Niantic: Wer steckt hinter Pokémon GO?

Martin Maciej 1

Wer dieser Tage Facebook oder eine News-Seite im Netz öffnet, kommt kaum an den Schlagzeilen rund um „Pokémon GO“ vorbei. Die App hat es binnen kurzer Zeit geschafft, Snapchat, Facebook, Twitter und Co. in der Nutzungsdauer abzuhängen. Entwickelt wird die Pokémon-App von „Niantic Inc.“. Wer genau steckt hinter dem Spiel?

Geht man ganz zu den Ursprüngen von „Pokémon GO“ zurück, landet man bei Google. Bereits 2014 wurde das für den Hype verantwortliche Konzept vorgestellt  - damals jedoch noch als Aprilscherz von Google. Zwei Jahre später ist die Pokémon-Suche in der (virtuellen) Realität angekommen.

Pokémon GO: Was ihr vor Spielbeginn wissen müsst.

Niantic: John Hanke, Kopf des Unternehmens mit Google-Hintergrund

Das Unternehmen, das für die Entwicklung verantwortlich ist, ist „Niantic“. Der Name geht zurück auf ein Walfangsegelschiff aus dem 19. Jahrhundert. Die Macher haben dabei schon einen großen Erfahrungsschatz bei der Arbeit mit Augmented-Reality-Games, immerhin stammt Ingress, die bisherige Koryphäe unter den Apps dieser Art aus demselben Haus. Das erste größere Werk von Niantic ist „Field Trip“, ein Reiseführer, der gespickt mit interessanten und verstecken Orten ist.

Der Kopf von Niantic ist John Hanke. Hanke war früher bei Google tätig. Mit seinem Start-Up Keyhole verdiente er sich seine Meriten in „Silicon Valley“. 2004 wurde das Unternehmen von Google aufgekauft, Hanke war fortan Hauptbeauftragter für die Verarbeitung geografischer Daten im Hause Google. So arbeitete Hanke etwa maßgeblich an der Entwicklung von Google Maps mit.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.

Im Rahmen der „Pokémon Challenge“, die scherzhaft in Google-Maps gestartet wurde, beauftragte Hanke seinen Geschäftskontakt in Asien, Masahi Kawashima, die tatsächliche Umsetzung des Konzepts auszuloten.

 

Was plant Niantic noch?

2015 spaltete sich Niantic bei der Gründung des Google-Mutterkonzerns „Alphabet“ als eigenes Unternehmen von Google ab. Viele der Niantic-Mitarbeiter haben bereits jahrelange Erfahrung in Google Maps und Google Earth, die in Pokémon GO eingebracht wurde. Pokémon GO stützt sich dabei auch auf die Erfahrungswerte und Daten, die bereits mit Ingress gesammelt werden konnten.

Viele der Ingress-Arenen sind dabei heute gleichzeitig als Pokéstops zu finden. Die millionenfach über die Welt verteilten Standorte der Ingress-Portale wurden dabei von Spielern selbst vorgeschlagen. Nachdem Pokémon GO zunächst nur in Australien, Neuseeland und in den USA verfügbar war, hat es die Spiele-App nun auch in den deutschen Google Play Store und iTunes-App-Store geschafft. Die Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen. Neben einer Weiterentwicklung der Pokéstops und Arenen steht zudem ein Ausbau der Social-Media-Komponenten im Spiel an. Für die Finanzierung ist es angedacht, Pokémon GO mit In-App-Werbung auszustatten. Langfristiges Ziel ist zudem die Unterstützung von Augmented-Reality-Brillen.

Mehr zum Unternehmen findet sich auf der Webseite von Niantic. Wer schon jetzt genug von dem Hype hat, findet mit Pokémon GO Away ein Browser-Tool zum Ausblenden der jeweiligen Inhalte.

Wer alles über Pokémon GO wissen will:

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