Ich kann nicht mehr mit Pokémon Go aufhören – und Pokémon Let's Go ist schuld

Lisa Fleischer

Pokémon Go hat mich von Anfang an kalt gelassen. Ich bin einfach kein Mobile-Gamer. Doch dann wurde Pokémon: Let’s Go angekündigt – und mit ihm spezielle Boni, die es nur für Go-Spieler gibt. Seitdem hat mich das Mobile-Spiel in seinen Fängen. Den Trailer zu Pokémon: Let’s Go kannst du dir hier noch einmal angucken.

Pokémon: Let's Go, Pikachu! und Pokémon: Let‘s Go, Evoli! Trailer.

Nachdem Pokémon: Let’s Go angekündigt wurde, wollte ich in Pokémon Go einfach nur ein paar starke Pokémon fangen, die ich später in das neue Spiel übertragen kann. Schließlich landen diese dann im Go-Park – in dem ich sie fangen und dadurch in mein Let’s Go-Team aufnehmen kann. Das beste daran: So stark, wie mein Pokémon in Go war, wird es auch in Let’s Go sein.

Allerdings bekommst du in Pokémon Go erst dann richtig starke Pokémon, bist du in dem Spiel auf einem der höheren Level. Da ich Pokémon Go kurz nach dem Release aus Neugier ein bisschen ausprobiert habe, war ich bei meinem Neueinstieg zumindest schon auf dem siebten Level – das reichte jedoch gerade einmal für Pokémon mit 700 WP – verhältnismäßig wenig, verglich ich meine Schützlinge mit fremden Pokémon, die ich in Arenen sah.

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Gar nicht so repetitiv wie gedacht

Ich muss also aufleveln. Und das geht nur, fängst du abertausende an Pokémon. Ebenfalls hilfreich sind Arena-Kämpfe, die relativ neuen Raids und Feldforschungen, bei deren Abschluss du ebenfalls einige Erfahrungspunkte bekommst. Also fing ich an, Pokémon Go auf meinem Weg zur Arbeit und nach Hause immer mitlaufen zu lassen. Der Vorteil: Auch wenn ich nicht laufe, sondern mit der Tram fahre, ist diese so langsam unterwegs, dass mir die Kilometer trotzdem angerecht werden.

 

Beim Erfüllen aller täglichen Aufgaben in Pokémon Go fällt mir auf: Ich habe das Spiel wesentlich simpler und repetitiver in Erinnerung, als es heute ist. Sind einmal keine interessanten Pokémon in der Nähe, ist trotzdem noch einiges zu tun. Es gilt, ausgeknockte Pokémon wiederzubeleben; habe ich genügend Bonbons gesammelt, kann ich andere weiterentwickeln oder ich muss mein Inventar ausmisten, weil durch das Looten von PokéStops kaum noch Platz ist.

Das Ziel aus den Augen verloren

Zudem ist es seit kurzem möglich, dich mit Freunden zu verbinden. Bei GIGA GAMES gibt es zahlreiche Redakteure, die schon seit einiger Zeit aktiv Pokémon Go spielen – natürlich habe ich mich direkt mit ihnen verbunden. Dass das mein Pokémon Go-Fieber nur noch größer werden lässt, bemerkte ich erst einige Zeit später. Weil mir neben ihren Profil-Daten und geschickten Geschenken auch ihr zuletzt gefangenes Pokémon angezeigt wird, das mir meist noch fehlt, werde ich immer wieder motiviert, auch abseits meiner Arbeitsstecke auf Spaziergängen oder Einkaufstouren zu zocken – wer weiß, vielleicht versteckt sich ja ein Shiny Pokémon in der Mall of Berlin?

Inzwischen ist Pokémon Go über zwei Jahre alt. Du hast das Mobile-Spiel von Anfang an gezockt? Dann sollte unser Pokémon Go-Quiz kein Problem für dich sein:

Erst heute habe ich gesehen, dass Kollege Alexander und Chef-Redakteur Stephan jetzt in Besitz eines Raikou sind – eines meiner liebsten legendären Pokémon. Um es zu bekommen, muss ich wohl meine Feldforschung abschließen – ein guter Grund, das Wochenende wieder für ausgiebige Lauftouren zu nutzen. Und dabei brauche ich Raikou für meinen ursprünglichen Plan, Pokémon für Let’s Go zu fangen, überhaupt nicht. In das Spiel kannst du nämlich vorerst nur Pokémon der ersten Generation übertragen – Raikou hingegen stammt bekanntlich aus der zweiten Generation und kann damit auch nur in Pokémon Go eingesetzt werden.

Auf viele weitere Stunden in Pokémon Go

Obwohl ich das Spiel eigentlich nur wegen Let’s Go angefangen habe, spiele ich Pokémon Go inzwischen, ohne noch an das kommende Pokémon-Spiel zu denken. Das heißt nicht, dass ich mich nicht mehr auf Pokémon: Let’s Go freue. Zumindest bin ich mir aber nicht mehr sicher, ob der Release von Let’s Go für mich Pokémon Go uninteressant machen wird. Während ich auf der Switch gerne auf der Couch spiele und sie auch auf längeren Reisen immer dabei habe, lasse ich die Konsole im Alltag doch lieber zu Hause.

Nutzt du die AR-Funktion von Pokémon Go, kannst du Pokémon an den skurrilsten Orten finden. Wir haben die Highlights zusammengefasst:

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Pokémon GO: Die skurrilsten Pokémon-Fundorte im realen Leben.

Auf Tram-Fahrten wird Pokémon Go also wahrscheinlich auch in Zukunft mein steter Begleiter sein. Schon jetzt bin ich gespannt, welche Updates und Verbesserungen sich Niantic in Zukunft einfallen lässt. Kämpfe gegen andere Trainer wären mein persönlicher Favorit: Während ich vor wenigen Wochen noch ein völliger Pokémon Go-Noob war, bin ich inzwischen auf einem ähnlichen Level wie meine Kollegen. Das macht mich neugierig: Könnte ich sie besiegen, obwohl ich so viel später mit dem Mobile-Spiel angefangen habe?

Spielst du noch Pokémon Go? Welches der neueren Features hat dich am meisten begeistert? Und welche Funktionen und Updates wünscht du dir für die Zukunft des Mobile-Spiels?

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