Pokémon Quest: 6 Gründe, warum du dem Spiel eine Chance geben solltest

Lisa Fleischer

Gestern kündigten The Pokémon Company nicht nur Pokémon: Let’s Go, Pikachu und Let’s Go, Evoli an, sie veröffentlichten auch das kostenlose Pokémon Quest für die Nintendo Switch. Wir haben das Spiel jetzt schon genauer unter die Lupe genommen.

Pokémon Quest: 6 Gründe, dem Spiel eine Chance zu geben.

 

Pokémon Quest gehört nicht der Hauptreihe von Pokémon an und unterscheidet sich grundlegend vom Gameplay des RPGs. Beschrieben wird es als „dynamisches Action-Rollenspiel“, ausgelegt ist es auf mobiles Spielen. Mit drei Pokémon deiner Wahl, die sich selbstständig bewegen, erkundest du die Insel Kubo-Eiland, auf der zahlreiche Items und Pokémon versteckt sind.

Aber nicht nur das Gameplay unterscheidet sich von den Hauptspielen, auch der Stil ist ein neuer. Sowohl Landschaft als auch Pokémon würfelförmig, ein bisschen erinnert das Äußere an Minecraft. Pokémon Quest ist im Nintendo eShop für die Nintendo Switch erhältlich, Ende Juni soll das Spiel zudem für iOS und Android erscheinen. Auch, wenn es für Fans sicherlich unscheinbar und simpler wirkt, ist Pokémon Quest aber kein schlichtes Mobile-Spiel, sondern bietet einige Überraschungen. Ich habe das Spiel schon jetzt einige Stunden angespielt und weiß, warum jeder Pokémon-Fan Quest zumindest eine Chance geben sollte.

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1. Optimal für unterwegs

Pokémon Quest ist auf eine Steuerung über den Touch-Screen der Switch ausgelegt. Zwar kannst du im Handheld-Modus auch mit den beiden Joy-Cons navigieren, intuitiver ist es aber, tippst du einfach direkt mit deinen Fingern auf den Bildschirm. Ein weiterer Vorteil, bist du unterwegs: Du musst dich nicht die ganze Zeit auf das Spiel konzentrieren, deine Pokémon bewegen sich automatisch und führen einfache Attacken selbstständig aus. Lediglich stärkere Spezial-Attacken wie Donnerblitz oder Flammenwurf löst du mit einem Klick aus.

Auf lange Spiel-Sessions ist Pokémon Quest nicht ausgelegt. Wie bei vielen anderen Mobile-Spielen sind bestimmte Aktionen begrenzt. Erledigst du fünf Level am Stück, musst du in der Regel eine kurze Zeit warten, bis du das nächste anfangen darfst. Bis sich die Wartezeit aktiviert, dauert es wesentlich länger als in klassischen Mobile-Spielen, ich konnte das Spiel ohne Probleme mehr als eine Stunde am Stück spielen.

Außerdem schenkt dir das Spiel nach 22 Stunden einige PS-Gutscheine, die In-Game-Währung von Pokémon Quest. Damit soll sichergestellt werden, dass du auch weiterhin am Ball bleibst, schließlich willst du dir ja deine Belohnungen nicht entgehen lassen. Dafür kannst du aber auch jeder Zeit in Pokémon Quest ein- und aussteigen. Lange Ladebildschirme gibt es nicht und auch die einzelnen Level können in wenigen Minuten erledigt werden.

2. Mobile-Spiel auf dem großen Bildschirm genießen

Dank der Hybridkonsole Nintendo Switch kannst du aber natürlich nicht nur im Handheld-Modus spielen, sondern auch im stationären Modus auf dem Fernseher. Dadurch wird das Spielfeld wesentlich übersichtlicher, im Handheld-Modus kann es hingegen schon mal hektisch werden. Die Steuerung wurde natürlich auf den stationären Modus angepasst, anstatt mit deinen Fingerspitzen kontrollierst du das Spiel mit einem Cursor, den du mit dem linken Stick bewegst.

An den meisten Stellen funktioniert das erstaunlich gut. Lediglich durch das Deko-Menü, in dem du die mit der In-Game-Währung neue Gegenstände erwerben kannst, konnte ich mich in dem Modus leider nicht bewegen, da dieses wohl nur auf Scrollen mit dem Finger ausgelegt ist.

3. Taktische Tiefe

Obwohl Pokémon Quest auf kurze Spiele ausgelegt ist, ist es nicht zu einfach. Das zeigt sich nicht unbedingt in den einzelnen Leveln, dafür aber beim Trainieren deiner Pokémon. So solltest du dein Team auf die Pokémon-Typen im spezifischen Level anpassen, ansonsten kann es sein, dass du schnell verlierst. Außerdem findest du im Verlauf des Spiels die sogenannten P-Steine, die deinen Pokémon spezifische Boni, meistens mehr Stärke oder Gesundheit geben. Diese musst du den Pokémon in deinem Team selbst zuweisen – und dabei beachten, dass jedes Pokémon andere Stärken hat.

4. Faires Bezahl-System

Was Pokémon Quest ebenfalls von klassischen Mobile-Spielen unterscheidet, ist, dass es in dem Spiel nur eine In-Game-Währung gibt, mit der alle Käufe getätigt werden. Diese kannst du dir zwar auch gegen Echtgeld erwerben, du erhältst sie aber auch im Verlauf des Spiels. Damit kannst du dir Inventar-Erweiterungen kaufen oder du holst dir Deko-Objekte, die nicht nur deine Basis aufwerten, sondern auch bestimmte Effekte mit sich bringen.

Anstatt verschiedene Pakete alleine mit In-Game-Währung zum Kauf anzubieten, kannst du dir im Store direkt Deko-Pakete für Echtgeld holen. Dabei reichen die Preise von knapp 3 Euro bis 30 Euro – letzteres Paket enthält dafür aber auch richtig viele Deko-Objekte, einige seltene Pokémon und PS-Gutscheine.

5. Kein Zwang zum In-Game-Kauf

Theoretisch kannst du Pokémon Quest aber auch durchspielen, ohne einen einzigen Cent auszugeben. So erhältst du durch erfüllte Ziele und den Mitgliedsbonus, den du alle 22 Stunden erhältst, immer wieder PS-Gutscheine. Allerdings würde es ganz schön lange dauern, alle Items zu erspielen, In-Game-Käufe verkürzen also die Wartezeit auf ins Auge gefasste Deko-Objekte.

Erinnert hat mich dieses System an Karpador Jump, das ich schon seit einiger Zeit spiele. Auch dort bin ich bislang um die In-Game-Käufe herum gekommen, komme dafür aber auch nicht wirklich schnell voran. Mich persönlich stört das nicht, habe ich bei Karpador Jump wie bei Pokémon Quest doch keine großen Ambitionen und spiele sowieso nur kurzzeitig unterwegs.

6. Trotz allen Neuerungen ein altbekanntes Ziel

So anders als die Hauptteile Pokémon Quest auch funktionieren mag, dein Ziel ist und bleibt das Gleiche: Erkunde die komplette Welt (in diesem Fall Kubo-Eiland), sammle alle 150 Pokémon der ersten Generation und werde dadurch zum besten Spieler der Welt.

Apropos Pokémon-Sammeln: Anders als in anderen Spielen begibst du dich nicht auf die Suche nach neuen Freunden, sondern du lockst die niedlichen Taschenmonster in deine Basis. Das tust du, indem du die Zutaten, die du auf deiner Reise findest, in deiner Basis kochst. Der Geruch lockt anschließend wilde Pokémon an, die sich dir anschließen und dadurch in deinem Team eingesetzt werden können.

Interessant ist daran, dass das Kochen je nach Zutaten andere Pokémon entdeckt. Experimentierst du also etwas herum, lockst du unterschiedliche Pokémon an – mit etwas Glück auch sehr seltene.

Welche Pokémon es inzwischen schon gibt, haben wir dir hier zusammengefasst:

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20 Bilder
Alle Pokémon nach Typ geordnet.

Mein Fazit: Das perfekte Spiel für zwischendurch

Pokémon Quest ist natürlich kein vollwertiges Pokémon-Spiel. Trotzdem hat es mich von Anfang an gepackt – und das, obwohl ich normalerweise Mobile-Spielen eher skeptisch gegenüberstehe. Das liegt vor allem daran, dass dich Pokémon Quest viel seltener darauf aufmerksam macht, dass du nicht unbegrenzt spielen kannst, willst du kein Geld ausgeben. Obwohl das Spielprinzip an sich simpel ist, fordert es durch taktische Tiefe zum Nachdenken auf- Trotzdem kannst du es jeder Zeit pausieren und später an gleicher Stelle weiterspielen – das perfekte Spiel für zwischendurch, vor allem auf Reisen wird Pokémon Quest ab sofort mein steter Begleiter sein.

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