Pokémon GO Safari-Zone in Dortmund: Niantics Wiedergutmachung geht nach hinten los

Daniel Nawrat

Die Pokémon GO Summer Tour 2018 fand dieses Jahr endlich auch in Deutschland statt. Niantic hat neben Veranstaltungen in Chicago und Yokusake in Japan ebenfalls ein Event in Dortmund organisiert. Bisher glänzten Events dieser Art aber eher mit dem damit verbundenen Chaos. Wie Niantic sich diesmal in Dortmund geschlagen hat, erfährst du im folgenden Video.

Pokémon GO Summer Tour 2018 in Dortmund.

Update vom 4. Juli 2018:

In einem Tweet hat sich Niantic nun nochmal an seine Fans gewandt und erklärt, wie genau die Wiedergutmachung für das Safari Zone-Event in Dortmund aussieht.


Dort heißt es nämlich, dass du vom 3. Juli 14 Uhr bis zum 5. Juli um 2 Uhr morgens die Chance hast, Corasonn und Roselia zu fangen. Diese beiden Pokémon konnten ursprünglich nur von Teilnehmern des Events gefangen werden. Jetzt dürfen sich allerdings Spieler in ganz Europa freuen und ihren Pokédex um diese beiden Taschenmonster erweitern.

Diese Ankündigung scheint bei einigen Fans aber für noch mehr Ärger zu sorgen. So äußert sich ein Besucher der Safari Zone Dortmund sichtlich genervt zu der Angelegenheit.

„Ich gebe also 300 Pfund aus, um für ein besonderes Event nach Deutschland zu kommen, das mir exklusive Pokémon verspricht. Bevor ich überhaupt zu Hause bin, erfahre ich dann, dass nun jeder diese regionalen Pokémon bekommen kann? Ohne das Haus verlassen oder etwas dafür gezahlt zu haben? Ich kann jetzt auch keine davon tauschen. Ihr habt die Situation nur schlimmer gemacht.“

Zusätzlich ist Niantic in einem Blogpost nochmal genauer auf die Veranstaltung und auf die damit verbundenen Probleme eingegangen. Im gleichen Atemzug nennen sie aber auch einige der Highlights. So wurden in diesen zwei Tagen über 890.000 Forschungsprojekte abgeschlossen. Ebenso wurden 1.75 Millionen Roselia gefangen und über 17.000 Pokémon getauscht.

Originalmeldung vom 3. Juli 2018:

Es wurde mit etwa 50.000 Trainern gerechnet – 170.000 kamen. Ob das gut gehen kann? Unsere Kollegin Chiara von spieletipps war dieses Jahr live vor Ort und schildert ihre Eindrücke der Pokémon GO Safari-Zone in Dortmund. Stattgefunden hat alles am 30. Juni und 1. Juli in der Dortmunder Grünanlage. Dort konnten sich Pokémon-Trainer aus aller Welt bei bestem Wetter auf die Jagd nach wilden Taschenmonstern begeben. So war jedenfalls der Plan.

Zunächst ein kleiner Rückblick zum Pokémon Go Fest im Juli 2017. Dieses fand lediglich in Chicago statt und war ein einziges Desaster. Hauptproblem waren die langen Wartezeiten vor dem Gelände, gepaart mit den Server- und Konnektivitätsproblemen. Der riesige Ansturm an Spielern hat damals das gesamte Mobilfunknetz lahmgelegt und somit ging der Spaßfaktor gen null. Dafür hat Niantic damals auch noch 10 Dollar verlangt, was dann eine Sammelklage nach sich zog. Am Ende hat das die Entwickler dann satte 1.6 Millionen Dollar gekostet.

Jetzt aber zurück zum diesjährigen Event. Konnte Niantic also aus seinen Fehlern lernen? Ja und nein. Zwar berichtet unsere Kollegin, dass Maßnahmen getroffen wurde, um mit derartigen Menschenmassen klarzukommen, doch so ganz scheinen diese trotzdem nicht gefruchtet zu haben. Die zusätzlichen Funkmasten haben zwar definitiv geholfen, aber dennoch ist das Netz hin und wieder ausgefallen, was bei den Fans natürlich für Frustration gesorgt hat. Einige Spieler hat es sogar richtig hart erwischt, denn aufgrund eines Fehlers wurden diese für mehrere Stunden aus ihrem Konto ausgesperrt.

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Immerhin hat der Veranstalter aber relativ zeitnah reagiert und das Event später auf die gesamte Stadt ausgeweitet. Somit waren verschiedene Boni, die ursprünglich dem eigentlichen Event vorbehalten waren, in einem deutlich größeren Gebiet verfügbar. Viel wichtiger ist jedoch die folgende Aussage, die Niantic auf dem offiziellen Pokémon GO Twitter Account getroffen hat.

In dem Tweet entschuldigt Niantic sich und kündigt zusätzlich ein weiteres Event an, das als Kompensation für all die Probleme in Dortmund dienen soll. Dieses beschränkt sich diesmal auch nicht auf eine einzige Stadt, sondern soll europaweit stattfinden. Viele verärgerte Fans wird das sicherlich freuen. Unsere Kollegin hat natürlich auch mit Menschen vor Ort über besagte Probleme gesprochen. Interessanterweise würden die meisten trotzdem nächstes Jahr wieder kommen und haben ihre Anreise auch nicht bereut.

Dieses Event war nur eine von vielen Aktionen, die das 22-jährige Jubiläum von Pokémon GO gefeiert haben. Wir haben viele weitere davon für dich zusammengefasst.

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22 Jahre Pokémon: So wird das Jubiläum gefeiert.

Warst du dieses Jahr selber vor Ort und konntest das Event hautnah miterleben? Was denkst du über die Ausführung und findest du Niantic sollte es in Zukunft besser organisieren? Wir würden gerne deine Meinung dazu hören. Schreib uns doch einfach in die Kommentare.

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