Quake Champions: Darum lohnt sich die Retro-Action auch für Gratis-Spieler

Alexander Gehlsdorf

Bereits vor dem Start der geschlossenen Beta hatte ich die Möglichkeit, ein paar Partien Quake Champions zu spielen. Dabei wollte ich vor allem herausfinden, ob das Spiel auch Gratis-Spielern genug bieten kann.

Quake Champions: Ankündigung zur Closed Beta.

Mitte März wurde bekannt gegeben, dass Quake Champions sowohl als Free2Play-Titel, als auch zum Vollpreis erscheinen wird. Der wichtigste Unterschied zwischen den beiden Versionen: Gratis-Spieler haben nur auf einen der bisher acht Champions unbegrenzten Zugang — den Ranger.

Wer das Spiel hingegen zum Vollpreis erwirbt, kann jederzeit zwischen allen Champions frei wählen. Lohnt sich der Titel aber auch für Gratis-Spieler? Um diese Frage zu beantworten, habe ich bei meinen Probepartien im Rahmen eines Hardware-Events von ASUS in Berlin am vergangenen Wochenende die neuen Champions links liegen lassen und mich stattdessen voll und ganz dem Ranger gewidmet.

Hier kannst Du Dich zur geschlossene Beta von Quake Champions anmelden

Eines Vorweg: Quake-Fans alter Schule bekommen mit dem Ranger genau das, was sie von einem neuen Quake auch erwarten. Der Champion spielt sich schnörkellos, wieselflink und auch seine aktiven und passiven Fähigkeiten passen wunderbar zum Spielstil der 90er-Jahre-Klassiker: So nimmt der Ranger weniger Schaden, wenn er per Rocket-Jump quer über die Maps hüpft. Außerdem kann er sich per Teleporter-Orb nicht nur in den Rücken der Gegner schummeln sondern mit dem richtigen Timing auch mächtige Instakills ausführen — genau so, wie im Original Quake im Jahr 1996 bereits der Endgegner besiegt wurde.

Der Ranger entspricht also am ehesten der gewohnten Spielerfahrung der Vorgänger. Schließlich gab es in den Klassikern auch nur eine einzige Klasse. Die neuen, kostenpflichtigen Champions hingegen unterstützen zwar unterschiedliche Spielstile — in etwa so, wie es auch die unterschiedlichen Waffen tun — Du brauchst jedoch keine taktische Rollenverteilung wie etwa in Overwatch befürchten.  Die Tugenden von Quake Champions bleiben weiterhin blitzschnelle Gefechte, präzise Reaktionen und jede Menge Frags. Die Vor- und Nachteile der übrigen Champions stellt Publisher Bethesda Softworks wöchentlich in individuelle Trailer vor.

Quake Champions - Nyx Champion - Trailer.
Quake Champions - Scalebearer - Trailer.
Quake Champions - Anarki - Trailer.
Quake Live™
Entwickler: id Software
Preis: 9,99 €

Ich gebe zu, als ein neues Quake mit unterschiedlichen Champions angekündigt wurde, war ich skeptisch. Wird der Shooter-Klassiker auf einmal zum MOBA? Zerstört die Klassenauswahl das Balancing? Diese Sorgen konnte ich glücklicherweise begraben — Die Champions erlauben zwar  jedem Spieler einen individuellen Stil mit einigen spannenden Spezialfähigkeiten, dennoch fühlt sich das Ganze nach wie vor wie ein echtes Quake an. Zugegeben, die Fähigkeiten der Bezahl-Helden fallen alle ein wenig spektakulärer aus als der Teleporter-Orb des Rangers, trotzdem macht aber auch dieser jede Menge Spaß, zumal Gratis-Spieler nicht vollständig auf die anderen Champions verzichten müssen: Gegen die Ingame-Währung Favor wirst Du nämlich auch alle anderen Charaktere für eine Weile Probespielen.

Noch gibt es keine konkreten Informationen darüber, wie teuer die Ingame-Käufe ausfallen werden. Auch ein finaler Release-Termin ist noch nicht bekannt. Fest steht aber eines: Quake Champions wird kein Pay2Win, abgesehen von den zusätzlichen Champions sind alle Ingame-Einkäufe ausschließlich kosmetischer Natur. Schließlich soll Quake wie schon vor 15 Jahren wieder den Thron der Esport-Szene einnehmen. Wenn Du Quake Champions selbst ausprobieren möchtest, kannst Du Dich nach wie vor für die geschlossene Beta anmelden, die ab dem 6. April stattfinden wird.

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