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Seitdem Pokémon in Japan mit Pokémon Rote und Blaue Edition zum ersten Mal erschienen ist, konnten sich die Spiele der Serie über 279 Millionen Mal verkaufen, Tendenz steigend. Neben den bislang 26 erschienen Hauptspielen gibt es zahlreiche Spin-Offs, eine ebenfalls sehr erfolgreiche Anime-Serie, einige Kino-Filme und sehr viel Merchandise. Bevor wir für Dich jedoch alle Spiele nochmal zusammenfassen, hier eine kurze Erklärung, wie Pokémon entstanden ist und welche Geschichte der Spiele überhaupt zugrunde liegt.

Wie ist Pokémon entstanden?

Die Idee zu Pokémon stammt von Satoshi Tajiri, dessen liebstes Hobby als Kind das Sammeln von Käfern war. Später gründet er zusammen mit Ken Sugimori Game Freak, vorerst noch als Zeitschrift mit Tipps und Cheats zu aktuellen Spielen. Während Sugimori dabei für die Illustrationen zuständig ist, kümmert sich Tajiri hauptsächlich um den Inhalt. Nebenbei widmen sich die beiden aber auch dem Programmieren eigener Spiele. Vorerst vor allem auf den NES fixiert, sollte eine ganz andere Nintendo-Konsole ihr Ideen-Reichtum beflügeln. Denn 1989 veröffentlicht das japanische Unternehmen den GameBoy, der vor allem Satoshi Tajiri begeistert.

„Ich sah den Game Boy und hatte sofort die Idee zu Pokémon“, so Tajiri einige Jahre später. Besonders das Link-Kabel hat es ihm angetan, kommt er dadurch doch zu der Vorstellung, wie kleine Käfer durch die Kabel krabbeln. Wie Du sicherlich weißt, gibt es genau diese Funktion auch in den ersten Pokémon-Spielen – nur, dass durch die Kabel eben keine Käfer, sondern die namensgebenden Taschenmonster getauscht werden können.

Die Eckpfeiler für das Spiel sind schnell gefunden. Ein Held soll mit Hilfe von in winzigen Kapseln gehaltener Monster in bester japanischer Rollenspiel-Manier gegen Bösewichte kämpfen. Jetzt müssen die beiden frisch gebackenen Entwickler ihr Konzept nur noch dem schon damals gigantischen Unternehmen Nintendo verkaufen. Bis es soweit kommen sollte, wird er jedoch einige Male abgewiesen. Lediglich Shigeru Miyamoto, lebende Nintendo-Legende und Erfinder von Super Mario und Zelda, ist von der Idee an sich überzeugt und nimmt das Projekt fortan unter seine Fittiche. Ein erster Schritt zum Erfolg.

Unter Miyamotos Leitung werden die Kanten des Spiels geglättet, einige kompetitive Rollenspiel-Elemente wieder gestrichen und dafür die Beziehung zwischen Trainer und Pokémon sowie die Tausch-Funktion in den Vordergrund gerückt. Die Entscheidung, pro Generation gleich zwei Editionen zu veröffentlichen, die sich nur durch ein paar Kleinigkeiten unterschieden, stammt ebenfalls von Miyamoto. Trotzdem geht der Verkauf zum Release nur schleppend voran. Das liegt vor allem an der langen Entwicklungszeit und dem immer wieder verschobenen Release-Datum.

Dann aber die große Überraschung: Anstatt dass der Verkauf mit der Zeit immer weiter abfällt, nimmt er nach einiger Zeit sogar wieder an Fahrt auf – sehr ungewöhnlich für Videospiele. Gerade jüngere Spieler geben dem Spiel eine Chance, ist es aufgrund des ausbleibenden Erfolgs doch günstiger als andere GameBoy-Spiele. Ebendiese jüngeren Spieler entdecken auch als erste das legendäre Pokémon Mew, das eigentlich nur ein Insider-Witz war, wie Entwickler Shigeki Morimoto in einem Interview verrät. Durch einen Bug konnte es dann aber auch von regulären Spielern entdeckt werden – der Durchbruch für das GameBoy-Spiel.

Die Mundpropaganda tut ihr restliches und innerhalb weniger Monate knackt das Spiel die Marke von einer Millionen verkaufter Exemplare alleine in Japan. Nun geht es Schlag auf Schlag mit der Marke: Durch den enormen Erfolg des Spiels bringt Nintendo auch eine Anime-Serie an den Start, die am 1. April 1997 im japanischen TV startet. Zwei Jahre später halten Spiele und Serie gemeinsam mit Karten und Merchandising auch in Amerika und noch etwas später in Europa Einzug. Auch dort kann Pokémon dank des kinderfreundlichen Designs enorme Erfolge verzeichnen – und der Rest ist Geschichte.

Pokemon Trivia.

Um was geht es eigentlich in Pokémon?

Die Geschichte in Pokémon ist bis heute sehr undurchsichtig, viele Gerüchte ranken sich um die Entstehung der Pokémon, ihre Rolle in der Geschichte der Menschheit und ihre mysteriösen Fähigkeiten. Ein paar Fakten zur Rolle der Pokémon bei der Entstehung der Welt bzw. des Universums gibt es dann aber doch. So wird das legendäre Pokémon Arceus als Schöpfergott verehrt. Der Mythologie der Pokémon-Welt nach ist das Pokémon am Anfang aus einem Ei geschlüpft und hat weitere Pokémon erschaffen, die wiederum unter anderem Zeit, Raum, Wissen, Emotionen, kurzum: alles, was die Welt ausmacht, erschaffen haben.

Diese Mythologie spielt zwar immer wieder in Pokémon eine Nebenrolle, gibt es doch Tempel, in denen die Pokémon verehrt werden. Vielmehr dreht es sich jedoch bei Pokémon um den auserwählten Trainer, der mit seinen Pokémon eine enge Freundschaft knüpft und mit ihnen die Welt vor verschiedenen Katastrophen oder bösen Mächten beschützt. Dabei ist die Serie jedoch stets kinderfreundlich, Pokémon können im Spiel beispielsweise nicht sterben, auch wenn sie scheinbar nicht unsterblich sind, wie die Pokémon-Friedhöfe in den Spielen beweisen.

Zurzeit gibt es über 800 Pokémon, die alle unterschiedlichen Elementen zugeordnet werden können und damit  im Kampf entscheidende Vor- und Nachteile gegenüber Pokémon anderer Typen haben. Zwar ist es in den meisten Pokémon-Spielen Ziel, Pokémon-Champ zu werden und so viele Pokémon wie möglich zu fangen, dennoch gibt es in den Spielen auch verschiedene andere Aktivitäten wie das Teilnehmen an einem Schönheitswettbewerb oder das Mixen von Pokériegeln.

Welche Teile der Hauptserie es gibt und welche Spin-Offs im Laufe der Zeit erschienen sind, haben wir Dir auf den folgenden Seiten zusammengefasst.

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Warum Pokémon eigentlich so erfolgreich ist und warum immer mehr Spieler in den Bann der niedlichen Taschenmonster gezogen werden, darüber könnten Dir diese 5 Punkte Aufschluss geben. Die neusten Teile der Pokémon-Reihe, Pokémon Sonne und Mond, sind am 23. November diesen Jahres für den Nintendo 3DS erschienen.