Pokémon: Diese Editionen haben den Entwicklern Kopfzerbrechen bereitet

Luis Kümmeler

Der Pokémon-Director und Mitgründer des Entwicklerstudios Game Freak, Junichi Masuda, hat in einem Interview erklärt, welche der inzwischen vielen Pokémon-Editionen dem Entwicklerteam das stärkste Kopfzerbrechen bereiteten. Das waren offenbar die Editionen Rubin und Saphir aus dem Jahr 2003 – und zwar aus diversen Gründen.

Pokémon-Omega-Rubin-und-Pokémon-Alpha-Saphir-Animated-Trailer.

Erst kürzlich hatte der Pokémon-Director Junichi Masuda Einblicke in die Entstehung der populären Taschenmonster gegeben. Im Interview mit Game Informer ging der Mitgründer des Entwicklerstudios Game Freak auch auf die Frage ein, welche Spiele der inzwischen traditionsreichen Reihe die größte Herausforderung dargestellt haben. Masuda nannte hier überraschend die Editionen Rubin und Saphir, die hierzulande im Jahr 2003 für den Game Boy Advance veröffentlicht wurden. Doch warum stellten ausgerechnet diese Spiele so eine Herausforderung für das Entwicklerteam dar?

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„Mit Rubin und Saphir wurde der Bildschirm etwas breiter und hatte ein anderes Bildformat und viel mehr Farben und Tonkanäle, die Technik verbesserte sich also stark“, erinnert sich Masuda. „Sie gab uns (…) viel mehr Freiheiten, machte (den Entwicklungsprozess) gleichzeitig aber auch langwieriger und Ressourcen-intensiver.“ Offenbar waren es aber nicht nur technische Aspekte, die Masuda und sein Team zu der Zeit forderten. Nach dem riesigen Erfolg der vorangegangenen Editionen Gold und Silber habe es nämlich eine Zeit gegeben, in der die Pokémon-Phase von vielen Menschen als beendet erklärt wurde.

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Plötzlich habe er vermehrt „Star Wars“-Spielzeuge in den Schaufenstern gesehen, erinnert sich Masuda, der zu dieser sehr fordernden Zeit offenbar aufgrund des vielen Stresses auch noch mit starken Magenproblemen zu kämpfen hatte. Allerdings: „Wir bei Game Freak nahmen dies als Herausforderung an und sagten ‚Es ist nicht tot. Wir werden euch zeigen, dass ihr falsch liegt!’“, so Masuda. Und das taten sie: Rubin und Saphir wurden erneut Verkaufsschlager, die dazu beitrugen, dass die Pokémon-Marke auch heute noch relevant ist.

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