenlose Police – also einen Versicherungsschein – als Urkunde über einen zustande gekommenen Versicherungsvertrag. Die AGBs dieser „Unfallversicherung Trainer-Schutz“ solltet ihr euch dennoch genau durchlesen. Die Knip GmbH dient als digitaler Versicherungsmakler, das bedeutet, sie dürfen für neue Versicherungen werben und euch neben dieser Trainer-Unfallversicherung auch weitere Versicherungen vermitteln. Allerdings ist diese Pokémon-Versicherung als zusätzliche Unfallversicherung nicht unbedingt sinnvoll.

Eine extra Pokémon GO-Versicherung ist nicht notwendig

Aufatmen für alle leidenschaftlichen Pokémon GO-Trainer. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) bestätigt, dass ihr für zertrampelte Beete oder verschütteten Kaffee nicht selbst zahlen müsst. Hat Pokémon GO finanzielle oder sogar gesundheitliche Folgen, weil der Spieler den Blick nicht vom Smartphone abwenden konnte, zahlt die private Unfallversicherung. Selbst wenn ihr leichtsinnig oder auch grob fahrlässig spielt und eure Umwelt missachtet, greift der Versicherungsschutz in der Regel.

Achtung: Habt ihr leichtsinnig oder grob fahrlässig gehandelt, zahlt die Versicherung. Bei vorsätzlichem Handeln müsst ihr Schäden selbst zahlen. Ein Vorsatz liegt vor, wenn euch bewusst ist, dass ihr rechtswidrig handelt (bei Rot über die Ampel lauft und euch egal ist, ob/wenn ihr einen Unfall verursacht).
Es ist übrigens schon verboten, dass Smartphone während des Autofahrens in der Hand zu halten. Hier wird bei einem Unfall keine Versicherung zahlen und ihr bekommt noch ein Bußgeld und einen Punkt aufgedrückt.

Pokémon GO-Unfall: Auch hier greift die Versicherung

Bei Autounfällen zahlt die KfZ-Haftpflichtversicherung sowohl bei Blechschäden, als auch Personenschäden, wenn euch ein Passant vor die Kühlerhaube gerät. Kommt es zu einer Berührung mit einem unachtsamen Pokémon-Trainer, muss dieser gegebenenfalls auch zahlen. Für ihn kann wiederum – wie oben erklärt – die private Unfallversicherung eingreifen. Das mindert eure Kosten als Fahrer beziehungsweise die der KfZ-Versicherung ebenfalls.

Seid ihr noch neu im Pokémon GO Universum, helfen euch unsere Guides und Tipps:

Bildquellen: Nintendo, Niantic, Inc.

Weibliche & männliche Pokémon: Kennst du die Unterschiede? (Quiz)

Das Geschlecht eines Pokémon ist ein Mysterium. Während wir früher dachten, dass die meisten Pokémon geschlechtsneutral sind, wurden wir mit der Zeit eines Besseren belehrt. Alle Infos mit anschließendem Quiz zu weiblichen und männlichen Pokémon gibt es hier.

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