Project CARS im Test: Mit Vollgas auf den Rennspiel-Thron?

Martin Küpper 4

Project CARS ist nach mehreren Verschiebungen endlich erschienen! Aber hat sich das Warten auch gelohnt? Kann das ambitionierte Rennspiel tatsächlich den hohen Erwartungen gerecht werden? Die Antworten gibt es hier!

Wenn ein Spiel mehrfach nach hinten verschoben wird, kann das durchaus für Misstrauen sorgen – besonders bei einem Titel, der per Crowdfunding finanziert wurde. Haben die Entwickler die zusätzliche Zeit genutzt um das Spiel auf Hochglanz zu polieren oder hat man unter Hochdruck versucht, ein unfertiges Spiel wenigstens halbwegs zusammenzuschustern?

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Project CARS: Die Strecken im Überblick

Project CARS: Schicke Grafik, satter Sound

Schon auf den ersten Blick wird klar: Project CARS schaut verdammt gut aus. Die 30 im Spiel enthaltenen Strecken und gerade die Autos selbst wurden überaus detailverliebt gestaltet. Die Wettereffekte sorgen für dichte Atmosphäre und kommt es zu einer Kollision, sorgt das überzeugende Schadensmodell für ordentlich Rabatz. Zudem läuft das Spiel flüssig und konstant mit 60 Bildern pro Sekunde, nur die Regeneffekte zwingen die Bildrate zumindest auf PS4 und Xbox One doch merklich in die Knie.

Project CARS: Launch-Trailer.

Auch in Punkto Sound gibt es nichts zu meckern. Satter Motorensound, quietschende Reifen und prasselnder Regen auf der Windschutzscheibe sorgen genau wie der fast schon epochale Soundtrack für Stimmung auf der Piste.

Was für ein Gefühl!

Soweit so gut, die Präsentation kann überzeugen – aber was verbirgt sich denn nun unter der metaphorischen Motorhaube? Das Herz einer jeden Rennsimulation ist wohl das Fahrgefühl und gerade hier kann Project CARS punkten. Das Spiel bietet euch eine vergleichbar geringe Auswahl an Automodellen (Alle verfügbaren Autos findet ihr hier!), die sich dafür jedoch wirklich sehr deutlich voneinander unterscheiden und allesamt ein glaubhaftes Fahrgefühl vermitteln. In diesem Zusammenhang kann ich euch übrigens nur ausdrücklich ein ordentliches Lenkrad empfehlen, denn die gelungenen Force-Feedback-Effekte machen die Immersion perfekt.

Karriere-Modus und Multiplayer

Wer sich an den verschiedenen Fahrzeug-Klassen probieren möchte, kann dies auch im Karriere-Modus tun. Dort kann man sich auf Wunsch von einfachen Kart-Rennen bis in die oberste Rennklasse vorarbeiten. Habt ihr darauf keine Lust, könnt ihr aber auch direkt dort loslegen, denn ihr könnt selbst festlegen in welcher Rennklasse ihr einsteigen möchtet.

Ich hätte mir an dieser Stelle jedoch eine Art Story gewünscht, eine Rennfahrer-Karriere zum Nachspielen. Alles was Project CARS hier zu bieten hat, sind Emails von Kollegen aus dem Rennstall und Twitter-Meldungen von Fans, die euch im Falle eines Sieges ordentlich abfeiern. Das fand ich anfangs noch sehr amüsant und charmant, doch leider wiederholen sich die Nachrichten viel zu schnell.

Der Multiplayer beschränkt sich auf die wesentlichsten Funktionen und kommt ohne viel Schnick-Schnack daher. Online könnt ihr bestehenden Spielen beitreten oder ihr erstellt selbst flott eine eigene Lobby, wobei ihr zahlreiche Optionen habt um das Spiel nach euren Wünschen zu gestalten. Lobenswert zu erwähnen ist dabei, dass ich bei meinen Online-Rennen stets eine stabile Verbinungsqualität hatte.

Project CARS Test-Fazit:

Project CARS punktet besonders mit einer starken Präsentation und dem fantastischen Fahrgefühl. Für Fans des Genres ist Project CARS definitiv empfehlenswert, doch auch Einsteiger können dank umfangreicher Fahrhilfen Spaß mit dem Titel haben. Die einzigen wirklichen Kritikpunkte sind die gelegentlichen Framerate-Einbrüche auf den Konsolen, sowie die etwas zu aggressiv agierende KI.

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