Neue Wut-Welle – Fans bombardieren Pokémon Let's Go mit schlechten Reviews

Marina Hänsel

Es ist die Waffe der Fans – auch, wenn sie unfair ist: Review-Bombing zieht den Bewertungsdurchschnitt auf Seiten wie Metacritic, Steam oder Amazon drastisch nach unten; etwas, das jetzt auch Pokémon Let’s Go trifft. Ob dieserlei Reviews jedoch gerechtfertigt sind? Das steht auf einem gänzlich anderen Blatt, und ist von Fall zu Fall unterschiedlich.

Sie haben Star Wars Battlefront 2 wegen Mikrotransaktionen bombardiert, Total War, weil zu viele Frauen ins Spiel integriert wurden; Rainbow Six Siege, weil Blut-Texturen von Wänden verschwanden, Fallout 76, weil es ein Multiplayer ist und nun schließlich Pokémon Let’s Go – weil … ? Es werden mehrere Gründe auf Metacritic genannt, unter anderem wird aber zu wenig Inhalte für einen zu hohen Preis kritisiert:

Das bis jetzt teuerste Pokémon-Spiel, das den wenigstens Inhalt bietet“, beschwert sich 4b4ddon, aber auch andere User-Reviews kritisieren insbesondere, dass Pokémon Let’s Go weniger mit vorherigen Vollpreis-Pokémon-Spielen gemein hat. Und dafür eine Features von Pokémon Let’s Go übernimmt. Metacritic-Nutzer flypenguin62 schreibt etwa darüber, was genau er in dem Spiel vermisst:

Das Spiel hat jede Menge Schlüssel-Mechaniken der vorherigen Spiele entfernt, wodurch es sich sehr nackt und elendig anfühlt. Es gibt keine Kämpfe mit wilden Pokémon. Kämpfe finden nur in Arenen und mit anderen Trainern statt.

Wie es jedoch nicht ungewöhnlich für Review-Bombing ist, wird im Verlauf der Bewertungen eigentlich alles am Spiel kritisiert; es sehe nicht gut aus, wäre zu teuer, wäre kein richtiger Pokémon-Titel und hätte nahezu gar keinen Inhalt. Während einige Punkte durchaus diskutabel sind, hilft es der ganzen Debatte schließlich weniger, wenn derart negative Reviews die Basis für die Diskussion bilden sollen.

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