Pokémon GO: Streit führt zu 83.000 Dollar Entschädigung

Marvin Fuhrmann

Im vergangenen Jahr wurde Pokémon Go ganz groß. Doch der Hype führte auch dazu, dass es einen großen Streit zwischen den Entwicklern und den örtlichen Behörden von Milwaukee gab. Dieser wurde nun beigelegt. Überraschenderweise mit einer Strafe gegen die Stadt und deren Verantwortliche.

Legendäre Monster in Pokémon Go: 

Legendäre Monster in Pokémon Go.

Pokémon GO gehört zwar nicht zu den Vorreitern in Sachen Augmented Reality, doch haben die meisten Smartphone-User erst durch diese App gelernt, was das Ganze bedeutet. In der echten Welt virtuelle Pokémon fangen, hat zu einem regelrechten Hype geführt. Dieser war aber nicht allen Recht. So kam es an vielen Wochenenden in Milwaukee, USA dazu, dass die Spieler den örtlichen Lake Park stürmten, um dort Pokéstops zu farmen und Pokémon zu fangen. Aufgrund des hohen Aufkommens kam es laut der Stadt zu Schäden am Park, was diese unbedingt unterbinden wollte.

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Wie die Seite Kotaku berichtet, wurden die Entwickler von Pokémon Go gezwungen, die Stops aus dem Lake Park zu entfernen. Zudem stellte die Stadt neue Regelungen auf, die es Entwicklern von Augmented-Reality-Spielen vorschrieb, eine Erlaubnis einzuholen, bevor sie ihr Spiel in die Stadt implementieren. Dazu gesellte sich noch der Zwang zu einer Versicherung in Höhe von einer Million Dollar, um potentielle Schäden abzudecken. Candy Lab Inc., die aktuell an einem AR-Pokerspiel arbeiten, haben sich gegen diese Regelungen zur Wehr gesetzt und die Stadt verklagt. Und genau dieser Streit wurde nun endlich beigesetzt.

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Die beiden Parteien haben sich einigen können. Die Stadt muss der Spielefirma 83.000 Dollar zahlen, um die bisherigen Gerichtskosten abzudecken. Zudem werden die neuen Regelungen zunächst aufgehoben. Der Bundesrichter hatte argumentiert, dass die Stadt keine Genehmigung verlangen kann, wenn es sich nicht um ein organisiertes Event der Entwickler handelt. Die Stadt will indes weitere Richtungen ausloten, um den Ansturm auf öffentliche Plätze in Zukunft zu kontrollieren.

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